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Eberl sieht "passende Reaktion" auf das Aus in der Europa League

24.02.2013 | 20:04 Uhr

Mönchengladbach.  Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sah viel Positives beim 1:1 seiner Borussia gegen den BVB. Vor allem erkannte er eine "passende Reaktion" auf das Ausscheiden der Gladbacher in der Europa League unter der Woche. Auch ein Lob für den Youngster Amin Younes hatte Eberl übrig. Vier Fragen, vier Antworten.

Wer ärgert sich nach dieser Punkteteilung mehr? Dortmund oder Mönchengladbach?

Max Eberl: Das ist ein verdientes Ergebnis. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gegen den Ball gearbeitet, ohne selbst viele eigene Aktionen nach vorne zu haben. Der Elfmeter gegen uns war berechtigt und wir liegen zur Halbzeit zurück, haben uns dann aber nach der Pause in das Spiel reingekämpft und uns das Tor erarbeitet. Völlig verdient.

Hat Ihre Mannschaft heute den Mut gezeigt, den sie in Rom hat vermissen lassen?

Eberl: Aggressivität, Laufbereitschaft sind die Grundtugenden. Dortmund, Leverkusen und Bayern, die fantastisch spielen, werfen das immer in die Waagschale - das andere kommt dann oben drauf. Das Ausscheiden in Rom ist abgehakt und die Mannschaft hat heute eine passende Reaktion gezeigt. Die Moral hat fast die gesamte Saison gestimmt und es war wichtig, das wir uns heute so präsentiert haben.

Es war ein komplett anderer Auftritt als bei Lazio.

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Gladbachs Younes freut sich über starkes Startelf-Debüt

Mit dem BVB war auch Marco Reus erstmals seit seinem Wechsel zu Gast bei Borussia Mönchengladbach - und konnte aus nächster Nähe mit ansehen, dass die Gladbacher wieder ein vielversprechendes Talent aus dem eigenen Nachwuchs haben: den 19-jährigen Amin Younes.

Eberl: Wir haben dort sehr viel angedeutete Kritik einstecken müssen, ja fast Häme, nach dem Motto: "Die Mannschaft hat nicht alles gegeben." Dagegen wehre ich mich mit Händen und Füßen. Das war für die Mannschaft heute nicht ganz einfach, dann gegen den Deutschen Meister zu spielen. Amin Younes hat in der ersten Halbzeit Mut bewiesen und die Mannschaft kam dann in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel. Dortmund hat heute auch nicht immer Fußball gespielt und war nicht immer stabil.

Wie wichtig ist dieser Punktgewinn nach dem Ausscheiden im Europapokal?

Eberl: Dieses Unentschieden gibt tabellarisch auch nur einen Punkt. Aber für den Kopf ist der Punktgewinn wie ein Sieg. Das war ein wichtiges Spiel, das auch ein bisschen die Richtung vorgibt, wohin das Pendel schwingt. Man kann gegen Dortmund, wenn sie wollen, auch eine richtige Rutsche bekommen. Die Mannschaft hat sich den Punkt gemeinschaftlich erarbeitet und teilweise sehr ordentlich Fußball gespielt - ohne brillante Aktionen zu haben. Es hatte Hand und Fuß, was sie gemacht haben und es war ein wichtiger Schritt.

Kein Sieger in Gladbach

Ein Schritt in Richtung Europa-League-Plätze?

Eberl: Wir sind noch auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. Aber wir wollen die Einstelligkeit erreichen und stehen momentan einen Platz schlechter da, als wir ausgegeben haben. Die Einstelligkeit ist sehr eng.

aufgezeichnet in der Mixed Zone von David Nienhaus



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