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Gladbachs Xhaka „ohne Fisimatenten“ gegen Bremen

10.03.2013 | 01:56 Uhr
Granit Xhaka (r.) wusste gegen Bremen zu gefallen. Foto: Getty Images

Mönchengladbach.   Granit Xhaka war zwar nicht Dreh- und Angelpunkt des Gladbacher Spiels gegen Werder Bremen, aber der Schweizer Nationalspieler überzeugte durch Laufarbeit und Passsicherheit. Der ehrgeizige Mittelfeldspieler wusste zu gefallen und wird zur verlässlichen Alternative im defensiven Mittelfeld für Trainer Lucien Favre.

Es war die Chance, auf die Granit Xhaka gehofft - ja, um die er sogar gebeten hatte. Vor der Partie gegen Werder Bremen sagte der Schweizer Nationalspieler, er brauche mehr Einsatzzeit; zu selten habe er das Vertrauen des Trainers Lucien Favre bekommen. Gegen die kriselnden Norddeutschen durfte sich Xhaka dann tatsächlich von Beginn an zeigen und den gelb-gesperrten Thorben Marx auf der Position neben Havard Nordtveit vertreten. Keine Selbstverständlichkeit, hatte Favre doch zuletzt immer wieder andere Lösungen auf der Doppelsechs dem 20-Jährigen vorgezogen.

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Beim 1:1 gegen Werder wusste Xhaka aber zu gefallen . Mit einem klaren Auftrag ging der Mittelfeldspieler in die Partie, sollte sich vor allem an seine defensive Ausrichtung halten und im Spielaufbau die einfachen Lösungen finden. „Ich glaube, ich hatte in 90 Minuten nicht ein Fehlpass, nach dem man sagen kann, ‚es wurde gefährlich’“, freute sich der Champions-League-erfahrene Fußballer, der manchmal zu ungestüm daherkommt. „Der Trainer wollte, dass ich einfach spiele und das ist mir auch sehr gut gelungen“, erklärte Xhaka nach dem Spiel und auch von Sportdirektor Max Eberl gab es lobende Worte: „Er hat heute gespielt, weil Thorben Marx gelb-gesperrt war“, erklärte der Manager und ergänzte: „Er hat das solide und ordentlich gemacht. Ohne große Fisimatenten“ und in der Schlussphase habe er sogar noch einen sehr guten Ball auf Lukas Rupp gespielt.

Xhaka schon ein Fehleinkauf?

Trainer Favre wollte nach der Partie keinen Spieler gesondert hervorheben oder bewerten, aber er sei „nicht unzufrieden“ mit dem, was ihm Xhaka angeboten habe. „Ich wollte mich heute beweisen und das ist mir auch sehr gut gelungen“, formulierte der Youngster seine Ansprüche. Der Trainer solle sehen, „dass er auf mich setzen kann.“ Lange konnte Xhaka seine Chance nicht nutzen. Der für 8,5 Millionen Euro aus Basel gekommene Neuzugang wurde schon als Fehlinvestition abgestempelt. Nach einigen verbalen Ausrutschern besann sich Xhaka auf das Wesentliche, bot sich immer wieder im Training an und machte durch gute Arbeit auf sich aufmerksam.

Gladbach 1:1 gegen Werder

Darauf wird es auch in Zukunft ankommen. „Am Montag beginnt eine neue Woche und ich werde weiterhin hart arbeiten. Mal schauen, was der Trainer macht. Ich bin bereit, egal für wie viele Minuten – aber am liebsten von Beginn an“, so Xhaka über seine neuen Ziele. Gegen Hannover am kommenden Wochenende allerdings wird wohl Marx wieder auf die Position im Mittelfeld rücken und Xhakas Chancen auf Spielzeit werden wieder sinken.

David Nienhaus

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Gladbachs Xhaka „ohne Fisimatenten“ gegen Bremen
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2013-03-10 01:56
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