Gladbach-Coach Favre stapelt tief
19.08.2011 | 23:56 Uhr 2011-08-19T23:56:27+0200
Mönchengladbach. Trotz des berauschenden Sieges gegen Wolfsburg sieht Gladbachs Trainer Lucien Favre keinen Anlass, vom Saisonziel abzurücken. Raul Bobadilla freut sich über sein Comeback und Felix Magath hat Mitleid mit Thomas Hitzlsperger. Die Stimmen zum Spiel.
Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Der Sieg war verdient, aber es war schwer für uns zu Beginn. Nach dem 0:1 hatten wir Glück, das 1:1 hat uns sehr geholfen und Selbstvertrauen gebracht. Danach hat meine Mannschaft mehr nach vorn gespielt. Die Torchancen sind gekommen, mit schönen Kombinationen manchmal. Wir dürfen aber nicht vergessen: Wolfsburg ist im Aufbau und hat viele Neue. Wir haben mit neun, zehn Spielern gespielt, die schon im Februar und März hier waren.“
Lucien Favre über Raul Bobadilla: „Vor einer Woche gegen Stuttgart hat Bobadilla eine durchschnittliche Leistung gezeigt wie viele andere auch. Heute hat er alle überrascht, mich inbegriffen. Ich bin extrem zufrieden. Die Vorlage zum 1:1 hat ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Aber schon vorher hat man in der Kabine gespürt, dass er zeigen wollte: Ich bin da!“
Lucien Favre über das Saisonziel: „Ich bestätige noch einmal: Es wird eine extrem schwere Saison. Wir müssen von Anfang an um jeden Punkt kämpfen.“
Marco Reus (Borussia Mönchengladbach): „Wenn wir so weiterspielen wie heute, werden wir mit den unteren Plätzen nichts zu tun haben – aber wir wissen, wie schnell es geht im Fußball. Wir haben erst den dritten Spieltag – und noch genug Spiele vor uns. Wir haben Selbstvertrauen getankt durch die Tore. Es ist sehr schön, zu Hause gewonnen zu haben.“
Raul Bobadilla (Borussia Mönchengladbach): „Ich bin wieder da! Ich habe mich sehr gefreut für mich und die Mannschaft. Die ganze Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht.“
Mike Hanke (Borussia Mönchengladbach): „Das ist nur eine Momentaufnahme – aber einfach nur ein schönes Gefühl. Das hätte noch höher ausgehen können. Wir haben sehr viel von dem umgesetzt, was wir im Training erarbeitet haben – gerade das zweite Tor von Marco zum 4:1 war so ein Beispiel.“
Thorben Marx (Borussia Mönchengladbach): „Das ist eine schöne Sache. Man sieht genau, was wir vorhaben. Man schaut lieber jetzt auf die Tabelle als zu der Zeit, als wir unten standen.“
Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): „Dieses Spiel haben wir sehr gut begonnen, waren in der ersten Viertelstunde die bessere Mannschaft, haben nicht zufällig 1:0 geführt. Aber das Gegentor nach 15 Minuten, drei Minuten, nachdem wir in Führung gegangen sind, hat meine Mannschaft nicht verkraftet. Nach dem Gegentor war es egal, wer wie auf dem Platz stand.“
Felix Magath zum Debüt von Thomas Hitzlsperger: „Es tut mir leid für Thomas, dass er in so einem Spiel erstmals für uns aufgelaufen ist.“
Felix Magath über den eingewechselten Michael Schulze, der den Elfmeter verursachte: „Der junge Spieler hat nichts damit zu tun, dass unsere Abwehr heute nicht stabil war.“

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