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Gladbachs Xhaka schwärmt von Arangos Weltklasse-Fuß

28.07.2012 | 23:51 Uhr
Drei Tore für Borussia Mönchengladbach: Juan Arango.Foto: imago

Bochum.  Drei Tore erzielte Juan Arango für Borussia Mönchengladbach beim 4:1 im Testspiel beim VfL Bochum. Während Trainer Lucien Favre lediglich die Entstehung des ersten Tores hervorhob, schwärmte Mittelfeldspieler Granit Xhaka: „Ich bin sprachlos, so einen Spieler in der Mannschaft zu haben.“

Eigentlich wollte Trainer Lucien Favre von Borussia Mönchengladbach nach dem Testspiel beim Zweitligisten VfL Bochum (4:1) nur noch in den Mannschaftsbus. 20 Spieler hatte er eingesetzt, einige auf ungewohnten Positionen – ein Test eben. Deshalb lag ihm auch nicht viel daran, den dreifachen Torschützen Juan Arango zu preisen. „Sehr, sehr gefährlich“ – mehr sagte Favre nicht über Arango. Er erinnerte sich lieber an das Tor zum 1:0 (6.): „Das war sehr schön vorbereitet – Überzahl, Lauf in den Rücken, guter Pass von Tolga Cigerci für Filip Daems, dann ein Rückpass, flach, Arango geht im richtigen Moment in den Strafraum, wir waren drei oder vier im Strafraum, das war nicht schlecht.“ So klingt das, wenn Favre lobt, wenn er erkennt, dass seine Spieler im Training gut mitgezogen haben.

Gladbach siegt in Bochum

Gladbacher Fans feiern Arango

Dass der 32-jährige Arango der überragende Spieler war, hatten alle 10 200 Zuschauer gesehen. Gladbachs Zugang Granit Xhaka lobte im Kabinengang: „Sein linker Fuß ist weltklasse. Ich bin sprachlos, so einen Spieler in der Mannschaft zu haben. Das muss man genießen.“ In der 38. Minute nutzte Arango einen Fehler von Bochums Torwart Andreas Luthe und schob den Ball überlegt zum 2:1 ins Tor. Fünf Minuten später traf er mit einem Freistoß aus 25 Metern Entfernung zum 3:1. „Arango, ohooo, Arango, ohoooo“, brüllten die mitgereisten Gladbacher Fans. In der zweiten Hälfte tauchte Arango etwas unter – Peniel Mlapas 4:1 (67.) bereitete er vor seiner Auswechslung (71.) noch schnell vor. In 93 Bundesligaspielen erzielte Arango bisher zwölf Tore. Dabei wird es wohl nicht bleiben, wenn er in dieser Form weiterspielt.

Der Mann mit dem Zauberfuß blieb nach dem Spiel still. „Er steht eben nicht gern im Mittelpunkt“, verriet Xhaka.

Andreas Ernst



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