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Gladbach reist optimistisch zum ersten Endspiel in Marseille

07.11.2012 | 13:20 Uhr
Gladbachs Tony Jantschke (l.) und Marseilles Morgan Amalfitano kämpfen im Hinspiel um den Ball.Foto: dapd

Mönchengladbach/Marseille.  Borussia Mönchengladbach sucht in der laufenden Saison noch nach Konstanz, zuletzt gab es in der Europa League gegen Olympique Marseille aber eine starke Leistung zu sehen. Das soll nun auch im Rückspiel gelingen - allerdings ohne Kapitän Filip Daems, der verletzt fehlen wird.

Alvaro Dominguez kennt sich aus. Ein Geheimrezept hat der Spanier zwar nicht, zumindest aber einen Plan. "Das Wichtigste wird sein, dass wir intelligent spielen. Wir dürfen keine einfachen Fehler machen, sehr konzentriert spielen und physisch stark auftreten", sagte Dominguez. Nur so könne man drei Punkte holen. Drei Punkte für das Überwintern in der Europa League: Für Borussia Mönchengladbach (4 Punkte) wäre ein Sieg am Donnerstag bei Olympique Marseille (4) vor den abschließenden Spielen gegen AEL Limassol (1) und bei Fenerbahce Istanbul (7) fast schon die halbe Miete.

Der Optimismus flog deshalb auch mit, als die Gladbacher Chartermaschine am Mittwoch aus Köln Richtung Marseille abhob. Denn Dominguez kennt sich mit Endspielen aus. Mit Atletico Madrid gewann der spanische Nationalspieler zweimal die Europa League. Aber auch der 2:0-Sieg im Hinspiel brachte nicht nur wichtige Erkenntnisse für die Reise nach Südfrankreich, sondern spielt Gladbach zudem in die Karten. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, steht "OM" unter Druck und muss kommen. Und der Tabellenzweite kommt zumindest mit Rückenwind. In der Ligue 1 gab es am Wochenende einen 2:0-Erfolg beim AC Ajaccio.

Ohne Daems nach Marseille

Und etwas gutzumachen haben sie nach der blassen Vorstellung in Mönchengladbach auch. "Ich vermute, dass Marseille anfangs viel Gas geben wird, weil sie das Heimspiel unbedingt gewinnen wollen. Ich hoffe, dass wir das nutzen können, um den einen oder anderen Konter zu setzen", gab Kapitän Filip Daems seiner Mannschaft mit auf den Weg. Der Belgier trat die Reise wegen einer Bauchmuskelzerrung nämlich gar nicht erst an. Grundsätzlich sei man aber auf dem richtigen Weg, sagte der 34-Jährige.

Der Weg in dieser Saison war für die Borussia bisher genauso lang wie beschwerlich und holprig. Der Auftritt in Marseille ist bereits das 18. Pflichtspiel, bis Weihnachten werden noch einmal neun weitere dazu kommen. Nach der verlorenen Leichtigkeit der Vorsaison suchte Trainer Lucien Favre wochenlang die richtige Mischung und Formation und nutzte dafür ausgiebig die Rotation.

Gladbach bezwingt Marseille

Die Bilanz: Zweitrunden-Aus im DFB-Pokal, in der Bundesliga Elfter und in der Europa League auf Kurs. Zwei Siegen gegen Marseille und in Hannover (3:2) folgten das Pokal-Aus in Düsseldorf (0:1 n.V.) sowie ein schwaches 1:1 gegen Freiburg. Unter dem Strich bleibt also weder Fisch noch Fleisch, die Borussia sucht nun vor allem nach Konstanz. Gladbach bleibt eine Wundertüte, auch wenn Favre zuletzt nur noch verletzungsbedingt wechselte.

Schwankende Leistungen

Die höhere Belastung will Dominguez aber nicht als Grund für schwankende Leistungen gelten lassen. Im Gegenteil. "Das ist nicht einfach, aber es ist gut für das Team, wenn man ein höheres Level erreichen möchte", sagte Dominguez. Der Spanier ist dafür das beste Beispiel. Nach anfänglichen Wacklern hat sich Dominguez nicht nur selbst, sondern auch die anfällige Abwehr mehr und mehr stabilisiert. (dapd)



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