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Kramer kehrt zu Bayer zurück - und hat schlechtes Gewissen

22.12.2014 | 09:58 Uhr
Kramer kehrt zu Bayer zurück - und hat schlechtes Gewissen
Wird die Gladbacher Borussia im Sommer verlassen: Christoph Kramer kehrt zurück nach Leverkusen.Foto: Imago

Essen.  Christoph Kramer spielt ab Sommer wieder für Leverkusen. Die Meldung seiner Rückkehr nutzte der Noch-Gladbacher für ein paar selbstkritische Worte.

Die Zukunft von Weltmeister Christoph Kramer ist geklärt. Der Bundesligaprofi kehrt nach zwei Jahren Ausleihe an Borussia Mönchengladbach zu seinem Stammverein Bayer Leverkusen zurück. Wie der Werksclub am Montag mitteilte, wurde der bis 2017 laufende Kontrakt mit Kramer um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2019 verlängert. "Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen in Leverkusen musste ich nicht lange zögern, meinen Vertrag dort zu verlängern. Das Gesamtpaket mit Mannschaft, Trainer und dem Verein an sich passt einfach. Ich kenne Bayer 04 seit meiner Jugend, es war immer mein Traum, es dort in den Profikader zu schaffen", begründete der 23-Jährige sein Entscheidung.

Zuvor hatte es viele Diskussionen um den zukünftigen Klub des begehrten Mittelfeldspielers gegeben. Kramer selbst erklärte bis zuletzt, dass die Entscheidung über seine Zukunft noch nicht gefallen sei. Mit dem Angebot der Vertragsverlängerung hat Bayer nun Nägel mit Köpfen gemacht. "Mit Christoph Kramers Rückkehr zu seinem Stammverein Bayer 04 Leverkusen ist unser Konzept voll aufgegangen, junge und talentierte Spieler bei anderen Clubs auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Jetzt kehrt er als Nationalspieler und Weltmeister zu uns nach Leverkusen zurück - besser hätte es für Spieler und Verein nicht laufen können", teilte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade in einer schriftlichen Erklärung mit.

Völler freut sich über Spieler mit "Top-Niveau"

Damit haben die Leverkusener eine dringliche Personalentscheidung rechtzeitig geklärt. "Mit Christoph Kramer haben wir - auch vor dem Hintergrund des bevorstehenden Karriereendes unseres Kapitäns Simon Rolfes - die Mannschaft auf einer strategisch sehr wichtigen Position im Mittelfeld auf Top-Niveau ergänzt", erklärte Sportdirektor Rudi Völler.

Stranzl
Martin Stranzl bleibt ein weiteres Jahr bei Gladbach

Der Abwehrspieler, der eigentlich nach dieser Saison die Fußballschuhe an den Nagel hängen wollte, unterschrieb einen bis Juni 2016 gültigen Vertrag.

Beim Konkurrenten in Mönchengladbach war man auf die Entscheidung vorbereitet. "Leverkusen hat uns sehr früh und sehr klar zu verstehen gegeben, dass es für sie nicht infrage kommt, dass Christoph komplett zu uns wechselt. Deshalb gab es leider keine Chance, ihn dauerhaft an uns zu binden", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl. Kramer wird die Gladbacher mit ein wenig Wehmut verlassen. "Ich bin in Mönchengladbach zum Nationalspieler geworden, dafür und für die wundervolle Zeit bin ich sehr dankbar. Jeder einzelne in Mönchengladbach kann sich darauf verlassen, dass ich in dem verbleibenden halben Jahr alles tun werde, damit der Club auch in der nächsten Saison wieder international spielt."

Kramer nutzte die Ankündigung seiner Rückkehr für selbstkritische Worte. Via Instagram entschuldigte er sich für seine in den letzten Monaten nicht immer glückliche Außendarstellung. "Ich habe nach meiner medienwirksamen Geschichte in Rio kein Interview gescheut. Zu allem Stellung bezogen! Und im Nachhinein ein bisschen naiv und zu viel drauf losgeplaudert", steht in Kramers Post. " Ich werde meine Lehren aus der Medienlandschaft und der Selbstdarstellung ziehen." (dpa)

Ich werde ab dem Sommer 2015 nach Leverkusen zurückkehren und habe meinen Vertrag dort bis 2019 verlängert. Die Gespräche waren sehr gut und ich glaube, dass das Konzept und das Gesamtpaket ideal zu meinem Spielstil passen. Mir liegt es wirklich auf dem Herzen gerade nach den letzten Wochen ein paar Sätze loszuwerden. Es wurde in 2014 viel über mich geschrieben vieles richtig, vieles falsch. Ich habe nach meiner medienwirksamen Geschichte in Rio kein Interview gescheut. Zu allem Stellung bezogen! Und im Nachhinein ein bisschen naiv und zu viel drauf losgeplaudert. Aber stets so wie ich es gefühlt habe. Für mich, bisher total unerfahren in dieser “Szene”, ist in den letzten Monaten so viel eingeprasselt. Ich wollte mich nie abgehoben oder respektlos gegenüber Menschen oder Vereinen oder sonst was äußern. Aber so wie es rüberkam habe ich selbst ein schlechtes Gewissen. Ich kann die Meldungen/Nachrichten selbst nicht mehr sehen. Desweiteren tut es mir leid, wenn jemand etwas falsch aufgefasst hat. Es war nie meine Absicht respektlos oder unsympathisch zu klingen aber im jugendlichen Leichtsinn :) lässt man sich nach so einer unfassbar rasanten Zeit, wenn man jeden Tag etwas Neues über sich liest, zu dem ein oder anderen dahingesagten nicht ernstgemeinten Spruch ohne zu überlegen hinreißen. Ich werde meine Lehren aus der Medienlandschaft und der Selbstdarstellung ziehen. Ohne meine ehrliche Art zu verlieren werde ich in Zukunft überlegter agieren,weil die Darstellung immer ein bisschen anders rüberkommen kann. Mir tut es unheimlich gut, dass jetzt Pause ist. Im Unterbewusstsein hat mich das Thema und die Diskussionen um die “Entscheidung” 2015 schon belastet. Ich freue mich auf die Rückrunde in MG und die darauf folgenden Aufgaben in Leverkusen, beiden Vereinen habe ich sehr viel zu verdanken. So viel Freude und Energie wie in 2014 hatte ich noch nie auf dem Platz - und das ist das was bei allem WIRKLICH zählt. Deswegen sage ich Danke an 2014, Danke für viel Unterstützung und viel Vertrauen.

Ein von Christoph Kramer (@chrikra23) gepostetes Foto am

 

Kommentare
24.12.2014
10:39
Kramer kehrt zu Bayer zurück - und hat schlechtes Gewissen
von Melitaman1000 | #3

Er braucht sich doch nicht entschuldigen. Er ist nocch jung und unerfahren im Umgang mit den Medien. Vollkommen traumatisiert von den...
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/gladbach/kramer-rueckkehr-nach-leverkusen-wohl-beschlossene-sache-id10169680.html
2014-12-22 09:58
Borussia Mönchengladbach,Gladbach,Christoph Kramer,Bayer 04 Leverkusen,Fußball-Bundesliga
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