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Gladbachs Bankdrücker Xhaka will "nicht weglaufen"

26.12.2012 | 13:44 Uhr
Gladbachs Bankdrücker Xhaka will "nicht weglaufen"
Bei Gladbach-Trainer Lucien Favre fristete Sommerzugang Granit Xhaka zum Ende der Hinrunde nur ein Reservistendasein.Foto: Getty

Mönchengladbach.   Granit Xhaka verbringt den Jahreswechsel mit seiner Familie im Kosovo. Dort will der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach das vergangene halbe Jahr vergessen und sich darauf besinnen, 2013 am Niederrhein hart zu arbeiten und durchzustarten. Im Interview spricht Xhaka über die hohe Ablösesumme, seine Zeit auf der Bank und Trainer Lucien Favre.

Herr Xhaka, Sie gehen als Bankdrücker in die Winterpause. Ist das nach Ihrer Erfolgszeit bei Basel ein Rückschlag für Sie?

Granit Xhaka: Das ist kein Rückschlag für mich. Mir tut das gut und ich sehe das positiv. Ich hatte zwei sehr schöne Jahre bei Basel, in denen es immer optimal lief. Die Sonne schien immer für mich. So hatte ich mir das natürlich auch in Gladbach vorgestellt. Ich habe zwar gespielt, aber konnte meine Leistung nicht hundert Prozent zeigen, weil wir auch als Mannschaft nicht so gut aufgetreten sind. Der Trainer hat reagiert und hat Spieler aus der ersten Elf genommen – unter anderem auch mich. Der Trainer ist der Chef und er entscheidet, wer spielt oder nicht. Ich arbeite intensiv und habe mich nicht hängen lassen. Ich werde auch in Zukunft hart im Training arbeiten, mich anbieten und dann 2013 hoffentlich wieder spielen.

Können Sie sich erklären, warum Sie sich nach acht Spieltagen auf der Bank wiedergefunden haben?

Xhaka: Ich habe mir vielleicht ein bisschen zu viel Druck gemacht. Ich wollte von Beginn an allen zeigen, dass ich kein Fehleinkauf bin. Vielleicht war das einer der Gründe dafür, dass ich meine Leistung nicht abrufen konnte. Und vielleicht haben die Zuschauer auch zu viel von mir erwartet. Ich bin keiner, der fünf Tore in einem Spiel macht. Aber die Leute, die mich nach Mönchengladbach geholt haben, wissen, welches Potenzial ich habe und das möchte ich bald auch zeigen.

Ist die Erwartungshaltung an Sie vielleicht auch wegen der hohen Ablösesumme, die Gladbach für Sie auf den Tisch geblättert hat, so groß?

WAZ-Redakteur David Nienhaus im Gespräch mit Granit Xhaka von Borussia MönchengladbachFoto: D. Nienhaus

Xhaka: Vielleicht für die Fans, ja. Das kann ich aber nicht sagen, weil ich nicht in die Köpfe der Fans gucken und nicht beeinflussen kann, was sie denken. Ich mache mir da überhaupt keinen Druck. Ich weiß, was ich kann und ich weiß, was ich noch lernen muss – deshalb habe ich auch den Schritt zur Borussia gemacht. Sonst hätte ich diesen Schritt nie gemacht.

Wie fällt denn Ihr Hinrunden-Fazit aus?

Xhaka: Wir haben nicht so gut angefangen und Spiele verloren, die wir nie im Leben hätten verlieren dürfen. Das waren dumme Spiele. Vor allem Zuhause haben wir viele Punkte liegen gelassen. Aber wir haben uns gefangen und noch die nötigen Punkte geholt, um auf dem achten Tabellenplatz zu überwintern. Damit können wir für diese Vorrunde zufrieden sein.

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