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Gladbachs Jantschke möchte sich in der Offensive mehr einbringen

26.07.2012 | 14:53 Uhr
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Möchte die Leistungen aus der vergangenen Saison bestätigen: Tony Jantschke.Foto: Imago

Gladbach.  Tony Jantschke von Borussia Mönchengladbach spricht im Interview über Trainer Lucien Favre, seine Leistung aus der vergangenen Saison und Perspektiven bei Bundestrainer Joachim Löw. Im Trainingslager am Tegernsee freut er sich über gute Bedingungen.

Herr Jantschke, Ihr Trainer Lucien Favre hat vor kurzem den Vertrag bei Borussia Mönchengladbach verlängert. Was macht den Schweizer aus?

Tony Jantschke: Der Trainer hat eine besondere Begabung. Lucien Favre spricht sehr viel mit uns, studiert uns intensiv und spricht offen und ehrlich alle Fehler an, die wir machen. Natürlich lobt er uns auch. Es ist eine tolle Zusammenarbeit. Dass das nicht immer Spaß macht, weiß jeder. Aber der Weg zum Erfolg macht nicht immer Spaß. Der Weg ist das Ziel.

Der Weg ist also gleichzusetzen mit dem harten Trainingslager am Tegernsee. Wie machen sich die Neuzugänge auf diesem Weg?

Jantschke: Die Bedingungen hier sind optimal: Der Trainingsplatz ist wunderbar und das Wetter ist zum Glück nicht immer schlecht (lacht). Es fällt uns nicht schwer, die neuen Spieler zu integrieren. Die sind recht pflegeleicht, das ist kein Problem.

Können de Jong, Dominguez und Xahka die abgewanderten Reus, Dante und Neustädter ersetzen?

Jantschke: All die Spieler, die neu hinzugekommen sind, haben ihre Qualität. Das sieht man schon an den Summen, die in die Hand genommen wurden - sonst bezahlt man so viel Geld nicht. Den Rest wird man im Laufe der Saison sehen. Charakterlich ist jeder einzelne Spieler ein Gewinn für uns.

Sie bereiten sich nicht nur auf die Bundesliga vor, im besten Fall spielt Gladbach im September auch in der Champions League…

Gladbach am Tegernsee

Jantschke: Champions League zu spielen ist ein großer Traum von mir. Aber auch die Europa League ist sensationell - es ist toll, dass wir international spielen dürfen. Für was es dann reicht, wird man sehen. Wir sind gespannt, welchen Gegner wir zugelost bekommen. Es werden zwei intensive, schwere Spiele und alle Mannschaften, die dort spielen, haben es sich verdient und sind gut. Wir hoffen natürlich, dass wir ein Stück besser sind.

Mit einem Tony Jantschke in der Form der vergangenen Saison?

Jantschke: Klar, habe ich mir vorgenommen, die Leistung der vergangenen Saison zu bestätigen – vor allem, was ich defensiv geleistet habe, war durchaus ordentlich. Jetzt muss ich mich auch in der Offensive mehr einbinden, dort noch mehr zeigen und wenn es geht: ein paar Tore vorbereiten.

Um sich dann noch näher ins Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw und der Nationalmannschaft zu spielen.

Jantschke: Ich hatte bislang keinen Kontakt zu Joachim Löw. Aber es ist auch nicht mein Primärziel, mich für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Ich bin bei der U21 sehr gut aufgehoben und wir haben mit der Europameisterschaft in Israel ein großes Ziel vor Augen. Der Rest wird dann kommen. Oder auch nicht.

David Nienhaus

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