Eberl diskutiert nicht über Frontzeck

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl
Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl
Foto: firo Sportphoto

Mönchengladbach.. Borussia Mönchengladbach hat die dritte Niederlage in Folge eingesteckt. Im Interview spricht Sportdirektor Max Eberl über die sportliche Talfahrt und Trainer Michael Frontzeck.

Drei Spiele ohne Punkteausbeute, nur sechs Punkte auf dem Konto und aktuelles Tabellenschlusslicht - Bundesligist Borussia Mönchengladbach steckt in der Krise. Sportdirektor Max Eberl geht im Interview auf Ursachenforschung, außerdem stellt der 37-Jährige klar, dass die Trainerpersonalie Michael Frontzeck zurzeit nicht diskutiert wird.

Herr Eberl, das 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern war das achte Spiel ohne Sieg für Borussia Mönchengladbach in Folge. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Max Eberl: In den ersten 70 Minuten war es das Spiel mit viel Kampf und Nervosität, das wir erwartet haben. Wir haben 70 Minuten diszipliniert gespielt und hatten die Chance, in Führung zu gehen. Dann hätte das Pendel auf unsere Seite ausgeschlagen. In der letzten Viertelstunde haben wir dann nicht das gespielt, was wir können. Da waren wir sehr naiv und haben wieder eine Vielzahl von Gegentoren bekommen.

Mohamadou Idrissou hatte beim Stand von 0:0 die große Chance zur Führung, traf aber das leere Tor aus rund fünf Metern nicht. War das nur Pech?

Eberl: Ich erwarte von einem Profi, dass er so ein Ding reinmacht. Mit Pech sollte das eigentlich nichts zu tun haben, das ist mir zu einfach. Fünf Meter vor dem Tor sollte die Konzentration doch am höchsten sein.

Geht es jetzt ruhig und normal weiter oder wird Trainer Michael Frontzeck in Frage gestellt?

Eberl: Normal ist es nicht - wir sind Tabellenletzter. Aber wir stecken gemeinsam in dieser Situation. Nicht nur Trainer Michael Frontzeck, sondern der gesamte Verein. Deshalb müssen wir gemeinsam da raus.

Im Umfeld wird es sicher unruhig werden, und es wird Kritik geben. Sie haben erst sechs Punkte auf dem Konto. Wie gehen Sie damit um?

Eberl: Es ist klar, dass diskutiert und kritisiert wird. Ich kenne auch die Zahlen, die kann man nicht wegdiskutieren. Wir müssen kritisch mit der Situation umgehen und gemeinsam das Ruder rumreißen.

Am nächsten Spieltag müssen Sie gegen Rekordmeister Bayern München antreten. Was gibt Ihnen mit Blick auf dieses Spiel Hoffnung?

Eberl: Es geht nicht darum, ob ich noch Hoffnung habe. Nicht Hoffnung, sondern nur harte Arbeit bringen uns voran. Die Bayern kommen zu einem angeschlagenen Tabellenletzten. Aber angeschlagene Boxer sind bekanntlich am gefährlichsten. (sid)