Gladbach-Kapitän Xhaka: "So spielen wir nicht international"

Granit Xhaka (rechts) im Duell mit Wolfsburgs Max Kruse.
Granit Xhaka (rechts) im Duell mit Wolfsburgs Max Kruse.
Borussia Mönchengladbach hat beim VfL Wolfsburg mit 1:2 verloren. Ärgerlich, weil die Niederlage vermeitbar gewesen wäre. Die Stimmen zum Spiel.

Wolfsburg.. Die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach war schon mal besser als am Samstag um 17.25 Uhr. Nach der ärgerlichen, vermeidbaren 1:2 (1:2)-Niederlage beim VfL Wolfsburg war das kleine Hoch der Heimsiege über Köln und Stuttgart sowie dem 2:2 in Augsburg wie weggepustet. Kapitän Granit Xhaka packte, stellvertretend für die gefrusteten Kollegen, die ganz lange Krawatte aus: “So spielen wir nächstes Jahr nicht international.”

Mit dem durchaus langgezogenen “so” war die mangelhafte Chancenverwertung und das gesamte Abwehrverhalten bei zwei Gegentreffern binnen zwei Spielminuten gemeint. “In beiden Fällen müssen wir ruhiger agieren. Aber das ist uns schon einige Male nicht gelungen, zuletzt in Augsburg ja auch nicht”, kritisierte Kapitän Xhaka.

Elfmeter wäre möglich gewesen

Eine mögliche Punkterettung wäre ein vermeintlicher Foulelfmeter für die Borussia in der 71. Minute gewesen. VfL-Keeper Koen Casteels hatte vor dem Fünfmeterraum den eingewechselten Patrick Herrmann zu Fall gebracht. “Ich habe einen Schlag gegen den Kopf bekommen und bin zu Boden gegangen”, erklärte der Nationalspieler. Der wollte sich aber nicht dazu durchringen, einen Elfmeter zu fordern: “Das muss der Referee entscheiden.” Immerhin bekam Herrmann für seine Aussage gegenüber dem fragenden Referee Daniel Siebert, ob er im Liegen den Schuss von Thorgan Hazard abgefälscht hätte und mit “Ja” antwortete, ein Lob von VfL-Trainer Dieter Hecking. Siebert hatte schon auf Eckball entschieden, gab dann aber Abstoß. “Das war echtes Fairplay!” betonte Hecking.

Borussia-Coach André Schubert bemängelte, dass seine Mannschaft die 3-4-3-Taktik wohl etwas zu offensiv interpretiert hätte. Nach dem 0:2 stellte Schubert auf 4-4-2 um. Was vor allem Martin Hinteregger entgegenkam. Der Österreicher wusste in den ersten 20 Minuten im Mittelfeld nicht so recht, was er spielen sollte. Weil Nico Elvedi an beiden Gegentreffern direkt beteiligt war, entpuppten sich damit beide Außenverteidiger der Gladbacher als Schwachstellen.

Trotzdem: Die Gäste waren spielbestimmend, hätten einen Punkt, wenn nicht gar alle drei mitnehmen können. VfL-Trainer Dieter Hecking ehrlich: “Unser Sieg war fraglos glücklich.”

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