Gladbach-II-Testspiel steht unter Manipulationsverdacht

In Side traf der SV Wehen (hier mit Jaroslaw Lindner, l.) auf Gladbachs U23 (mit Christopher Lenz, r.).
In Side traf der SV Wehen (hier mit Jaroslaw Lindner, l.) auf Gladbachs U23 (mit Christopher Lenz, r.).
Foto: imago
Was wir bereits wissen
In Asien wurden hohe Geldbeträge auf das Testspiel SV Wehen gegen Mönchengladbach II gesetzt. Beide Teams erhielten je einen unberechtigten Strafstoß.

Side/Wiesbaden.. Ein Fußball-Testspiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (3:1) steht unter Manipulationsverdacht. Beide Vereine bestätigten am Sonntagabend einen entsprechenden Bericht des "Wiesbadener Kuriers". Danach wurden sowohl der Drittliga-Klub als auch die Borussia von der Sportradar AG darauf aufmerksam gemacht, dass in Asien hohe Geldbeträge auf eine bestimmte Anzahl von Toren in dieser Partie gewettet wurden. Die Firma überwacht im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zahlreiche Spiele auf mögliche Wettmanipulationen.

Gladbach-Trainer van Lent spricht von "Slapstick-Elfmetern"

Dieses Spiel fand am Samstag im türkischen Side statt, wo beide Mannschaften aktuell ein Trainingslager absolvieren. Es ging auch deshalb mit 3:1 für Wehen Wiesbaden aus, weil beide Teams je einen völlig unberechtigten Strafstoß erhielten. Von "Slapstick-Elfmetern" sprach Gladbach-Trainer Arie van Lent hinterher, ohne zu diesem Zeitpunkt bereits von dem Manipulationsverdacht zu wissen.

Organisiert wurden Trainingslager und Testspiel von einer türkischen Agentur, die auch den Schiedsrichter organisiert hat. Vor allem in der Türkei, wo zwischen Januar und März insgesamt mehrere hundert Profi-Teams aus allen Teilen Europas ihre Wintertrainingslager abhalten, geraten bereits seit Jahren immer wieder solche Partien unter Manipulationsverdacht. (dpa)