Gladbach nach Pleite gegen Dynamo Kiew am Boden zerstört
22.08.2012 | 07:13 Uhr 2012-08-22T07:13:17+0200
Mönchengladbach. Es hätte ein Fußballfest werden sollen, aber nach dem 1:3 gegen Dynamo Kiew herrscht bei Borussia Mönchengladbach Katerstimmung. Zu viele Fehler haben die Fohlen gemacht - damit ist die Champions League in weite Ferne gerückt. Gladbachs Abwehrspieler Stranzl kritisiert unnötig "nervöse" Mitspieler.
Für Martin Stranzl ging das Playoff-Spiel in der Champions-League-Qualifikation in die Verlängerung. Der erfahrene Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach stand fast 45 Minuten lang in der Mixed Zone vor den neuen Werbewänden, von denen groß der Slogan und die internationalen Sponsoren der Königsklasse prangten.
Wohl das letzte Mal in dieser Saison, denn nach der fast schon tragischen 1:3-Heimniederlage gegen Dynamo Kiew ist die Chance der Gladbacher auf das Erreichen der Gruppenphase in der höchsten europäischen Spielklasse nun mehr als gering.
Stranzl kritisiert "überhasteten" Xhaka vor Gegentor
Eine dritte Halbzeit lang stand der Abwehrspieler in seinem schweißnassen Trikot, das über und über voller grüner Grasflecken war. So grün, wie Gladbach im Europapokal an diesem Abend. Der erfahrene Stranzl versuchte das Gesehene und Gespielte in Worte zu fassen, stand den Journalisten Rede und Antwort und musste sich das komplette Spiel noch mal vor Augen rufen: Die gute Anfangsphase der Partie, in der Gladbach eine halbe Stunde lang die taktgebende Mannschaft war ; die zunehmenden Abspielfehler und kleinen Unkonzentriertheiten, die dafür sorgten, dass der Gast aus Kiew besser und stärker wurde.
Und letztlich die drei Gegentore, die mit "unglücklich" noch harmlos beschrieben wären. "Der eine oder andere ist trotz seiner Erfahrung im Europapokal vielleicht unnötig nervös geworden", kritisierte Stranzl Gladbachs Neuzugang Granit Xhaka , der beim zweiten Gegentor "überhastet" agierte. "Da fehlt uns als Mannschaft einfach die Erfahrung", fing der Innenverteidiger den 19-Jährigen im Kollektiv auf.
Gladbach zahlt gegen Kiew bitteres Lehrgeld
Der finnische Nationalspieler rückte für Patrick Hermann ins Team und schoss die Borussia in der 13. Minute noch in Führung. Pechvogel war Luuk de Jong: Der Neuzugang kam kaum zum Abschluss und traf am Ende noch ins eigene Tor. Die Gladbacher in der Einzelkritik.
Immer wieder wiederholte er dieselben Worte, die erklärten, warum Gladbach das Spiel aus der Hand gegeben hat. "Auf diesem Niveau darfst Du dir einfach keine Fehler erlauben", so Stranzl, "nicht mal kleine." Denn auch die bestrafe der Gegner sofort. Dieser eine Satz erklärte eigentlich schon den Spielverlauf und so gaben es seine Mannschaftskollegen Alexander Ring, Tony Jantschke und Filip Daems unisono in die Mikrofone der Pressevertreter wieder. Sie sprachen von "Flüchtigkeitsfehlern" und "von vermeidbaren Situationen" und letztlich auch "von Lehrgeld", welches die Fohlen im ersten Europapokalspiele seit 16 Jahren zahlen mussten .
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16:42
naja wie der bvb internatinal zweitklassig
na ja , wie der rentner4rr. Rechtschreibung Fehlanzeige !
19:21
ist das ansteckend,was Sie haben?
Argumente ?
12:32
Warum wird in der Zeitung des Ruhrgebietes über Gladbach gesprochen ?
Bringen VfL, MSV und RWE nicht genug Werbebanner-Einnahmen?
Die WAZ-Gruppe deckt auch den Niederrhein ab. Hier mal ne Karte vom
Verbreitungsgebiet.
http://www.pms-tz.de/images/waz_400.jpg
@VfL-Torpedo: Die WAZ Mediengruppe hat mit der NRZ einen Titel, der auch bis zum Niederrhein erscheint. Deshalb ist auch für dieses Portal Borussia Mönchengladbach relevant. Ähnliches gilt übrigens auch für Fortuna Düsseldorf. Ebenso wie VfL, MSV und RWE. Würden wir in diesem Umfang über den 1. FC Köln berichten, wäre Ihre Kritik sicherlich berechtigt.
@westfaIenborusse Danke ;)
Die Karte zeigt doch eindeutig, dass Mönchengladbach NICHT zum Verbreitungsgebiet gehört. Wenn man argumentiert, dass die Fohlen-Elf am Niederrhein (also im Verbreitungsgebiet) von Interesse ist, so kann man mit der gleichen Begründung eine Rubrik für den FC Bayern fordern, denn die sind überall von Interesse.
Werden Sie etwa mit vorgehaltener Waffe gezwungen, Berichte zu lesen, die Sie nicht interessieren? Kleiner Tipp: Klicken Sie sich durch zum Bochumer Lokalsport und machen Sie Ihn zu Ihrer Startseite.
11:25
Ich finde das gut.
11:24
@1
Stimme zu.
Nach dem Führungstor zum 1:0 habe ich geglaubt, dass die Mannschaft nahtlos an den Fußball der vergangenen Saison anknüpft und Aachen "nur" ein Spiel gegen einen hochmotivierten Drittligisten war, an dessen Ende nur der Sieg und das Weiterkommen gezählt haben. Doch die Naivität weiter in Sturm- und Drangmanier auf das 2:0 zu spielen, wird gegen so ausgebuffte Gegner in der CL meistens schnell bestraft.
Der Lernprozess für die neuen Fohlen ist unter Favre also noch nicht beendet...
Und wenn es in dieser Saison statt CL "nur" die Europa-League sein sollte, bitte niemals vergessen, wo die Borussia am Ende der vorletzten Spielzeit stand. Jeder Spieler, Verantwortliche und Fan hätte liebendgern zu diesem Zeitpunkt mit der heutigen Situation getauscht.
Also Borussia: Kopf hoch, auch wenn der Hals schmutzig ist! Am Samstag geht´s gegen den H.....heim und da sollte allen gezeigt werden, dass die vergangene Saison kein One-Hit-Wonder war.
10:25
Man hat halt gesehen, das Mönchengladbach noch nicht in der Wettkampfphase drinnen ist. Kiew hat schon ein paar Spiele mehr gehabt. Die Bundesliga fängt ja auch recht spät dieses Jahr an. Außerdem hat man gemerkt, das die neuen noch nicht richtig funktionieren wie die Jungs aus der Vorsaison. Aber vielleicht ist ja doch noch was drin. Man denke nur an Bremen. Aber selbst wenn ihr es nicht packt, dann spielt ihr eben in der Euroleague. Ist doch auch nicht so schlecht. Man bedenke, ihr ward in der Saison davor am Boden.