Gladbach nimmt unter Trainer Schubert wieder Fahrt auf

André Schubert steht mit Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga-Tabelle nach 24 Spieltagen auf Platz vier.
André Schubert steht mit Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga-Tabelle nach 24 Spieltagen auf Platz vier.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Borussia Mönchengladbach begeistert mit furiosem Stil. Gerüchte um Probleme zwischen Trainer André Schubert und dem Team rücken in den Hintergrund.

Mönchengladbach.. Am Mittwoch Punkt 23 Uhr röhrte ein schwarzer Bus die Straße am Borussia-Park entlang. Das Stuttgarter Mannschaftsvehikel litt unüberhörbar unter einem technischen Defekt. Also knipste der Busfahrer das Warnblinklicht an und inspizierte das Gefährt mit einem Betreuer – mit Erfolg. Kurz darauf rollte der Bus der Schwaben auf der A61 Richtung Süden, nach mächtigem Stottern wieder in Gang gesetzt.

Spielbericht Ähnlich ging es zuletzt den Gladbachern in der Fußball-Bundesliga unter Trainer André Schubert. Der Wahnsinnslauf durch den Herbst schwächte sich kurz vor Weihnachten ab, die Rückrunde war ein Auf und Nieder, mit dem 4:0 gegen Stuttgart als vorläufigem Höhepunkt. Der furiose Stil, in dem Schuberts Mannschaft den VfB zerlegte, erinnerte an die ersten Wochen unter Lucien Favres Nachfolger. Erweitert durch eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive.

Spekulationen um Weinzierl

„Die vielen Positionswechsel, die schwer zu greifen sind – das ist schon die ganze Saison über eine große Stärke von uns“, sagte der Trainer, verbat sich aber allzu laute Jubelchöre. „Ich bin kein Freund von totaler Euphorie einerseits, und ‚alles ist schlecht‘ andererseits“, betonte Schubert, der laut „Sport Bild“ angeblich zunehmend Probleme mit Spielern und Mitarbeitern hat. Max Eberl soll die Hand bereits an einem Plan B mit Augsburgs Trainer Markus Weinzierl haben, verschärft verfolgen dürfte der Sportdirektor dieses Vorhaben zumindest nach dem Stuttgart-Spiel aber kaum.

Eberl Das liegt auch an den jüngsten Leistungen von Mittelfeldakteur Thorgan Hazard. Der 22-Jährige kam schon bei seinen vergangenen Einsätzen immer mehr in Fahrt, gegen den VfB zeigte er nun einen gehaltvollen Mix aus Technik, Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Seinen ersten Saisontreffer erzielte der zurückhaltende Belgier zudem, entsprechend aufgeräumt beantwortete er nachher – mal auf Deutsch, mal auf Englisch – alle Fragen.

Hazard freut sich für Herrmann

„Das war ein super Spiel für mich und die Mannschaft“, schwärmte Hazard. Dann lobte er die Ballfertigkeiten seiner Mitspieler Raffael, Lars Stindl und Fabian Johnson – und beglückwünschte Patrick Herrmann, der, zuvor viereinhalb Monate lang verletzt, nach seiner Einwechslung ins Tor traf und später mit feuchten Augen vor den Fans stand.

Jenen Kollegen, der wie er selbst die Außenbahn so vorzüglich beackern kann. Wie so viele andere im Gladbacher Kader. „Der Konkurrenzkampf auf den Flügeln ist riesig – und er bleibt extrem stark“, so Hazard.