Gladbach übersteht Bayer-Torschusstraining mit Punktgewinn
23.09.2012 | 18:54 Uhr 2012-09-23T18:54:53+0200
Leverkusen. Zwei unzufriedene Mannschaften verließen am Sonntag den Rasen. Bayer Leverkusen ließ beim 1:1 (1:1) gegen Borussia Mönchengladbach viele Chancen liegen, die Gladbacher spielten schlecht. "Das war zu wenig", resümierte Sportdirektor Max Eberl.
Es war das Duell der Unzufriedenen, der Kaltstarter in Leverkusen. Bayer Leverkusen war ebenso durchwachsen in die Saison gestartet, wie der rheinische Rivale Borussia Mönchengladbach. In der Bundesliga und auch im Europapokal waren beide Mannschaften bislang hinter ihren Erwartungen, hinter ihren Hoffnungen zurückgeblieben. Und irgendwie war es nicht verwunderlich, dass auch nach 90 Minuten zwei unzufriedene Mannschaften den Rasen verließen. Das Spiel endete 1:1 (1:1) .
Borussia Mönchengladbach holte einen Punkt im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen. Bester Gladbacher beim 1:1 (1:1) war Torwart Marc-André ter Stegen, der seine Mannschaft mit etlichen Paraden vor einem Rückstand bewahrte. In unserer Einzelkritik gibt das die Note 2.
Dabei sollte Bayer Leverkusen für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gerade recht kommen. Die Werkself war auf dem Papier statistisch gesehen so etwas wie ein Aufbaugegner, mindestens aber war Gladbach eine Art Angstgegner für Leverkusen.
Patrick Herrmann brachte Gladbach in Führung
Und auch die Anfangsviertelstunde hielt, was die Statistik vor der Partie versprach: die 27 640 Zuschauer in der nicht ausverkauften BayArena durften auf eine torreiche Begegnung hoffen. Allerdings folgte auf hektische zwölf Minuten nur ein Kampf- und Krampfspiel, das die Gastgeber in der ersten Halbzeit bestimmten und im zweiten Abschnitt gar dominierten.
Allerdings erwischten die Gäste vom Niederrhein den besseren Start in die Partie. Der beim Spiel auf Zypern geschonte Juan Arango schickte mit einem Traumpass Patrick Herrmann auf die weite Reise. Der U21-Nationalspieler nutzte die Abstimmungsprobleme in der Bayer-Hintermannschaft zur frühen Führung (3.). Es war ein bisschen vom spektakulären Tempofußball der vergangenen Saison. "Das spielte uns genau in die Karten", erklärte Sportdirektor Max Eberl und ärgerte sich: "Trotzdem geben wir das Spiel aber wieder aus unserer Hand."
Mit viel Glück holte Borussia Mönchengladbach bei Bayer Leverkusen einen Punkt. Die Leverkusener waren beim 1:1 (1:1) die überlegene Mannschaft. André Schürrle schoss einen Handelfmeter an den Pfosten.
Und wie. De Hausherren waren nur kurz geschockt. Über starkes Zweikampfverhalten und schnelles Umschaltspiel fand die Mannschaft vom Trainer-Duo Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski zurück in die Partie und setzte die wieder neu aufgestellte Innenverteidigung der Borussia stetig unter Druck. Stefan Reinartz konnte fast unbehindert Michal Kadlec am linken Strafraumeck bedienen und der Tscheche hämmerte den Ball unhaltbar für Marc-André ter Stegen in die Maschen (12.).
Leverkusen ließ etliche Großchancen liegen
"Das war zu einfach", bewertete Eberl den Ausgleichstreffer und ähnlich einfach kreierten die Hausherren Chancen im Minutentakt. Die Gladbacher hatten Probleme, die Abstände und Laufwege passten überhaupt nicht zusammen; von Automatismen konnte man gar nicht sprechen. "Wir haben Müll gespielt", fand Granit Xhaka deutliche Worte, "das war kein Fußball."
Leverkusen spielte Fußball, nutze das stetige Tohuwabohu in der Gladbacher Hintermanschaft aber nicht aus und ließ etliche Großchancen liegen: Lars Bender (64.), Stefan Kießling (65., 89.), und André Schürrle, der einen berechtigten Handelfmeter an den Außenpfosten setze, verpassten es, die Zeichen auf Sieg für die Gastgeber zu setzen.
"Wir können mit dem Punktgewinn deutlich zufriedener sein als Leverkusen", gab ter Stegen zu Protokoll. 31 zu fünf Torschüsse für Bayer unterstrichen seine Aussage. Wirklich glücklich wirkte er damit aber trotzdem nicht. "So etwas geht nicht immer gut", ergänzte Eberl. Gegen den Hamburger SV am kommenden Mittwoch kommt ein wiedererstarkter Gegner in den Borussia-Park. Die sind nach dem Sieg gegen Meister Borussia Dortmund äußerst zufrieden.
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