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Gladbachs Alvaro Dominguez will aus Fehlern lernen

22.02.2013 | 17:20 Uhr
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Ausgerechnet Gladbachs erfahrenster Spieler auf europäischer Bühne patzte: Alvaro Dominguez.Foto: Imago

Rom.  Ausgerechnet Gladbachs erfahrenster Spieler auf der europäischen Bühne patzte in der neunten Minute: Alvaro brachte Borussia Mönchengladbach im Europapokal-Rückspiel mit seinem Aussetzer bei Lazio Rom auf die Verliererstraße.

Nach der Partie schlich Alvaro Dominguez durch das Stadio Olimpico in der italienischen Hauptstadt und wollte den Abend am liebsten vergessen. Der Spanier brachte Borussia Mönchengladbach im Europapokal-Rückspiel bei Lazio Rom auf die Verliererstraße und das, mit einem katastrophalen Aussetzer. "Ich habe einen schlimmen Fehler gemacht", flüsterte Dominguez in die Mikrophone der Pressevertreter. Den Blicken wich er komplett aus.

Lernen und wachsen

Ausgerechnet Gladbachs erfahrenster Spieler auf europäischer Bühne patzte in der neunten Minute, als er sich dilettantische den Ball von Antonio Candreva abnehmen ließ und damit die schnelle Führung der Hausherren erzielte. Manchmal müsse man so einen Fehler machen, um besser zu werden, versuchte der Innenverteidiger das Positive aus der Situation zu ziehen: "Ich werde dadurch lernen und daran wachsen." So etwas werde ihm "sicherlich nicht noch mal passieren."

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Ähnlich wie bei Granit Xhaka, der den spielentscheidenden Fehler bei der 0:1-Pleite der Borussia beim Hamburger SV machte, stellte sich die Mannschaft auch vor Dominguez. Er mache so einen Fehler nicht extra, sagte Gladbachs Schlussmann Marc-André ter Stegen über seinen Vordermann und Patrick Herrmann ergänzte: "Wir gewinnen und wir verlieren zusammen." Niemand sei "Alvaro böse." Außerdem sei es zu einfach, "ihm alleine die Schuld zu geben", erklärte ter Stegen, "dafür haben wir einfach viel zu wenig nach vorne gemacht", so der Torwart.

"Extrem ärgerlich"

"Extrem ärgerlich" sei das 1:0 trotzdem gewesen, sagte Herrmann, "das war schon ein riesiger Rückschlag". Nach dem 2:0 sei es schließlich "enorm schwer" in Rom noch zu gewinnen. "Vielleicht haben uns die Fehler den Mut gekostet", versuchte ter Stegen die insgesamt schwache Vorstellung zu erklären . Denn Gladbach erholte sich nie von dem frühen Gegentor. "Wir haben an den Fehlern zu knabbern gehabt", erklärte Borussias Sportdirektor Max Eberl und ergänzte: Das habe man das komplette Spiel über gemerkt. "Wir haben uns den großen Kampf selber beraubt - durch die individuellen Fehler und die Verunsicherung."

Das man beim Vierten der italienischen Liga ausscheidet, sei "keine Schande", tröste Eberl sich und die Spieler. Nur die Art und Weise könne man kritisieren. Aber man müsse "im Fußball immer nach vorne schauen" (Herrmann), außerdem haben "wir nicht viel Zeit, darüber nachzudenken", blickte Youngster Amin Younes schon auf die Partie am Sonntag. "Wir müssen umschalten", denn der Bundesliga-Spielplan schickt mit Borussia Dortmund das nächste Großkaliber nach Mönchengladbach. "Eine Herkules-Aufgabe" (Eberl), aus der auch Alvaro Dominguez nur weiter dazulernen kann.

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David Nienhaus

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