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Gladbach lässt "zwei Punkte in Zypern liegen"

20.09.2012 | 22:47 Uhr
Gladbach lässt "zwei Punkte in Zypern liegen"
Gladbachs Mike Hanke hatte "beim Pfostenschuss viel Pech." Foto: AFP

Nikosia.   Nach dem Spiel waren sich alle Beteiligten einig: Borussia Mönchengladbach hat auf Zypern bei AEL Limassol einen Sieg zum Auftakt der Europa League verschenkt und muss jetzt schon bangen, die Gruppenphase im Europapokal zu überstehen. Die Stimmen zum Spiel.

Mike Hanke: Das Unentschieden ist zu wenig für uns. Wir hatten schon nach fünf Minuten zwei dicke Gelegenheiten, die wir hätten zur Führung nutzen müssen. Bei meinem Pfostenschuss war natürlich auch viel Pech dabei. Mit zunehmender Spieldauer haben wir die Partie dominiert und haben alles nach vorne geworfen, sind aber nicht dafür belohnt worden. Unter dem Strich haben wir ein ordentliches Spiel gemacht.

Tony Jantschke: Natürlich hätten wir das Spiel für uns entscheiden müssen. Nicht nur wegen des verschossenen Elfmeters , wir hatten auch vorher schon zwei 1000-prozentige Möglichkeiten, bei denen wir alleine aufs Tor zugelaufen sind. Im Grunde genommen waren wir aber das dominante Team und auf Grund der vielen vergebenen Chancen haben wir eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen.

Granit Xhaka: Klar wäre mehr drin gewesen, aber es war auch nicht einfach. Limassol hat defensiv nicht schlecht gespielt. In den ersten zehn Minuten hatten wir zwei klare Chancen. Wenn wir davon eine genutzt hätten, wäre die Partie sicher anders verlaufen. Insgesamt müssen wir mit dem Punkt leben, und ich denke, dass wir gezeigt haben, dass wir auch international mit unserer Mannschaft bestehen können.

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): Wir waren klar dominant in der Partie. Aber der Gegner hat es häufig mit langen Bällen probiert und dadurch auch immer Gefahr ausgestrahlt. Insgesamt haben wir aber kaum etwas zugelassen und Limassol war mit Dauer der Partie stehend k.o.. Wir haben in der Phase die Konter zu schlecht zu Ende gespielt.

Einzekritik
Wendt wird bei Gladbach zur tragischen Figur

Eigentlich lieferte Oscar Wendt eine ordentliche Partie ab. Der Schwede vertrat Kapitän Daems, den Gladbachs Trainer Favre daheim gelassen hatte, auf der linken Abwehrseite. Nur als Elfmeterschütze konnte Wendt den etamäßigen schützen nicht ersetzen. In der Einzelkritk gibt es dafür eine 4.

Martin Stranzl: Wenn wir das Spiel gewonnen hätten, wäre alles richtig gewesen, jetzt wird natürlich über die personellen Wechsel diskutiert – so ist das eben im Fußball. Immerhin haben wir einen Punkt mitgenommen, auch wenn sicherlich drei möglich gewesen wären. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und uns jetzt auf die Partie in Leverkusen konzentrieren, denn für uns ist es jetzt ganz wichtig, dass wir in der Bundesliga wieder in die Spur finden. Wir sind gerade dabei, uns zu finden.

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): Es war nicht einfach, hier zu spielen. Limassol stand sehr kompakt und war sehr aktiv. Wir haben zwei Punkte verschenkt, weil wir unsere Chancen nicht nutzen. Insgesamt war unsere Leistung okay. Die Sache mit dem Elfmeter war schade. Oscar war als Elfmeterschütze vorgesehen. Wenn wir in der Europa League weiterkommen wollen, hätten wir hier einen Sieg erreichen müssen. Es ist ärgerlich, denn ein Sieg wäre für mich insgesamt auch verdient gewesen. (Quelle Borussia Mönchengladbach)



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