Gladbachs Hrgota vergibt Großchance in bester Mill-Manier

Branimir Hrgota konnte es nicht fassen. Den Ball aus zwei Metern brachte der Schwede nicht im Tor unter.
Branimir Hrgota konnte es nicht fassen. Den Ball aus zwei Metern brachte der Schwede nicht im Tor unter.
Foto: imago
Branimir Hrgota hätte nach der Halbzeit die Weichen für einen Auftaktsieg von Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart stellen können. Doch der Stürmer vergab in bester Frank-Mill-Manier.

Mönchengladbach.. Vier Kerben konnte Branimir Hrgota nach zwei Pflichtspielen in seine Bettkante ritzen. Vier Mal traf der Schwede in der noch jungen Saison schon für Borussia Mönchengladbach. Mit je zwei Treffern war der Stürmer, der Nationalspieler Max Kruse so vortrefflich in der Spitze ersetzt, maßgeblich an den Erfolgen in Homburg im DFB-Pokal (1:3) und in Sarajevo in der Europa-League-Qualifikation (2:3) beteiligt. Im ersten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga aber raufte sich Hrgota die kurzen Haare.

Hrgota hat bei Wolfsburgs Malanda abgeguckt

Der Ball wollte einfach nicht über die Linie und der 21-Jährige verdiente sich zudem die silberne „Frank-Mill-Medaille“ für die kuriosesten ausgelassenen Torchancen. Der erste Platz, ohne Frage, geht an Wolfsburgs Junior Malanda, der gegen Bayern aus 30 Zentimetern den Ball am Kasten vorbeidrückte. Hrgota stand ihm in fast nichts nach, war er doch nur knapp einen Meter vorm Tor gescheitert. „Wir hätten kurz nach der Halbzeit in Führung gehen müssen, als Branne am leeren Tor vorbeischießt“, konnte sich Manager Max Eberl ein Grinsen nicht verkneifen.

„Ich habe ein paar Torchancen, ein paar davon muss ich vielleicht machen“, resümiert der Stürmer. Zur Szene in der 49. Minute sagte er: "Da muss einfach ein Tor machen.“ Wenig später durfte er jubeln, wurde aber zurückgepfiffen. „Die Fernsehbilder bestätigen wohl, dass ich im Abseits war. Das war schade“, so Hrgota, der sich zuletzt in bestechender Form präsentierte. Dem großen Lob seines Trainer Lucien Favre ("„Branimir ist vielleicht der beste Abschlussspieler bei uns ist“) konnte er gegen Stuttgart nicht gerecht werden.

Der Musterschüler des Coaches wollte aber nicht zu sehr über seine Leistungen in den vergangenen Wochen reden. „Ich habe ein paar Tore gemacht, okay. Aber ich gucke nach vorne und was gestern war, ist egal“, erklärte der schwedische U21-Nationalspieler.

Kruse kann Hrgota Position streitig machen

Branimir Hrgota sammelt Pluspunkte in der Offensive der Borussia. Zwingend notwendig für den Youngster, denn Nationalsspieler und Stammkraft Max Kruse meldet sich langsam aber sicher zurück und wird Ansprüche stellen. Hrgota kann nur mit Kerben in seiner Bettkante dafür sorgen, dass Kruse noch länger auf sein Comeback in der Bundesliga warten muss.