Gladbachs leiser Abschied
20.03.2011 | 16:12 Uhr 2011-03-20T16:12:00+0100
Mönchengladbach. Für Borussia Mönchengladbach stehen die Zeichen nach dem 0:1 im Kellerduell gegen Kaiserslautern auf Abschied aus der Bundesliga. Viele machen sich inzwischen schon Gedanken darüber, wie es in der 2. Liga weitergehen soll.
Laut waren am Ende nur die Lauterer. Nach dem 0:1 (0:0) im „Abstiegs-Gipfel“ gegen die Pfälzer herrschte in den Katakomben des Borussia-Parks auf Seiten der Gastgeber zunächst weitgehend Sprachlosigkeit. Und draußen feierten die Fans des 1. FC Kaiserslautern nicht nur den Befreiungsschlag des eigenen Teams im Kampf um den Klassenerhalt, sie höhnten auch: „Gladbach, Gladbach, 2. Liga. Oh, wie ist das schön, euch nie mehr zu sehn. . .“ Schlimm: Die Borussen hatten nicht mal mehr die Kraft, richtig zu widersprechen.
„Das tut weh, sehr weh“, murmelte der angeschlagene Sportdirektor Max Eberl tonlos – und Trainer Lucien Favre passte sich in Sachen Lautstärke nahtlos an. „Natürlich sind wir enttäuscht“, sagte er ganz leise, „wir wissen, wie schwer es jetzt wird. Aber bis zum Saisonende sind noch 21 Punkte zu vergeben. Es kommen noch sieben Spiele, in denen wir uns professionell zu verhalten haben.“
Das klingt nicht mehr nach Hoffnung, das klingt nach Durchhalteparole. So, als ginge es für die einstigen Fohlen nur noch um einen ehrenhaften Abschied aus dem Oberhaus. Ein Blick auf das Restprogramm zeigt, dass die Aussichten in der Tat praktisch auf null gesunken sind. Zur nächsten Runde müssen die Borussen nach der Länderspiel-Pause am 2. April bei den Münchner Bayern antreten. Es folgen die Heimspiele gegen den 1. FC Köln (10.4.), Borussia Dortmund (23.4.) und den SC Freiburg (7.5.). Auswärts muss Mönchengladbach noch in Mainz, Hannover und zum Abschluss beim HSV ran. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt zwar nach wie vor fünf Punkte, bis zu einem Nicht-Abstiegsplatz sind es seit dem Wochenende aber bereits sechs Zähler.
Kein Wunder, wenn da viele schon über die 2. Liga nachdenken. Lucien Favre wird auch dort Gladbachs Trainer bleiben. Zu den Verträgen, die ebenfalls gültig bleiben, zählt auch jener vor Torhüter Logan Bailly. Doch darüber freuen sich viele Borussen-Fans nach dessen üblem Fehlgriff beim Eigentor gegen Kaiserslautern ganz bestimmt nicht mehr. Ob der Belgier auch bei Bayern noch das Tor hüten darf, ließ Favre erst mal offen.

01:21
#1
Das mag sein, aber dennoch ist Bailly kein wirklich Guter! Verhalten hat er sich wie ein E-Jugendtorwart, wobei man diesem jungen Keeper noch böse Unrecht täte. Wieviel Punkte hat dieser Pannenkeeper schon auf dem Gewissen und der Meisterverhinderertrainer (Hertha) Lucien Favre kramt den noch aus der Mottenkiste aus. Na ja, jeder schaufelt sich sein eigenes Grab.
15:59
Beim Torhüter scheint es privat Probleme zu geben - dies hat man möglicherweise unterschätzt ? Auch Kleinigkeiten tragen zu guten Leistungen bei .