Gladbach-Stürmer Kruse beklagt fehlende Cleverness

Hand! Gladbach-Stürmer Max Kruse stand bei der strittigen Szene im Fokus.
Hand! Gladbach-Stürmer Max Kruse stand bei der strittigen Szene im Fokus.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Borussia Mönchengladbachs Nationalstürmer Max Kruse hadert mit der vertanen Chance, in der Europa League ins Achtelfinale einzuziehen.

Mönchengladbach.. Herr Kruse, es war keine magische Nacht, wie es Ihr Präsident Rolf Königs gefordert hatte. Aber es war eine spektakuläre Nacht.

Max Kruse: Es war leider Spektakel, das nicht zu unseren Gunsten ausgegangen ist. Das ist das, was unterm Strich steht. Wie das letztlich zustande gekommen ist, interessiert ab morgen schon keinen mehr.

Aber heute interessiert es noch. Zum Beispiel ist die Situation mit dem nicht gegebenen Handelfmeter interessant.

Kruse: Es gab viele unglückliche Szenen in der Partie. Allen voran die Szene, die eigentlich zum klaren Elfmeter führt. Das war bitter für uns, weil der Spieler Rot gesehen hätte und wir 3:2 in Führung gegangen wären; dann gewinnen wir das Spiel sicherlich auch 4:2. So mussten wir uns zusammenraufen und es war nach dem Platzverweis sehr, sehr schwierig. Aber auch da hatten wir noch einen Pfostenschuss.

Sie haben dem Titelverteidiger einen großen Kampf geliefert. Was hat für das Weiterkommen gefehlt.

Kruse: Was die Cleverness angeht, müssen wir noch viel dazulernen. Ich glaube, dass Sevilla von Anfang an darauf aus war, weiterzukommen – egal mit welchen Mitteln. Das ist ihnen dann auch in der Form gelungen.

Ihr Mitspieler Christoph Kramer beklagt fehlendes Fairplay.

Kruse: Wenn der Gegner bei jeder Aktion auf dem Boden liegen bleibst, ist es für uns sehr schwierig und wenn sich der Schiedsrichter davon beeinflussen lässt, ist es umso bitterer.

Wie groß ist die Enttäuschung nach dem Scheitern in der Europa League?

Kruse: Die ist schon groß, weil wir heute auch hätten weiterkommen können. Ich glaube, man konnte sehen, dass wir alles dafür getan haben, um weiterzukommen – mit einem fantastischen Publikum und einer Mannschaft, die Leidenschaft und Wille auf den Platz gebracht hat. Aber wir haben einfach unnötige Gegentore bekommen; das darf man bei aller Euphorie nicht vergessen. Gladbach

Ist es schwierig, den Fokus jetzt direkt auf den Sonntag und das Spiel gegen Paderborn zu legen?

Kruse: Es wird nicht schwierig umzuschalten, weil wir jetzt in der Bundesliga unsere Punkte holen müssen. Außerdem wollen wir im DFB-Pokal eine Runde weiterkommen. Das sind zwei Wettbewerbe, in denen wir viel erreichen können. Das Ausscheiden ist heute noch bitter. Aber ab morgen liegt der Fokus auf Paderborn. Wir wissen, dass wir nach Europapokalspielen noch keine Partie gewonnen haben. Unser Anspruch muss sein, dass wir zuhause Paderborn schlagen.