Effenberg scheitert mit „Initiative Borussia“
29.05.2011 | 17:23 Uhr 2011-05-29T17:23:00+0200
Mönchengladbach. Stefan Effenbergs Versuch, die Macht bei Borussia Mönchengladbach zu übernehmen, ist gescheitert. Die „Initiative Borussia“ verfehlte bei der Mitgliederversammlung die erforderliche Zweidrittelmehrheit klar.
Der Tiger verließ fluchtartig das Stadion, die Fans sangen "Auf Wiedersehen" und "Ihr könnt nach Hause fahren": Stefan Effenberg hat auf einer turbulenten Mitgliederversammlung den Machtwechsel beim Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach verpasst und eine vernichtende Niederlage kassiert. Die von dem Ex-Nationalspieler angeführte "Initiative Borussia" erhielt für ihre angedachten Satzungsänderungen nur die Stimmen von 335 der 4769 anwesenden Mitgliedern. Nötig wäre eine Zweidrittelmehrheit gewesen.
Damit bleibt Präsident Rolf Königs, der sich allerdings lautstarker Kritik ausgesetzt sah, ebenso im Amt wie Sportdirektor Max Eberl. Die aus Wirtschaftsexperten bestehende Initiative hatte für einen kompletten Austausch der Führungsetage geworben. So wollte Effenberg den Posten des Sportdirektors, Ex-Trainer Host Köppel stand als neuer Klubchef bereit.
Effenberg selbst stellte sich nicht den Fragen der Mitglieder. Stattdessen warb Initiativen-Mitglied Dr. Friedhelm Plogmann vergeblich um Stimmen: "Was wir im Moment im Verein haben, ist eine Alleinherrschaft. Diese Alleinherrschaft müssen wir heute beenden", sagte Plogmann, der überraschend auf eine geheime Wahl verzichtete. Borussia warf der Opposition dagegen erneut vor, personelle Ziele zu verfolgen - und bekam von ihren Mitgliedern recht.
Der Abstimmung war eine emotionale Diskussion der Mitglieder vorausgegangen, in der die Vereinsführung im Kreuzfeuer der Kritik stand. Allen voran der seit 2004 amtierende Klubchef Königs wurde für die sportliche Stagnation verantwortlich gemacht, die entstandene Opposition als Ergebnis dieses Misserfolgs bezeichnet. "Wir haben heute nur die Wahl zwischen Not und Elend", sagte ein Fan.
Königs gab sich trotz Pfiffen und Zwischenrufen kämpferisch und lehnte einen Rücktritt ab. "Ich verstehe den Unmut. Ich habe während der Saison natürlich die vielen Transparente in der Fankurve gesehen. Aber ich bin vom Aufsichtsrat bis 2013 gewählt", sagte der Präsident. Diese Wahl sei eine Verpflichtung.
Auch Eberl sah sich Kritik ausgesetzt und gestand Fehler ein, verteidigte aber insbesondere das lange Festhalten an Ex-Coach Michael Frontzeck in der vergangenen Saison. "Ich habe immer von Kontinuität gesprochen. Da entlässt man nicht bei der ersten Gelegenheit den Trainer." Lauten Applaus gab es einzig für Trainer Lucien Favre. Vier Tage nach dem Klassenerhalt feierten die Mitglieder den "Retter" mit stehenden Ovationen, der Schweizer dankte es mit warmen Worten: "Die Fans haben uns geholfen, die Spiele zu gewinnen."
Diese Anhänger waren es auch, die im Vorfeld immer wieder Zweifel an den Interessen der Initiative geäußert hatten. Kurz vor der Versammlung stellten sich zudem mehrere Sponsoren gegen eine Revolte. "Wir sind für die Weiterentwicklung des Vereins, aber mit Sinn und Verstand. Borussia braucht keine Revolution", hieß es in einer Zeitungsanzeige, die von 45 Partnern der Borussia unterschrieben war.
Nie zuvor hatte eine Mitgliederversammlung bei Borussia für ein solches Interesse gesorgt. Stau rund um das Stadion und lange Schlangen an den Eingängen erinnerten an ein Bundesliga-Spiel, wegen des Andrangs begann die Veranstaltung mit 50 Minuten Verspätung. Während der Wartezeit lief über die Lautsprecher die Rockband "New Radicals" in Endlosschleife - doch von den neuen Radikalen um Effenberg war anschließend nicht viel Neues zu hören. (sid)

10:54
Schade! Ich hätte mir Effenberg als Sportdirektor gewünscht. Boulevard hin oder her.... Herr Eberl ist in meinen Augen als Sportdirektor eine Witzfigur! Herr Effenberg zeigt in meinen Augen bei Sky als Experte eine gute Sachkenntnis von der die Borussia hätte profitieren können.
09:17
Sehr gute Entscheidung der Mitglieder.
Effenberg hätte nur Unruhe im Verein reingebracht.
Wenn die Mannschaft zusammen bleibt, dann glaube ich nicht, dass sie gegen den Abstieg spielen wird.
Jetzt muss erst einmal Ruhe einkehren.
22:56
Weil meine Heimat das Ruhrgebiet ist, stehe ich nicht wirklich auf Mönchengladbach. Aber trotzdem sage ich Gottseidank, dass diesem absolut unsypathischen Effenberg der Stinkefinger gezeigt worden ist !
22:14
nur keine neuen leute ranlassen lieber in die zweite mit kasper eberl
21:25
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21:23
@7
und welche ist die Zeitung DEINES Vertrauens? Etwa die intellektuelle Rheinische Post oder die hochwertige WAZ? Ist ja nett das Du von der deutschen Rechtschreibung Ahnung hast, aber von Fussball bzw. Borussia Mönchengladbach nicht. Google doch mal wieviel Erfolg Gladbach mit Königs hatte. Wenn Du dann immernoch der Meinung bist er wäre der richtige für Gladbach kann Dir niemand mehr helfen.
Grüße aus dem Pott
21:00
Im Normalfall wird Gladbach auch im nächsten Jahr gegen den Abstieg spielen. Vor allem, wenn Dante wirklich geht, ist die Mannschaft vermutlich nicht stärker besetzt als in der letzten Saison.
Das wichtigste ist, dass man jetzt nicht wieder utopische Träumereien anfängt wie vor ein paar Jahren, als Lienen, Fach und Köppel hintereinander an den unrealistischen Forderungen scheiterten. Da hatten die Gladbacher wieder in der Bundesliga Fuß gefasst und trotzdem wurden reihenweise die Trainer entlassen.
Dass Effe jetzt gescheitert ist, zeigt aber, dass die meisten Vereinsmitglieder doch mittlerweile etwas realistischer denken.
20:40
Ich glaube nicht, das wir in der neuen Saison wieder um den Abstieg spielen. Wir haben einen sehr guten Trainer, der die Schiessbude in den Griff bekommen hat. Wichtig ist, Dante zu halten und nicht beim erst besten Angebot schwach zu werden. Es wächst was grosses zusammen.
20:13
@5
ich reite ja nicht gern auf dem rechtschreibthema rum ,aber dein text spricht für sich....
und @6.
dich kann keiner verstehen,was wolltest du sagen???
klar das bild bzw. express leser wie du jetzt enttäuscht sind...
19:38
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