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Gladbachs Sportdirektor Eberl wie Trainer Favre "erfolgsbesessen"

29.10.2012 | 00:31 Uhr
Gladbachs Sportdirektor Eberl wie Trainer Favre "erfolgsbesessen"
Gladbachs Sportdirektor MAx Eberl freute sich über den 3:2-Sieg in Hannover.Foto: imago

Hannover.   Der Arbeitstag von Max Eberl, dem Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, war lang am Sonntag. Nach dem 3:2-Sieg seiner Mannschaft bei der starken Heimmannschaft von Hannover 96 war Eberl noch in Arnd Zeiglers "Wunderbare Welt des Fußballs" im WDR zugeschaltet und sprach über den wichtigen Sieg und den Zwist mit Trainer Luvien Favre.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl über...

... das Comeback der Borussia in Hannover: Im Fußball ist es paradox, was alles möglich ist. Das zeigt, dass man sich bis zum Ende strecken muss. Nach dem 0:2 und dem Vorwissen der beiden hohen Niederlagen in Dortmund und Bremen dachten alle schon, um Gottes Willen, was passiert heute? Aber die Mannschaft hat eine überragende Reaktion gezeigt.

... über Borussias Weg in dieser Saison: Borussia Mönchengladbach bewegt sich in den vergangenen beiden Jahren in Extremen: Fast abgestiegen, in der Relegation erfolgreich. Dann Champions-League-Qualifikation und Europa League. Aber wir müssen den Weg mit Ruhe weitergehen.

... über die Wahrheit zum Streit mit Trainer Lucien Favre: Die Wahrheit ist, dass zwei Erfolgsbesessene, wenn ich das mal so sagen darf, bei der Borussia am Werke sind. Wir haben Blut geleckt und wollen den maximalen Erfolg.

... über seine vermeintliche Kritik am Trainer: Es war keine Kritik am Trainer, der natürlich nach den Abgängen von unseren Top-Spielern enttäuscht war. Die wechselten übrigens zu den besten beiden Klubs Deutschlands, was auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit ist. Unser Trainer war enttäuscht, wieder bei Null anfangen zu müssen. Ich sage, wir fangen nicht bei Null an, sondern haben eine gute Basis und müssen uns nun einer neuen Herausforderung stellen. Aber es gibt keinen Zwist. Wir wollen beide den größtmöglichen Erfolg für unseren Arbeitgeber.

aufgezeichnet von David Nienhaus


Kommentare
29.10.2012
21:51
@ Borussenecho
von ruhrgebieti | #2

Zum einen hat Eberl nicht zuletzt zahlreiche talentierte Spieler zu Gladbach geholt wie Arango, Dante oder Reus, an den niemand außer ihm noch geglaubt hat. Ich kenne auch keinen der echten oder sogenannten TV-Experten, der Eberl deswegen kritisiert, daß er untalentierte Spieler holen würde.

Er hat auch Favre geholt und zwar deswegen, weil er sich mit ihm in der Zeit von Favres Arbeitslosigkeit desöfteren mal privat über Fußball ausgetauscht hat und die beiden hier nach Eberls Ansicht gleich ticken.

Und Eberl hat auch zurecht darauf hingewiesen, daß er nicht im Geheimen eines Nachts Spieler geholt hat und Favre morgens beim Training gefragt hat, ob jemand wüßte, wer die Unbekannten in der Kabine seien. Selbstverständlich werden solche Verpflichtungen mit dem aktuellen Trainer besprochen. Ich habe mich eher über den Moment gewundert, als Favre feststellte, daß Neuzugang de Jong und de Camargo sich als Spieler zu ähnlich seien. Es wäre sein Job gewesen, das vorher zu wissen.

29.10.2012
08:49
Es liegen Welten zwischen Favre und Eberl
von Borussenecho | #1

Der erzwungene "Burgfrieden" zwischen Favre und Eberl kann nicht darüber hinweg täuschen, dass zwischen den beiden die Chemie nicht stimmt. Auf der einen Seite geballter Fußballsachverstand mit dem Hang zur Schwarzmalerei und auf der anderen ein Emporkömmling seiner Branche, der durch seine Einkaufspolitik es dem Trainer sehr schwer macht. Favres Schicksal ist es, dass er seit seinem Amtsantritt allein auf weiter Flur ist und er es bislang versäumt hat, sich Leute seines Vertrauens und Anspruchs mit ins Boot zu holen.
Favres Philosophie wird nur dann richtig aufgehen, wenn er sicht Mitstreiter seines Niveaus an seine Seite holt.

Mal sehen, wie lange der Burgfrieden halten wird, denn der schwächste Mannschaftsteil der Borussia ist augenfällig die Offensive ... und dazu hat Favre entsprechend seine Äußerungen gemacht.
Vielleicht sollte er diese Angelegenheit zur Chefsache machen, damit in dieser Hinsicht noch nachgebessert wird. Und Mapa nicht sein einziger Wunschspieler bleiben wird.

2 Antworten
@Borussenecho
von budlight | #1-1

selten so viel Quatsch in einem Beitrag gelesen.

Gladbachs Sportdirektor Eberl wie Trainer Favre
von DavidM | #1-2

also echt mal: so einen Quatsch habe ich seit der "Initiative" selten gelesen!
Favre hatte mit dem Kader, der ihm von Eberl zusammengestellt wurde, die ganzen Erfolge feiern können (oder schreibst du das dem Frontzeck zu?)
und die Spieler, die nun geholt wurden, sind von Favre zum Teil explizit gewünscht wie z.B. Xhaka oder mindestens bestätigt worden.
Eberl gibt nicht so viel Geld für Leute aus, die der Trainer nicht will. (so ein Blödsinn!)
Diese Anti- Eberl- Kommentare sind nicht nachvollziehbar.

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