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19. Spieltag

Minimalisten aus Gladbach schlagen den SC Freiburg 1:0 - Herrmann trifft

03.02.2015 | 19:45 Uhr
Patrick Herrmann bejubelt sein Tor zum 1:0 für Gladbach gegen Freiburg.Foto: Getty Images

Mönchengladbach.  Im ersten Heimspiel der Rückrunde schlägt Borussia Mönchengladbach den SC Freiburg am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:0. Patrick Herrmann erzielt das Tor des Tages.

Schon nach zwei Minuten wusste Roman Bürki, dass es ein arbeitsreicher Abend für ihn werden wird. Der Torwart des SC Freiburg kam bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gar nicht in Gefahr, am kalten Geläuf des Borussia-Parks festzufrieren. Gladbach lauerte auf Freiburger Fehler, suchte immer wieder das Heil in der Flucht nach vorne, aber auch die Gäste bestätigten ihre Leistung vom Rückrundenauftakt.

Das zweite Pflichtspiel in diesem Jahr begann mit einer Überraschung in Mönchengladbach: Obwohl die Borussia schon am Freitag auf Schalke wieder gefordert ist, stellte Gladbachs Trainer Lucien Favre dieselbe Elf auf, die vor vier Tagen mit 1:0 beim VfB Stuttgart gewann. Der Schweizer, eigentlich ein großer Freund des Rotationsprinzips, ließ beispielsweise Raffael und Thorgan Hazard auf der Bank. Gäste-Trainer Christian Streich änderte sein Team gegenüber dem Sieg gegen Frankfurt auf drei Positionen. Der dreifache Torschütze Nils Petersen und Mats Möller Daehli sowie Oliver Sorg durften für Sascha Riether, Julian Schuster und den verletzten Admir Mehmedi von Beginn an ran.

Herrmann nutzte seine dritte Chance

Die Borussia legte vor 37.091 Zuschauern schnell los. Nach 120 Sekunden prüfte Patrick Herrmann Bürki aus 18 Metern. Der Schweizer Schlussmann war der Hauptdarsteller der Anfangsphase. Während der Sportclub mit riskantem Pressing beschäftigt war, schalteten die Hausherren schnell um, nutzen die sich bietenden Räume und kamen so immer wieder vor das Freiburger Tor. Max Kruse ließ den Ball in der sechsten Minuten für Branimir Hrgota abklatschen, doch der junge Schwede scheiterte nur knapp alleine vor dem Kasten. Keine Minute später konterte der Tabellendritte erneut. Bürki konnte den Schuss von Patrick Herrmann gerade noch entschärfen (7.).

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Nachdem die Gäste nach einer Viertelstunde kurz zeigten, dass sie auch eine Offensivabteilung im Gepäck hatten - der jubelnde Torjäger Petersen wurde wegen Abseits zurückgepfiffen und Gladbachs Yann Sommer klärte den Strahl von Mike Frantz (20.), nutzte Herrmann seine dritte Möglichkeit. Die Borussia kombinierte sehenswert im Mittelfeld, Hrgota flankte in den Strafraum und Herrmann nutzte den katastrophalen Patzer von Christian Günter zur Führung (22.). Nur drei Minuten später hatte Hrgota das 2:0 auf dem Fuß, doch Immanuel Höhn störte den Stürmer im entscheidenden Moment.

Freiburg hatte in Halbzeit zwei mehr vom Spiel

Der Gastgeber überließ der Streich-Elf das Heft des Handelns und wartete auf Ballverluste des Gegners. Nicht weniger riskant, denn die Breisgauer spielten mutig nach vorne und drängten kurz vor der Halbzeit auf den Ausgleich. Max Kruse, der mit seinem Torschuss in der 37. Minute an Bürki scheiterte, verlor vor dem eigenen Strafraum den Ball. Haarsträubend. Borussias Glück, dass der junge Daehli den besser postierten Petersen übersah. Der hätte Sekunden später allerdings tatsächlich für das 1:1 sorgen können, scheiterte aber an Sommer. 

Raffael
Sieg auf Schalke?

Momentan muss Raffael bei Gladbach die Spiele zum Großteil von der Bank verfolgen. Auf Schalke will der Brasilianer endlich wieder spielen.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt: Favre brachte Alvaro Dominguez für den angeschlagenen Martin Stranzl - das Bild auf dem Feld änderte sich im Vergleich zu den letzten Aktionen des ersten Abschnitts nicht. Freiburg war die Mannschaft mit dem deutlich höheren Spielanteil, Gladbach zog sich bis 25 Meter vor dem eigenen Tor zurück und ließ den Gegner anrennen. Die Gäste taten sich allerdings schwer, eine Lücke zu finden - ebenso übrigens auch die Hausherren, die kaum noch gefährlich vor das Tor von Roman Bürki kamen. In der 81. Minute vergab Kruse aus zu spitzem Winkel die größte Möglichkeit der Gladbacher, Schmidt tat es ihm nur 60 Sekunden später gleich.

So blieb es beim 1:0 für Favre und seine Elf. Borussia Mönchengladbach jubelte nach 90 Minuten über den zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel und mausert sich nach dem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart erneut dank Patrick Herrmann zu einem Minimalisten der Liga.

Herrmann trifft erneut

David Nienhaus

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http://www.derwesten.de/sport/fussball/gladbach/live-favre-will-gladbach-gegen-freiburg-zum-sieg-rotieren-id10305051.html
2015-02-03 19:45
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