Gladbachs Mut zum Risiko
18.07.2012 | 18:50 Uhr 2012-07-18T18:50:00+0200
Mit den Reus-Millionen im Rücken und unter dem Druck, die Wünsche des umworbenen Trainers zu erfüllen, ist Max Eberl in diesem Sommer auf große Einkaufstour gegangen. Und scheute dabei kein Risiko. Ein Kommentar.
Man habe „keine verrückten Sachen wollen und das auch umgesetzt“, hat Max Eberl gestern bei der Vorstellung des holländischen Neuzugangs Luuk de Jong versichert. Weil der Mann weder als ausgesprochener Spaßvogel noch als Sprücheklopfer bekannt ist, wird er es ernst gemeint haben. Dabei wollen die aktuellen Zahlen so gar nicht zu seiner Einschätzung passen: Mit Transferausgaben in Höhe von über 30 Millionen Euro hat Borussia Mönchengladbach inzwischen sogar den FC Bayern überflügelt.
Neuverpflichtungen mit Risiken behaftet
Dass Neuverpflichtungen, zumal extrem kostspielige, mit Risiken behaftet sind, versteht sich von selbst. Was der Verein an Reus, Dante und Neustädter hatte, deren Abgänge frühzeitig feststanden, wusste er. Ob die Neuen trotz allem Vorschusslorbeer tatsächlich ein „adäquater Ersatz“ , wie erste Kommentare suggerierten, wird er erst erfahren.
Lange hat es gedauert, nun ist Stürmer Luuk de Jong ein Gladbacher. Die Borussia glaubt, den richtigen Nachfolger für Marco Reus gefunden zu haben.
Einiges spricht jedoch dafür, dass der vielfach immer noch unterschätzte Gladbacher Sportdirektor, der bisher vor allem durch sein Händchen für preiswerte Talente aufgefallen war, einen guten Job gemacht hat. Unter dem Druck, den umworbenen Trainer – die vielleicht wichtigste Personalie – zu halten und mit satten Transfererlösen im Koffer war jedenfalls kein Zaudern, sondern Handeln angesagt. Und wenn nicht jetzt, da die Borussia auf einer Euphoriewelle schwimmt, wann sonst hätte der über Jahre für solides Finanzgebaren bekannte Klub Mut zum Risiko zeigen sollen?
13:30
Man musste jetzt klotzen um den Fuß möglichst in der Tür nach oben zu halten !
Nach so vielen Jahren der Enttäuschungen gab es keine andere Wahl !
Ob es funktioniert weiß man nie, aber Qualität rechnet sich zumindest auf Zeit !
Den etwa 30 Millionen Ausgaben stehen auch schließlich 25 Millionen Einnahmen
gegenüber, da es für Dante wesentlich mehr Geld gab als immer angegeben wird !
Bleiben 5 Millionen Differenz, die in normalen Jahren auch immer zur Verfügung
standen. Also, nichts passiert ! !
Jetzt muß es nur noch ähnlich laufen wie letztes Jahr, vielleicht sogar noch besser,
weil man jetzt nach ewiger Zeit wieder mal einen erfolgversprechenden Knipser
geholt hat. Alle Teile der großen Borussen-Familie muß jetzt einig an einem Strang
ziehen, damit das seit Jahrzehnten ersehnte Ziel, sich endlich wieder an der Bundesligaspitze zu etablieren, erreicht werden kann !
Dort, wo Borussia Mönchengladbach hingehört ! ! !