Gladbach-Fan muss wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Ein Fan von Borussia Mönchengladbach wird verdächtigt, einen Mann krankenhausreif getreten zu haben.
Ein Fan von Borussia Mönchengladbach wird verdächtigt, einen Mann krankenhausreif getreten zu haben.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
  • Nach einem Tritt ins Gesicht muss sich ein 29-jähriger Gladbach-Fan vor Gericht verantworten.
  • Der Mann soll ein führender Vertreter der Mönchengladbacher Ultra-Szene sein.
  • Sein Opfer soll bleibende Hirnschäden erlitten haben.

Mönchengladbach.. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach erhoben. Ihm werde versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, erklärte ein Behördensprecher am Dienstag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Der Mann soll ein führender Vertreter der Mönchengladbacher Ultra-Szene sein.

Der 29-Jährige habe vor dem Bundesliga-Spiel gegen Darmstadt 98 nach einer Schubserei einem anderem Zuschauer mit dem Spann ins Gesicht getreten. "Daraufhin hat der Geschädigte das Bewusstsein verloren, ist nach hinten gefallen und mit dem Kopf auf dem Pflaster aufgeschlagen", sagte Staatsanwalt Stefan Lingens. Das Opfer soll Hirnverletzungen erlitten haben, aber wohl keine bleibende Schäden davontragen. Das Amtsgericht habe den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. (dpa)