Mönchengladbach vor dem verflixten zweiten Jahr
29.07.2009 | 19:49 Uhr 2009-07-29T19:49:00+0200
Essen. Borussia Mönchengladbach steht vor einer schwierigen Saison. Für den neuen Trainer Michael Frontzeck zählt allein der Klassenverbleib - und dabei soll es nicht so zitterig werden wie in der Vorsaison.
Der Elfte im Elften – und doch kein Prinz Karneval: Michael Frontzeck ist vielmehr Trainer – und zwar der elfte in den vergangenen elf Jahren bei Borussia Mönchengladbach.
Die Namen einiger seiner gescheiterten Vorgänger sind ähnlich wohlklingend wie die Erfolge, die den Briefkopf des Traditionsvereins zieren. Und damit ist das Dilemma der Gladbacher grob umrissen: Die ruhmreichen Fohlen-Zeiten, als die Koteletten noch buschig waren und die Helden Hacki oder Berti hießen, liegen lange zurück. Stattdessen geht es sportlich seit nunmehr über einer Dekade beständig unbeständig auf und ab wie bei einer Raupenbahn auf der Cranger Kirmes.
Pluspunkte. Die Gladbacher haben in der vergangenen Winterpause prima Einkäufe getätigt – von denen sie auch jetzt noch profitieren: Der Brasilianer Dante, der Kanadier Paul Stalteri und vor allem der belgische Schlussmann Logan Bailly haben die Qualität der Toreverhinderungsabteilung gesteigert. In diesem Sommer wurde zudem die Schatulle mit den Goldtalern geöffnet, um Mittelstürmer Rob Friend weitere Offensiv-Partner an die Seite zu stellen: Der Argentinier Raul Marcelo Bobadilla (22) kam für vier Millionen Euro an den Niederrhein und erzielte in der Schweiz in 46 Spielen für Grashopper Zürich immerhin 26 Tore. Von RCD Mallorca kam der torgefährliche Juan Arango (29), der Kapitän der venezolanischen Nationalmannschaft.
Minuspunkte. Die Übersicht des Defensivstrategen Tomas Galasek, der seine letzten Karrieren-Grätschen im Spätfrühling im Borussiapark vollführte, wird ebenso fehlen wie die Ideen der beiden jungen Kreativen Alexander Baumjohann (Bayern München) und Marko Marin (Werder Bremen). Das Mittelfeld ist fast komplett erneuert und muss sich erst finden. Überdies wird Stammschnapper Logan Bailly (Mittelfußbruch) vorerst ausfallen. Und noch etwas: Die zweite Saison nach einem Aufstieg ist fast so wie das verflixte siebte Jahr einer Ehe: schwierig und mitunter brüchig.
Ambitionen. Die Erinnerung an die große Geschichte drückt wie ein tonnenschwerer Felsklotz. Dennoch sitzen die Verantwortlichen nicht im Wolkenkuckucksheim, sondern geben sich realistisch: Nicht so zitterig wie in der Vorsaison soll's werden.
Prognose. Gladbach übersteht auch das zweite Jahr und verbessert sich um ein Plätzchen auf Rang 14.

09:49
Immer das gleiche Horn - Der Abstiegstrainer
Mit den Mitteln in Aachen und Bielefeld wären auch andere Trainer abgestiegen. Jetzt hat MF zum ersten Mal ein sehr gutes Umfeld und finanziell gute Voraussetzungen. Sollte es bei BMG nicht klappen dann darf er zurecht Abstiegstrainer genannt werden, bis dahin sollte er sein positive Arbeit gelobt werden. Was alle nämlich vergessen ist das Arminia letzte Saison an 16 !!!! Unentschieden gescheitert ist. 1Sieg mehr hätte vermutlich gereicht.
07:45
das schwierige zweite jahr eines aufsteigers wäre für gladbach vielleicht kein problem wenn, ja wenn man nicht den abstiegstrainer nummer 1 in deutschland geholt hätte. aber vielleicht holt man ja zur winterpause nochmal en meyer um die fohlen zu retten.
18:09
Fohlen, gebt alles!! Gemeint sind auch die brasilianischen, venezuelanischen und sonstigen ...ischen! Söldner nur mit Herz willkommen: dann kann´s mit dem 5.Platz klappen (!!). Oder 15.Platz ?!? Egal: spielt schön !!
16:18
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