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Gladbachs Trainer Favre erwartet „eine sehr schwere Saison“

15.09.2012 | 19:30 Uhr
Kritisierte die Defensivarbeit seiner Mannschaft: Gladbachs Trainer Lucien Favre.Foto: imago

Mönchengladbach.  Lucien Favre, Trainer von Borussia Mönchengladbach, war nach dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg enttäuscht - kein Wunder, hatte seine Mannschaft doch mit 2:3 verloren. Und da überrascht es auch wenig, dass sein Nürnberger Kollege Dieter Hecking deutlich besser gelaunt war. Die Stimmen.

Lucien Favre (Trainer von Borussia Mönchengladbach): „Wir sind enttäuscht. Denn wir haben vergessen, richtig zu verteidigen. Damit meine ich vor allem die Standards, aber auch die Art und Weise, wie die Situationen zustande gekommen sind. Es war auf der anderen Seite schwer, gegen Nürnberg Tore zu erzielen. Nach dem 2:2 hätten wir etwas geduldiger spielen müssen, um vielleicht das nächste Tor zu machen, um nicht sofort das 2:3 zu kriegen. Wir müssen insgesamt auch präziser spielen. Ich habe zwar auch positive Dinge gesehen, aber wenn man den Ausgleich erzielt und trotzdem verliert, dann ist das ein Signal, dass es eine sehr schwere Saison wird. Das kann ich garantieren.“

Dieter Hecking (Trainer des 1. FC Nürnberg): „Wir haben heute ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt. Gerade in den ersten 35 Minuten haben wir fantastisch gespielt und Gladbach überhaupt nicht zur Entfaltung kommen lassen. Aus unserer Stärke, den Standardsituationen, haben wir zwei Tore gemacht. Aber auch in dieser Phase war die Spielanlage sehr okay. Gladbach hat vor der Halbzeit gezeigt, warum sie das Potenzial haben, eine gute Saison zu spielen. Da haben sie variabel gespielt und den verdienten Anschlusstreffer erzielt. Nach der Pause haben wir den Gegner zwar zunächst noch vom eigenen Tor fernhalten können, doch der Druck wurde größer. Beim Ausgleich haben wir nicht gut verteidigt. Meine Mannschaft ist aber nicht zusammen gefallen, sondern hat sich aufgerappelt und die richtige Antwort mit dem 3:2 gehabt. Das war fantastisch gemacht von Hiroshi Kiyotake. Ein super Tor. Am Ende hatten wir noch das nötige Glück, um in Gladbach zu gewinnen.“

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): „Wir haben mit der Zeit besser ins Spiel gefunden und Chancen kreiert. Ich habe schon etwas besser als in den letzten Partien gespielt. Trotzdem gibt es noch einige Dinge zu verbessern. Ich müsste vielleicht etwas aggressiver spielen und die eine oder andere Flanke noch etwas besser schlagen.“

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Gladbach verliert in verrücktem Spiel gegen Nürnberg

Zum Auftakt der englischen Wochen hat Borussia Mönchengladbach einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: Gegen den 1. FC Nürnberg unterlagen die Hausherren in einer turbulenten Begegnung mit 2:3. Nun müssen die Borussen die Niederlage schnell verdauen, denn schon am Donnerstag geht es nach Zypern.

Herrmann über das Ergebnis: „Der Nürnberger Sieg ist auf keinen Fall unverdient. Der Gegner hat schließlich drei Tore gemacht. Drei Gegentore sind eindeutig zu viel.“

Herrmann über die nächsten Wochen: „Der Rhythmus ist zwar eine riesige Belastung, aber man will immer so häufig wie möglich spielen. Wir freuen uns auf die Europa League genauso wie auf die Bundesliga.“

Herrmann über AEL Limassol, den Gegner in der Europa League: „Vom Papier her ist es der einfachste Gegner, aber sie spielen auch Europa League. Deshalb darf man sie nicht unterschätzen. Wir werden uns gut auf das Spiel vorbereiten.“

Herrmann über Luuk de Jong: „Es ist gut für ihn, dass er sein Tor gemacht hat.“

Marc-André ter Stegen (Torwart von Borussia Mönchengladbach): „Luuk de Jong hat sich heute etwas getraut. Er hat fantastische Direktabnahmen gezeigt und kann jetzt weiter befreit aufspielen.“

Gladbach verliert 2:3

Ter Stegen über die Europa League: „Die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen. International dürfen uns aber solche Fehler nicht unterlaufen.“

Luuk de Jong (Borussia Mönchengladbach): „Mein erster Schuss hätte schon ein Treffer sein können, aber der Torhüter hatte auch etwas Glück dabei. Wir haben danach, wie ich finde, aber recht gut gespielt, und ich habe auch getroffen. Nach dem 2:3 hatte ich noch die große Chance mit dem Pfostentreffer.“

De Jong über Herrmann: „Patrick hat mir gute Bälle aufgelegt und ein gutes Spiel gemacht.“

De Jong über die Gegentore: „Wir waren heute bei Standardsituationen nicht gut. Daran müssen wir arbeiten.“



Kommentare
16.09.2012
13:53
Ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt! Die Mannschaft beginnt sich zu finden!
von Borussenecho | #1

Sicherlich ist diese Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg sehr ärgerlich und bestätigt Favres Prognose, dass sich die Mannschaft noch finden muss. Gerade die Abwehr, die doch eigentlich schon als gefestigt galt, hatte einen rabenschwarzen Tag. Gerade bei den Standards fehlte die richtige Abstimmung. Daran gilt es noch zu arbeiten. Dominguez ist leider noch nicht angekommen und zeigte viele Unsicherheiten. Vielleicht sollte Favre da doch häufiger auf Roel Brouwers zurück greifen, der um einiges eingespielter in der Abwehrkette ist!
Andererseits wird die Abwehr nicht sehr oft einen solchen Tag erleben, an dem so viel falsch läuft. Dafür ist zu sehr das Prunkstück und die Bank des Borussen Spiels!
Xhaka ist auf der Position direkt hinter den Spitzen sehr gut aufgehoben und zusammen mit Herrmann und Arango kann er für viel Wirbel und Kreativität sorgen. De Jong bekommt so endlich für sein Angriffsspiel so wichtigen Flanken.
Nordveit und Cigerci sind fürs defensive Mittelfeld gesetzt.

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