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Gladbachs Mike Hanke verteidigt Luuk de Jong - „Auch nur ein Mensch“

22.08.2012 | 00:44 Uhr
Bitter enttäuscht: Gladbachs Mike Hanke nach dem 1:3 gegen Kiew. „Das müssen wir jetzt erst mal verarbeiten und verdauen“, sagte der Borussen-Stürmer.Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Mönchengladbach.  Wie schon zuvor beim DFB-Pokalspiel in Aachen, fand sich Gladbachs Mike Hanke auch im Playoff-Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew auf der Bank wieder. Nach der 1:3-Niederlage verteidigte er Millionen-Einkauf Luuk de Jong, der den Ball ins eigene Tor bugsiert hatte.

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Dämpfer für Gladbach - Niederlage im Playoff-Hinspiel

Zunächst war Borussia Mönchengladbach in der 13. Minute noch durch Alexander Ring in Führung gegangen, später aber fälschte Filip Daems den Ball unhaltbar zum 1:1 ab. Am Ende fehlte die Durchschlagskraft und Neuzugang Luuk de Jong traf noch ins eigene Tor - zum 3:1-Endstand für Dynamo Kiew.

Mike Hanke, das war einfach nur ein bitterer Abend für Borussia Mönchengladbach.

Mike Hanke: Ich bin natürlich sehr enttäuscht, wie die ganze Mannschaft. Wir hatten uns das anders vorgestellt, wollten hier ohne Gegentor aus der Partie gehen und statt dessen kassieren wir im eigenen Stadion drei Treffer aus drei Torschüssen gegen Kiew. Das ist einfach sehr bitter. Das müssen wir jetzt erst mal verarbeiten und verdauen, denn das ist ein katastrophales Ergebnis für das Rückspiel.

Sehen Sie noch eine Chance im Rückspiel?

Hanke: Ich habe auch schon erlebt, dass eine Mannschaft auswärts fünf Tore schießt. Wir haben die Qualität, dass wir auch in Kiew drei Tore schießen können, denn wir haben über weite Strecken gezeigt, was wir können; letztlich haben aber einfach zu viele Chancen liegen gelassen. Wir müssen in der Ukraine volle Pulle nach vorne spielen und dürfen hinten keinen kassieren.

Können Sie sich ein bisschen in Luuk de Jong reinversetzen?

Hanke: Luuk de Jong ist doch auch nur ein Mensch. Heute waren die Augen natürlich enorm auf ihn gerichtet und ich finde, er hat gekämpft und alles gegeben. Außerdem hat jeder in der Vergangenheit gesehen, dass er Qualitäten hat. Das Eigentor ist natürlich jetzt ein gefundenes Fressen für die Medien. Er braucht jetzt das Vertrauen von der Mannschaft und dem Verein und das bekommt er. Er ist erst 23 Jahre und hat großes Potential zu entwickeln. Er wird wieder aufstehen.

Sie haben sich in Aachen und gegen Kiew auf der Bank wiedergefunden. Keine leichte Situation für Sie, oder?

Gladbach
Torschütze Ring war noch bester Gladbacher

Der finnische Nationalspieler rückte für Patrick Hermann ins Team und schoss die Borussia in der 13. Minute noch in Führung. Pechvogel war Luuk de Jong: Der Neuzugang kam kaum zum Abschluss und traf am Ende noch ins eigene Tor. Die Gladbacher in der Einzelkritik.

Hanke: Natürlich ist das eine scheiß Situation für mich. Ich habe letzte Saison fast alle Spiele gemacht und deshalb bin ich auch optimistisch, dass ich auch bald wieder spielen werden.

Ist dieses Ergebnis jetzt vielleicht ein kleiner Knacks für Sie und die Borussia?

Hanke: Gucken Sie sich doch mal Borussia Dortmund im vergangenen Jahr an: Die sind aus der Champions League geflogen und Meister geworden. Wir werden am Samstag mit großer Freude in die Bundesliga starten und Hoffenheim schlagen.

Gladbach verliert gegen Kiew

aufgezeichnet von David Nienhaus in der Mixed Zone



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