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Gladbach entzaubert Schalke - Offensivtrio in Spiellaune

14.09.2014 | 14:07 Uhr
Jubel ohne Grenzen. André Hahn (l.) verwertet zwei Vorlagen von Max Kruse. Foto: imago

Mönchengladbach.   Mit einer bärenstarken Offensivleistung hat Borussia Mönchengladbach dem FC Schalke 04 am dritten Spieltag der Bundesliga-Saison keine Chance gelassen. Beim 4:1-Sieg brillierten André Hahn, Raffael und Max Kruse.

Die Fantastischen Vier feiern in diesem Jahr 25. Geburtstag. Sie sind populär und troi. In Mönchengladbach feiert ein fantastisches Quartett Wiederauferstehung. In etwas veränderter Personalstruktur. Vor zwei Jahren zauberten sich Juan Arango, Patrick Herrmann, Marco Reus und Mike Hanke in die Herzen der Borussia-Fans und Gladbach auf Platz vier der Liga; Reus und Hanke gingen, Raffael und Max Kruse ersetzen die beiden Abgänge im Offensivspiel und kombinierten erfolgreich weiter. In dieser Saison heißen die Zauberkünstler Raffael, Kruse und Andre Hahn. Die vierte Planstelle wird noch gecastet.

Aber auch das Trio harmonierte hochklassig beim 4:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga und ließen die völlig überforderten Königsblauen in der Verteidigung wie eine Schulmannschaft aussehen .  Ideengeber Raffael trickste und zauberte im Mittelfeld, setzte seine Mitspieler passgenau ein, André Hahn bestätigte seine bärenstarke Form und seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und Kruse trumpfte in seinem ersten Saisonspiel so auf, als sei er nie weggewesen. „Es war für mich ein Comeback wie gemalt“, freute sich der Nationalstürmer und ergänzt: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, besonders in der Offensive hat das Zusammenspiel heute sehr gut funktioniert.“

Auf dem Statistikbogen liest sich das wie folgt:

  • 1:0 Vorbereitung Kruse, Kontertor Hahn.
  • 2:0 Vorbereitung Kruse, Kopfballtor Hahn.
  • 3:1 Vorbereitung Raffael. Kontertor Kruse.
  • 4:1 Kontertor Raffael.

"Schalke aus dem Stadion geschossen"

„Wir haben nicht gegen irgendwen gewonnen, sondern Schalke 04 mit 4:1 aus dem Stadion geschossen“, freute sich Hahn über die Mannschaftsleistung, die auch Borussias Trainer Lucien Favre lobte: „Ich kann meiner Mannschaft zu diesem Spiel gratulieren“, sagte der Schweizer Fußballlehrer nach der Partie. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, uns viele Torchancen erarbeitet und verdient gewonnen. Die Bewegung in der Offensive war schon sehr gut.“

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Schalke wirkte planlos und überfordert gegen die überfallartigen Angriffe der Hausherren. Die Mannschaft von Trainer Jens Keller versuchte das Spiel zu machen und lief postwendend in die Schnellangriffe der Gladbacher. Dabei warnte der Coach noch vor den Stärken der Borussia: „Sie kommen über die Geschwindigkeit“, sagte Keller am Freitag und sah sich bestätigt und verärgert nach der deutlichen Pleite. „Das Schalker Spiel kam uns sehr entgegen“, so Hahn. „Es kam uns sehr entgegen, dass wir vorne viel Platz hatten“, um mit der Schnelligkeit zu arbeiten und die Konter gut herauszuspielen.

André Hahn der "Man of the Match"

„Nein, einfach war es gegen Schalke bestimmt nicht“, erklärte der Brasilianer Raffael nach einer Partie, die so locker und leicht aussah, dass Gladbach auch „zehn Tore in einem Spiel hätte machen können“ (Klass-Jan Huntelaar) . Es habe gut geklappt, sagte Raffael, und es habe viel Spaß gemacht, aber „leicht war es nicht.“

Das Umfeld habe gepasst, erklärte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl und zählte das offensive Top-Trio auf. André Hahn wurde zum „Man of the Match“ gewählt und der Manager freute sich über seine Neuverpflichtung, der wieder das wichtige 1:0 schoss und am Ende einen Doppelpack schnürte . „Das ist André wie er leibt und lebt. Ein Spieler mit unheimlich viel Einsatz, dem vielleicht die Finesse fehlt, der das aber mit Herz und Engagement wett macht und mit unheimlich viel Willen arbeitet“, skizzierte Eberl den Nationalspieler.

Borussia Mönchengladbach spielt wieder Zauberfußball. Zum ersten Mal in dieser Saison und Raffael wirkte die ausgewechselt nach der Rückkehr von Kruse. „Er war in den ersten Spielen auch nicht so schlecht“, wollte Eberl unterstreichen. Er habe nur nicht so viele geniale Momente gehabt, „die man von ihm mittlerweile inflationär erwartet.“  

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Gegen Schalke hatte der Mittelfeldregisseur diese Momente und Kruse wusste, warum: „Ich glaube, dass Raffael und ich beide spielende Stürmer sind. Wir sind kreativ und machen unser Spiel unberechenbarer“ Es sei immer besser zwei von der Sorte zu haben, als nur einen.

Hahn, Raffael, Kruse – drei Offensivspieler, die sich gefunden haben. Bei den Fantastischen Vier ist aber noch ein Platz frei. Fabian Johnson könnte den einnehmen, oder auch Ibrahima Traore. Auch Patrick Herrmann ist noch in der Verlosung. Um die Abteilung Attacke muss sich Gladbach wohl auch in diesem Jahr keine Sorgen machen.

 

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David Nienhaus

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Gladbach entzaubert Schalke - Offensivtrio in Spiellaune
Gladbach entzaubert Schalke - Offensivtrio in Spiellaune
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2014-09-14 14:07
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