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Gladbach-Stürmer Hrgota nimmt Verletzung ganz cool hin

18.07.2014 | 19:42 Uhr
Branimir Hrgota hat sein Lachen trotz einer ärgerlichen Verletzung nicht verloren. Foto: David Nienhaus

Rottach-Egern.   Ohne Fremdeinwirkung knickte Branimir Hrgota nach dem Testspielsieg gegen den TSV 1860 München um. Seinen Humor lässt er sich durch die Verletzung trotzdem nicht nehmen. Er will sich bald der großen Konkurrenz bei Borussia Mönchengladbach stellen.

Branimir Hrgota ist der Pechvogel von Borussia Mönchengladbach. Nach dem erfolgreichen Testspiel gegen den TSV 1860 München knickte der junge Schwede beim Gang in die Kabine an einer Treppe um. Auch wenn er sich nichts anmerken ließ - "ich wollte hart sein, weil ihr alle geguckt habt", lacht Hrgota - die Folge ist bitter: ein Kapsel- und Außenbandriss im linken Sprunggelenk und drei bis vier Wochen Pause für den Angreifer. Seine positive Einstellung hat der 21-Jährige dennoch nicht verloren. Und das, obwohl die Konkurrenz in der Abteilung Attacke beim Bundesligisten enorm ist.

"Ich habe ein gutes Spiel gemacht und dann kommt diese scheiß Treppe", ärgert sich Hrgota über die Situation nach dem 3:2-Sieg in Heimstetten . Hrgota traf doppelt. "Was soll's?", zuckt er die Schultern. Für eine Verletzung gebe es keinen guten Zeitpunkt, aber "lieber jetzt, als in der Mitte der Saison, wo ich wichtige Spiele verpassen würde", sagt der Stürmer. Jetzt müsse er noch mehr um seinen Platz kämpfen. Der Plan ist, richtig Gas zu geben, wenn er zurückkommt. Hrgota streitet sich in der vorderen Linie der Borussia mit André Hahn, Thorgan Hazard, Raffael, Ibrahima Traoré, Max Kruse und Patrick Herrmann um einen von vier Plätzen.

Treppen will Hrgota demnächst mit Vorsicht genießen

Der Schwede mit den bosnischen Wurzeln fürchtet keine Konkurrenz. Nicht mal, wenn die Borussia noch mal in der Offensive nachbessern sollte. "Ich mach mein Ding", sagt er mit der Coolness eines Udo Lindenbergs. Er wolle auch in dieser Saison weiter an sich arbeiten und "besser und besser werden". Natürlich hätte er schon in der vergangenen Saison gerne mehr gespielt, aber der Trainer treffe die Entscheidung. Der Trainer ist Lucien Favre und er mag seinen Schützling. "Er spricht immer mit mir und erzählt mir, was ich verbessern muss". Was das ist, wollte der Serienjunkie aber nicht verraten. "Etwas cooler vorm Tor" wolle er werden und erinnert an den "alten Ronaldo, von dem ich mir viel abgeguckt habe, als ich jung war", auch Zlatan Ibrahimovic sei ein cooler Typ.

So exzentrisch wir "Gott Zlatan" ist Hrgota nicht. Ganz im Gegenteil. Der Offensivmann redet ruhig und sachlich und gibt sich bescheiden. Nicht ohne ein gewisses Selbstvertrauen. So sagt Hrgota, jeder Spieler habe seine Chancen in der Mannschaft. "Ich glaube, ich habe meine Qualität. Ich bin schnell, gut vor dem Tor und technisch gut", beschreibt sich der U21-Nationalspieler. Verrückt sei er nur auf dem Platz:  "Man muss immer etwas machen, was der Abwehrspieler nicht erwartet", lacht das Schlitzohr, dass in Panenka-Manier einen Strafstoß ins Tor lupfte. 

Tag vier am Tegernsee für Gladbach

 

Bis er Ähnliches für Gladbach wieder machen kann, werden sicherlich ein paar Monate ins Land ziehen.  Ein Risiko wolle er nicht eingehen, aber trotzdem so schnell wie möglich zurückkommen. An eine Operation denke er nicht. "Das gibt es in Schweden nicht", lacht Hrgota. In zwei, drei Tagen will er wieder versuchen, mit dem Laufen einzusteigen. Treppen wird er dann meiden. Oder wenigstens mit Vorsicht genießen.

David Nienhaus

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Gladbach-Stürmer Hrgota nimmt Verletzung ganz cool hin
Gladbach-Stürmer Hrgota nimmt Verletzung ganz cool hin
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2014-07-18 19:42
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