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Gladbach spielt gegen Dynamo Kiew um Champions-League-Millionen

20.08.2012 | 17:21 Uhr
Die klare Ansage der Fohlen-Fans: Gladbach soll in die Champions League.Foto: dapd

Mönchengladbach.  Während Borussia Mönchengladbach die Generalprobe vor dem ersten Europapokalabend seit 16 Jahren bei Alemannia Aachen gelang, ließ Gegner Dynamo Kiew gegen einen Underdog Federn. Trotzdem gehen die Ukrainer als Favorit in die Partie am Dienstag und Gladbachs Trainer Lucien Favre warnt seine Mannschaft.

Wie viel Geld die Champions League in die Kassen von Borussia Mönchengladbach spülen würde im Vergleich zu einem Auftritt in der nicht ganz so lukrativen Europa League, wollte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl am Samstagabend im ZDF-Sportstudio nicht sagen. Er wisse es nicht mal genau, lächelte er in die Kamera und man nahm ihm das fast ab. "Wir versuchen, den Stellenwert, den wir uns erarbeitet haben, zu untermauern. Wirtschaftlich wäre der Einzug in die Gruppenphase hoch lukrativ, ist aber kein Muss", ergänzte der Manager sachlich.

Gladbach-Trainer Favre war mit Aachen-Spiel nicht zufrieden

Ähnlich sachlich erledigte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre ein paar Stunden vor Eberls Gastspiel auf dem Mainzer Lerchenberg die Aufgabe im Pokal beim Drittligisten Alemannia Aachen. Bei der Hitzeschlacht auf dem neuen Tivoli machten die Fohlen nicht mehr als nötig und Favre war damit nicht wirklich zufrieden. Zu selten sei der finale Pass gelungen, zu gering sei die Durchschlagskraft seines Teams gewesen, bemängelte der Schweizer nach der Partie.

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Die Gladbach-Spieler im Formcheck vor dem Saisonstart

Nach der starken Saison mit Platz vier in der Bundesliga hat es bei Borussia Mönchengladbach einen Umbruch gegeben. Das Rennen um die Stammplätze läuft seit Anfang Juli. Welche Zugänge kommen direkt zum Einsatz? Wie werden die Abgänge kompensiert? Borussia Mönchengladbach im Formcheck.

"Bei der Abstimmung fehlte nicht so viel", entgegnete Borussias neuer Mittelfeldspieler Granit Xhaka, "manchmal ist es nur ein halber Zentimeter, der fehlt. Was gegen Aachen noch nicht geklappt hat, soll dann gegen Kiew am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF, Sky und im DerWesten-Ticker) besser werden, hofft der defensive Mittelfeldspieler, der in Aachen einer von drei Neuen in Gladbachs Mannschaft war.

Mit dieser neuen Achse Xhaka, Alvaro Dominguez im Abwehrzentrum und Luuk de Jong in der Spitze soll es auch gegen Kiew klappen. "Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen", erklärte allerdings auch Abwehrspieler Martin Stranzl. "Es fehlen noch hier und da die Mechanismen. Wir haben nicht viel Zeit, daran zu arbeiten, denn am Dienstag wartet schon wieder das nächste schwere Spiel auf uns." Vier, fünf Spieltage würde normalerweise die Feinjustierung in einem Team dauern. Zeit, die Borussia Mönchengladbach nicht hat.

Dynamo Kiew ist "eine starke Mannschaft mit viel Kreativität"

Denn viel Zeit zu trainieren, blieb Lucien Favre und seiner Mannschaft bis Dienstag nicht mehr. Und selbst danach wird es schwierig mit dem Training, "uns erwarten jetzt definitiv zwölf Englische Wochen." (Favre)  Vor dem ersten Auftritt im Europapokal seit 16 Jahren, steht für die Profis vom Niederrhein Regeneration und Erholung an oberster Stelle. "Wenn wir uns zwei Stunden auf den Trainingsplatz stellen, ist die Mannschaft am Dienstag tot", so der 54-Jährige. Deshalb würde nur "ein bisschen trainiert" und ansonsten der Gegner analysiert.

Noch nach der heißen Partie in Aachen machte sich der Gladbach-Tross auf zum Borussia-Park, um die Niederlage Kiews gegen Worskla Poltawa zu besprechen . Trotzdem ist "das eine technisch starke Mannschaft mit viel Kreativität", erklärte der Borussen-Coach. Bei Dynamos Meisterschaftsspiel habe der Bundesligavierte der vergangenen Saison gesehen, dass Kiew zu schlagen ist. Auch wenn der ukrainische Vizemeister einige seiner Stars geschont hat.

Gladbach siegt in Aachen

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Kommentare
21.08.2012
15:24
McThai #4
von renibert | #5

Spaß mit ß nach Dehnungsvokal. Schreiben Sie überall nur Negatives hinein?

21.08.2012
13:39
Gladbach spielt gegen Dynamo Kiew um Champions-League-Millionen
von McThai | #4

Viel Spass dann in der Europa Liga , dass werden leider zwei Niederlagen.

21.08.2012
13:21
Gladbach spielt gegen Dynamo Kiew um Champions-League-Millionen
von LudwigII | #3

Da kann man ja nur hoffen, daß die kleine Borussia sich nicht so vorführen lässt, wie der Namensbruder aus Dortmund. Ich glaube nicht an ein Weiterkommen gegen diesen schweren Gegner. Da Dortmund mit Reus den wichtigsten Spieler weggekauft hat, wird die kleine Borussia auch in der Liga wohl keine Bäume mehr ausreissen.
Königliche Grüße

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3-1

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21.08.2012
12:16
Gladbach spielt gegen Dynamo Kiew um Champions-League-Millionen
von VfL-Torpedo | #2

Kann mir mal jemand erklären, warum die WAZ, also die Zeitung des Ruhrgebiets hier einen Verein aus dem Rheinland, der gar nicht im Verbreitungsgebiet der Zeitung liegt, "adoptiert". Ich beziehe mich dabei gar nicht nur auf diesen Bericht. Aus irgendwelchen (monetären ?) Gründen scheint die WAZ zu glauben, dass man MG eingemeinden muss. Und so gestaltetet sie sich als Fohlen-Presseorgan. Warum ? Nun könnte mir das als VfL-Anhänger ja egal sein. Fakt ist doch aber, dass das zu Lasten der Vereine im eigentlichen Revier wie dem VfL sowie MSV geht, die halt nur Zweitligisten sind, und damit scheinbar weniger interessant sind. Mit den Geplapper von wegen, dass Ihnen der VfL genauso am Herzen liegt brauchen Sie mir gar nicht erst zu kommen. Sie verlagern Ressourcen vom VfL weg zu scheinbar lukrativeren Vereinen auch wenn diese mit dem Revier nichts zu tun haben. Und das zählt für mich.

21.08.2012
11:06
Gladbach spielt gegen Dynamo Kiew um Champions-League-Millionen
von renibert | #1

Bin Borusse aus Dortmund. Wünsche den Gladbachern ein Ergebnis heute, dass sie im Hexenkessel von Kiew im Rückspiel dann alles klar machen können für die Gruppenphase der CL.
MG war und ist immer ein sympathischer Verein. Auch wenn wir schon mal 12:0 unter Rehagel auf dem Bökelberg verloren haben; das waren damals noch Zeiten; spielerisch erheblich besser als die Bayern damals.

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