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Gladbachs Jantschke freut sich über "optimalen Abschluss"

15.12.2012 | 14:16 Uhr
Gladbachs Jantschke freut sich über "optimalen Abschluss"
Tony Jantschke von Borussia Mönchengladbach will Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern stoppen.Foto: Matthias Schrader / dapd

München.  Nach dem 1:1 zum Hinrunden-Abschluss beim Herbstmeister FC Bayern München sprach Rechtsverteidiger Tony Jantschke von Borussia Mönchengladbach von einem "optimalen Abschluss". Das Gegentor konnte Jantschke nicht verhindern - obwohl er noch zu einer Grätsche ansetzte.

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Gladbachs Thorben Marx erst Heilsbringer, dann Pechvogel

Der Gladbacher Thorben Marx erlebte bei Bayern München ein Wechselbad der Gefühle: Erst erzielte er per Elfmeter die Führung, dann verschuldete er mit einem katastrophalen Fehlpass den Ausgleich. Dafür gibt es in der Einzelkritik die Note 3.

Tony Jantschke verfolgt die Szene nur aus Grasnarbensicht. Der Ball klebt Xherdan Shaquiri am Fuß. Mit einer Körpertäuschung im Strafraum düpiert der Schweizer Muskelprotz Marc-André ter Stegen und der Ball zappelt im Netz. Es ist der Ausgleich für die Bayern. Nach knapp einer Stunde Kampf und Einsatz müssen sich Jantschke und seinen Nebenleuten geschlagen geben. Bis dahin spielt die Borussia in München fast fehlerfrei.

Rüffel von Gladbachs Trainer Lucien Favre

Nicht so in dieser Situation. Als Jantschke zur Grätsche ansetzt, ist es bereits zu spät. Shaqiri antizipiert den schwachen Pass von Thorben Marx an der Gladbacher Strafraumgrenze, nimmt Fahrt auf und ist nicht mehr zu stoppen. "Das war klar mein Fehler", gesteht Marx nach dem Spiel. "Wenn ich anders dahin gehe, hau ich ihn um", sagt Jantschke, der sich einen Rüffel von Trainer Lucien Favre abholte. "Tony denkt zu defensiv", prangert der Schweizer an, sein Abwehrspieler hätte mehr Platz schaffen müssen. "Wenn man am Boden liegt, ist man tot", erklärt der Fußballlehrer und meint, Jantschke hätte vielleicht nicht grätschen müssen. "Wenn ich stehen bleibe, zieht Shaqiri in vollem Tempo an mir vorbei", rechtfertigt sich Jantschke. Es sei seine letzte Chance gewesen. "Ich habe es mit der Grätsche probiert, aber der Pass war einfach nicht gut gespielt."

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Ter Stegen hält Gladbacher Punkt in München fest

Die Gladbacher hatten in München nur eine Torchance - aber die war hochkarätig: Thorben Marx traf per Elfmeter zur Führung, dem FC Bayern gelang trotz drückender Überlegenheit nur der Ausgleich gegen die Fohlen und verpassten dadurch den Rekord für die erfolgreichste Hinrunde.

Es war nur diese eine Szene, die der souveräne Spitzenreiter nutzen konnte. Die Bayern spielten richtig gut und dominierten. "Aber wir haben gut dagegen gehalten", so Jantschke.  Ein paar Schüsse und Kopfbälle nach Ecken seien schon auf das Tor von ter Stegen gegangen, aber "die Hundertprozentigen haben wir nicht zugelassen." In der zweiten Halbzeit entwickelten die Bayern enorm viel Druck und rochierten. "Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen", sagte Jantschke. Zu dritt seien die Bayern häufig über die Außen gekommen und "das war dann schwer zu verteidigen." Trotzdem schafften es die Gladbacher, den Münchener Druck die verbleibende halbe Stunde nach dem Ausgleich zu überstehen. "Wir nehmen ein Punkt mit und das ist auch ein Erfolg", freut sich der deutsche U21-Nationalspieler. Es sei ein "optimaler Abschluss" für eine zufriedenstellende Hinrunde, in der nicht alles reibungslos, aber am Ende mit 25 Punkten durchaus erfolgreich schließt.

Jantschke freut sich auf die Winterpause

In der kommenden Woche wird Favre mit Jantschke die Szene vor dem 1:1 in den verbleibenden drei Trainingseinheiten sicher noch mal durchsprechen, aber danach fährt der 22-Jährige in seine Heimat: "Die Winterpause kommt mehr als gelegen", erzählt Jantschke. 25 bis 30 Spiele in der Hinrunde seien ein strammes Programm gewesen und deshalb "bin ich froh, dass jetzt erst mal Pause ist. Wir freuen uns alle auf Weihnachten." Ein Punkt bei den Bayern war ein vorgezogenes Geschenk.

David Nienhaus



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