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Gladbach-Keeper ter Stegen geht "weltklasse" in die Pause

15.12.2012 | 14:32 Uhr
Gladbach-Keeper ter Stegen geht "weltklasse" in die Pause
Stark in München: Borussia Mönchengladbachs Torwart Marc-André ter Stegen.Foto: Andreas Gebert / dpa

München.  Torwart Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach erlebte 2012 etliche Höhen und Tiefen. Er beendete das Fußballjahr mit einer überragenden Leistung beim 1:1 in München. Er wurde auch von den Verantwortlichen des FC Bayern sehr gelobt.

Hätten die Bayern nicht schon einen deutschen Nationaltorwart in ihren Reihen, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Co würden sich sicherlich um Borussia Mönchengladbachs Schlussmann bemühen. Marc-André ter Stegen erhielt von den Verantwortlichen des FC Bayern nach dem 1:1 der Gladbacher beim dominanten Tabellenführer das Prädikat "weltklasse" und ließ den deutschen Rekordmeister fast verzweifeln. "Ter Stegen war der beste Mann auf dem Platz", lobte auch Münchens Trainer Jupp Heynckes: "Wir hatten viele Torchancen, aber wir haben es nicht geschafft, die zu nutzen. Er hat überragend gehalten."

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Ter Stegen hält Gladbacher Punkt in München fest

Die Gladbacher hatten in München nur eine Torchance - aber die war hochkarätig: Thorben Marx traf per Elfmeter zur Führung, dem FC Bayern gelang trotz drückender Überlegenheit nur der Ausgleich gegen die Fohlen und verpassten dadurch den Rekord für die erfolgreichste Hinrunde.

Seelenschmeichelnde Worte für einen Torwart, der im Kalenderjahr 2012 etliche Höhen und Tiefen miterleben musste. Noch vor zwei Monaten wirkte der junge Keeper unsicher, wackelte bei etlichen Schüssen auf sein Tor und wurde von den eigenen Anhängern scharf kritisiert. "Eine schwierige Phase" für den gebürtigen Mönchengladbacher, der aber immer volle Rückendeckung von Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Max Eberl erfuhr. "Der Junge wird sich da selbst wieder rausziehen", war sich Eberl sicher und mit dem 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg begann ter Stegen damit. "Ich bin froh, dass ich meine Krise überwunden habe", beendete der Schlussmann nach dem 1:1 auf Schalke auch verbal sein Formtief.

Ter Stegen strahlte Präsenz aus

In München am Freitagabend strahlte der 20-jährige Torhüter wie auch im letzten Duell bei den Bayern eine enorme Präsenz aus und war von Beginn an hellwach. Mit einer Hand entschärfte er den Schuss von Franck Ribery (20.), pflückte die Flanken und Eckbälle sicher aus seinem Strafraum und überzeugte auch durch intelligentes Stellungsspiel (11., 24.). Die Szenen, die Hoeneß und Rummenigge weltklasse fanden, sollten aber noch kommen. In der 48. Minute parierte ter Stegen mit einem überragenden Reflex gegen Bastian Schweinsteiger und auch Toni Kroos scheiterte am dritten Torwart der DFB-Elf (71.).

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Gladbachs Thorben Marx erst Heilsbringer, dann Pechvogel

Der Gladbacher Thorben Marx erlebte bei Bayern München ein Wechselbad der Gefühle: Erst erzielte er per Elfmeter die Führung, dann verschuldete er mit einem katastrophalen Fehlpass den Ausgleich. Dafür gibt es in der Einzelkritik die Note 3.

Die Reporter zählten ter Stegen diese Szenen in der Mixed Zone auf und wollten wissen, welcher Ball denn wohl am schwersten zu halten war. Aber der Nationaltorwart wich aus und sagte nur, dass ihm das eigentlich egal ist. "Wichtig ist, dass wir einen Punkt geholt haben. Und dass ich dazu beitragen konnte, ist umso schöner." Ter Stegen wirkte entspannt und glücklich, endlich wieder zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. "Ich bin froh, dass diese schwierige Phase vorbei ist", lächelte der Torwart erleichtert. "Die Leistung von Marc-André war großartig", freute sich auch Lucien Favre nach der Partie. Relativierte aber schnell:  "Das war für mich keine Überraschung. Er ist ein starker Torwart."

Lob von Tony Jantschke

Genau so einen starken Torwart "brauchten wir in München", wusste auch Tony Jantschke. "Er hat uns heute gerettet". Marc-André ter Stegen hielt der Borussia in München einen Punkt fest, mit dem es nun in die Winterpause geht. "Hoffentlich geht es nach der Pause so weiter für mich", sagte der Torwart und verschwand im Mannschaftsbus.

David Nienhaus



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