Gladbachs-Manager Eberl kontert die Kritik von Badstuber

Bundesliga  - Belek Training Camps Day 5
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Was wir bereits wissen
  • Max Eberl, Manager bei Gladbach, hat sich zur Kritik von Bayern-Abwehrspieler Holger Badstuber geäußert.
  • Der Nationalspieler hatte erklärt:  „Die Jugend von heute finde ich schon ein wenig bequem."
  • "Grundsätzlich ist Mentalität eine wichtige Aussage für Talent“, antwortete Eberl.

Mönchengladbach.. Borussia Mönchengladbachs am Knie verletzter Außenangreifer André Hahn ist in der Nacht zu Donnerstag Vater eines Sohnes geworden. „Wir sorgen für Nachwuchs“, betonte sein Cheftrainer André Schubert vor dem Bundesliga-Rückrundenstart am Samstag (18.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Ob der kleine Julien Hahn in 17 oder 18 Jahren Profi wird wie sein Papa, lässt sich natürlich noch nicht sagen.

Formcheck Das Thema Fußball-Nachwuchs war am Donnerstag im Borussia-Park allerdings nicht nur wegen des neuen Erdenbürgers aktuell. Sportdirektor Max Eberl äußerte sich zur grundsätzlichen Kritik von Bayern Münchens Nationalspieler Holger Badstuber an manch einem Nachwuchsfußballer, der sich auf dem Weg in die Bundesliga wähnt. Der 26-jährige Abwehrspieler hatte erklärt: „Die Jugend von heute finde ich schon ein wenig bequem. Manche hauen sich nicht voll rein.“ Namen nannte Badstuber nicht. Er könnte aber Gianluca Gaudino (19 Jahre/zum FC St. Gallen) oder auch den ehemaligen Gladbacher Sinan Kurt (19/zu Hertha BSC) gemeint haben, die in der Winterpause den Rekordmeister verlassen hatten. Mangels Einsatzchancen.

Für Eberl zu pauschal

Borussias Sportdirektor Eberl empfand Badstubers Kritik als zu pauschal: „Biss und Ehrgeiz muss man zwingend haben, sonst wird man doch kein Bundesliga-Profi. Grundsätzlich ist Mentalität eine wichtige Aussage für Talent.“ Eberl nannte zwei positive Beispiele aus dem Fohlen-Stall der vergangenen Jahre: Tobias Levels (jetzt FC Ingolstadt) und Johannes van den Bergh (jetzt Hertha BSC). „Beide waren in der Jugend bei uns ordentliche Fußballer. Besaßen aber dazu einen herausragenden Charakter, der sie bis in die Bundesliga getragen hat. Im Jugendbereich konnte man bei beiden rein spielerisch nämlich noch nicht sehen, ob es zur höchsten Liga reichen würde.“

Borussias Talentschmiede habe in den vergangenen Jahren, sagt Eberl, funktioniert. Dass mit Marc-André ter Stegen ein Gladbacher Junge zuletzt den Champions-League-Pokal im Dress des FC Barcelona gestemmt hat, „hat uns am Borussia-Park ganz stolz gemacht“, so Eberl.