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Gladbachs Ziele formuliert Eberl trotz de Jong vorsichtig

18.07.2012 | 16:12 Uhr
Gladbachs Ziele formuliert Eberl trotz de Jong vorsichtig
Top-Einkäufer der Bundesliga: Max Eberl von Borussia Mönchengladbach.Foto: Getty Images

Mönchengladbach.  Borussia Mönchengladbach hat Luuk de Jong verpflichtet - vor nicht einmal anderthalb Jahren forderten viele Gladbacher noch den Rausschmiss von Sportdirektor Max Eberl. Der warnt vor zu hohen Erwartungen.

Als Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach neben seinem Wunschstürmer Luuk de Jong Platz genommen hatte, schaute er erst einmal in den Presseraum und wunderte sich: "So voll war der noch nie, seit ich hier arbeite." Am 12. Februar 2011 hätte sich Eberl wohl kaum vorstellen können, nicht einmal anderthalb Jahre später einen 15-Millionen-Euro-Einkauf zu präsentieren. Da stand die Borussia mit nur 16 Punkten aus 22 Spielen in der Saison 2010/2011 auf dem letzten Platz der Bundesliga - und nicht wenige Gladbacher forderten Eberls Rausschmiss.

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Nun steht er mit der Borussia vor den Champions-League-Play-offs und blickt zufrieden auf seine Transferbilanz. In der Sommerpause hat Eberl mehr als 30 Millionen Euro investiert, um die Abgänge Marco Reus (Borussia Dortmund), Roman Neustädter (Schalke 04) und Dante (Bayern München) zu ersetzen. Zuerst holte Eberl Alvaro Dominguez (Atletico Madrid) für Dante, Granit Xhaka (Basel) für Neustädter sowie als Kader-Ergänzungen Peniel Mlapa (Hoffenheim) und Branimir Hrgota (Jönköping). Doch ein Ersatz für Reus fehlte zunächst. "Wir haben mit Marco Reus viele Tore verloren - und müssen nun versuchen, Tore zu finden", sagte Eberl dazu am Mittwoch. Treffen soll vor allem de Jong.

Borussia investiert mehr als 30 Millionen Euro

Und das auch schon in der Champions-League-Qualifikation. "Wir haben einen Kader stehen, der gut bestückt ist, der versuchen soll, die Champions-League-Quali zu bestehen", sagt er. Aus finanzieller Sicht muss sich Gladbach aber nicht für die Königsklasse qualifizieren. Denn obwohl Eberl so viel ausgab, fasst er die Ausgaben mit dem Wort "Augenmaß" zusammen. Gladbach reinvestierte die eingenommen Transfer-Millionen - und plante mit den Einnahmen aus der Europa-League-Gruppenphase. Für die hat sich die Borussia auf jeden Fall qualiziert - wenn sie in den Play-offs der Champions League scheitern sollte.

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In den kommenden Jahren muss die Borussia nicht jährlich ins internationale Geschäft einziehen. "Unser Ziel ist die Nachhaltigkeit der Einstelligkeit", sagte Eberl am Mittwoch und ergänzte: "Dortmund, Bayern und Schalke sind in anderen Sphären, Hoffenheim und Wolfsburg wollen da rein." Mönchengladbach käme demnach neben anderen ambitionierten Klubs wie Stuttgart, Leverkusen, Bremen und Hannover auf Platz sechs.

Stapelt Eberl tief? Immerhin sind die wichtigsten Spieler und Trainer Lucien Favre noch mindestens zwei Jahre gebunden! Nein, Eberl ist nur vorsichtig. Er weiß noch gut, wie er sich am Abend des 12. Februar 2011 fühlte. Vor nicht einmal anderthalb Jahren.

Die Gladbacher Übersicht - 27 Spieler im Profi-Kader

Tor: 1 Marc-André ter Stegen (Vertrag bis 2015), 33 Christofer Heimeroth (2014), 21 Janis Blaswich (2014)

Abwehr: 15 Alvaro Dominguez (2017), 39 Martin Stranzl (2014), 4 Roel Brouwers (2014), 24 Tony Jantschke (2014), 3 Filip Daems (2013), 17 Oscar Wendt (2014), 2 Matthias Zimmermann (2014), 28 Bamba Anderson (2014)

Mittelfeld: 34 Granit Xhaka (2015), 18 Juan Arango (2014), 7 Patrick Herrmann (2014), 16 Havard Nordtveit (2014), 14 Thorben Marx (2013), 5 Alexander Ring (2013), 27 Julian Korb (2013), 6 Tolga Cigerci (2013), 23 Yuki Otsu (2014), 8 Lukas Rupp (2014), Alexander Bieler (2015)

Sturm: 9 Luuk de Jong (2017), 22 Peniel Mlapa (2016), 31 Branimir Hrgota (2016), 10 Igor de Camargo (2014), 19 Mike Hanke (2013)

Trainer: Lucien Favre (2015)

Zu- und Abgänge der Borussia

Zugänge: Luuk de Jong (Twente Enschede), Granit Xhaka (FC Basel), Alvaro Dominguez (Atletico Madrid), Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim), Branimir Hrgota (Jönköping Södra), Anderson (war an Eintracht Frankfurt ausgeliehen), Lukas Rupp (war an SC Paderborn ausgeliehen), Alexander Bieler (eigene U23)

Abgänge: Marco Reus (Borussia Dortmund), Dante (FC Bayern München), Roman Neustädter (FC Schalke 04), Mathew Leckie (wird an FSV Frankfurt ausgeliehen), Elias Kachunga (wird an Hertha BSC Berlin ausgeliehen).

Die Gladbacher Wunschelf in der Saison 2012/2013

ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Daems - Xhaka, Nordtveit - Herrmann, Arango - Hanke, de Jong

Andreas Ernst

Kommentare
19.07.2012
12:45
Eine kleine Erfolgsstory schon...
von Stehplatz | #2

Vor anderthalb Jahren hätte keiner einen Pfifferling auf Gladbach gesetzt, Eberl wurde vor allem für das Festhalten an Frontzeck (zurecht) kritisiert...
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Gladbachs Ziele formuliert Eberl trotz de Jong vorsichtig
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2012-07-18 16:12
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