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Gladbach startet gegen Hoffenheim mit Nullnummer in die Rückrunde

19.01.2013 | 17:26 Uhr
Gladbach und Hoffenheim trennten sich zum Rückrundenauftakt 0:0.Foto: dapd

Sinsheim.  Borussia Mönchengladbach ist mit einer Nullnummer in die Bundesliga-Rückrunde gestartet. Das Team von Trainer Lucien Favre trennte sich 0:0 von der TSG 1899 Hoffenheim. Die Fohlen blieben damit im achten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen.

Nach einer kurzen Winterpause und nicht mal drei Wochen Vorbereitung rollt der Ball wieder in der Bundesliga - auch in der Schneelandschaft von Sinsheim, wo sich die TSG Hoffenheim und Borussia Mönchengladbach gegenüber standen. Wer sich im Vorfeld der Partie aber auf einen heißen Tanz mit vielen Toren freute, wurde im Gefrierschrank Hoffenheim enttäuscht. Gladbach konnte beim 0:0 seine schlechte Bilanz bei der TSG nur punktuell verbessern.

Hoffenheim erarbeitete sich gegen Gladbach gute Offensivszenen

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Verlässt de Camargo Borussia Mönchengladbach noch im Winter?

Igor de Camargo ist unzufrieden mit seiner Situation in Mönchengladbach und hat nach einem Gespräch mit Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Max Eberl die Freigabe erhalten. Der Angreifer könnte die Gladbacher sogar schon im Winter verlassen, wenn ein gutes Angebot für den Stürmer kommen würde.

Sowohl bei Hoffenheim, als auch bei Borussia Mönchengladbach gab es in der spielfreien Zeit ein paar Personalentscheidungen. Während bei der Mannschaft von Trainer Lucien Favre Igor de Camargo auf Vereinssuche gehen kann , wurde bei den Gastgebern der ehemalige Nationaltorwart Tim Wiese vom Kapitänsamt freigesprochen. Trotzdem spielte der Ex-Bremer zum Rückrundenauftakt. Favre musste in der Innenverteidigung den erkälteten Martin Stranzl mit Roel Brouwers ersetzen und ließ im Sturm Luuk de Jong für Mike Hanke spielen. Oscar Wendt erhielt den Vorzug vor Kapitän Filip Daems links in der Viererkette und Tolga Cigerci durfte, wie am letzten Spieltag der Hinserie in München, als offenisver Ballvorträger agieren - von Kreativität war dabei allerdings nichts zu spüren.

Im Gegenteil. Marco Kurz, der es als dritter Trainer in dieser Saison bei der TSG versucht , hatte es geschafft, die wichtigen Schrauben in der Defensive anzuziehen und die Schießbude der Liga - mit 41 Gegentoren - zu stabilisieren. Die Hausherren standen hinten kompakt und erarbeiten sich dank einiger Gladbacher Fehlpässe im Mittelfeld und einem starken Brasilianer Firminho gute Szenen in der Offensive. Sein Schuss aus 25 Metern (20.) war in einer insgesamt aber an Höhepunkten armen Partie die größte Möglichkeit. Borussias Schlussmann Marc-André ter Stegen, der immer wieder mit spanischen Top-Klubs in Verbindung gebracht wird, musste sich enorm strecken.

Gladbach-Trainer Favre schon zur Halbzeit unzufrieden

Luuk de Jong blieb gegen Hoffenheim im Sturm zu harmlos.Foto: dpa

Nach einer halben Stunde akklimatisierten sich die Gäste vom Niederrhein und spielten ihre Angriffsbemühungen konsequenter zu Ende. Juan Arango schnibbelte einen Freistoß in die Arme von Wiese (30.), immerhin der erste Torschuss für seine Mannschaft, und auch Patrick Herrmann, der wieder als hängende Spitze spielte, kam besser in die Partie. Bei seiner Hereingabe von rechts fehlten Torjäger de Jong allerdings ein paar Zentimeter Körpergröße. In der 37. Minute hatte Thorben Marx die größte Chance für die Favre-Elf im Abschnitt eins, als er mit einer Finte seinen Gegenspieler täuschte und aus 19 Metern abziehen konnte - ohne Erfolg. Torlos endete ein schwacher erster Durchgang und Favre war sicherlich alles andere als zufrieden mit dem Gesehenen.

Die Kabinenwärme tat den Borussen offensichtlich gut, denn Gladbach kam frischer aus der Kabine und spielte sich tatsächlich Torchancen heraus. Cigerci versuchte es zwei Mal aus der Distanz (56., 63. ) und de Jong nahm einen Steilpass von Arango im Strafraum direkt an und zog den Ball nur knapp über den Kasten von Wiese (60.). Die größte Chance hatte allerdings Brouwers nach einem Eckball, als er aus sechs Metern das Tor nur um Haaresbreite verfehlte (70.).

Hoffenheim verpasste kurz vor Spielende den Siegtreffer

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Nein zu Bayern - Ohne BVB-Offerte wäre Reus noch Gladbacher

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl plauderte am Donnerstag Abend bei einer Veranstaltung aus dem Nähkasten und erzählte, dass Marco Reus die Gladbacher nicht in Richtung Bayern verlassen hätte. Als der BVB aber anklopfte, hatte "ich keine Chance mehr", so der Manager.

Die Hausherren, die offensiv nicht mehr den Druck der ersten Hälfte entwickeln konnten, versuchten es mit unfairen Mitteln. Der Japaner Takashi Usami ließ sich unsportlich im Zweikampf mit ter Stegen fallen und wollte einen Strafstoß provozieren. Der deutsche Nationaltorwart reagierte ungehalten und knöpfte sich den Hoffenheimer, der Gelb für die Schwalbe sah vor. Kurz nach dieser Aktion machte sich das Adrenalin bei dem Gladbacher Keeper bezahlt, als er einen Schuss von Tobias Weiß glänzend parierte (76.).  

Es war der Weckruf für die Mannschaft von Marco Kurz, die darauf hin das Spiel wieder an sich rissen. Der gerade eingewechselte Joselu hätte das Spiel für seine Farben kurz vor Schluss entscheiden können, doch sein Drehschuss aus elf Metern im Gladbacher Durcheinander kullerte nur Zentimeter am Kasten der Fohlenelf vorbei. So bleib es beim 0:0-Unentschieden und auch im fünften Versuch kann die Borussia in Hoffenheim nicht gewinnen , nimmt aber immerhin einen Punkt mit nach Hause.

Gladbach startet mit Nullnummer

 

David Nienhaus



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