Der Kampf der Borussia um Dante geht weiter
22.02.2012 | 14:41 Uhr 2012-02-22T14:41:00+0100
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach kämpft um seinen Abwehrchef Dante. Nachdem Medien den Wechsel des Brasilianers zum FC Bayern bereits als perfekt verkündet hatten, hoffen die Fohlen weiter auf seinen Verbleib.
Das Trikot von Marco Reus? Die Handschuhe von Marc-Andre ter Stegen? Nein, die Locken von Abwehrchef Dante waren nach der wundersamen Rettung von Borussia Mönchengladbach in der Relegation vor rund neun Monaten das begehrteste Andenken der Fohlen-Fans. Die Haarpracht des damals kahl rasierten Brasilianers steht inzwischen wieder in voller Blüte, genau wie der Fast-Absteiger, der zum Titelkandidaten gereift ist. Entsprechend weckt Leistungsträger Dante Begehrlichkeiten. perfekt sein . Aber noch kämpfen die Fohlen um den Lockenkopf.
„Ich denke nicht, dass das klappt. Ich glaube, er bleibt“, sagte Erfolgstrainer Lucien Favre. Seit verschiedene Medien in der vergangenen Woche vermeldet hatte, ist und im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 4,6 Millionen Euro an die Isar wechselt, hat die Borussia den Kampf um den Innenverteidiger angenommen. „Ich bleibe hier mit meinen Kollegen sehr konzentriert, und was ich im Sommer mache, interessiert mich jetzt nicht“, hatte Dante zu den Spekulationen gesagt.
Bohnhof spricht von guten Gesprächen
„Wir sind mit Dante in guten Gesprächen, und ich bin guter Dinge, dass es ein positives Ende haben wird. Es ist doch alles eingetroffen, was sich Dante gewünscht hat“, sagte Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof der Rheinischen Post.
Bonhof, Mitglied der legendären Fohlen in den 70er Jahren, bezieht sich auf die Äußerungen Dantes aus dem vergangenen Sommer. Schon damals hatte Dante mit einem Wechsel geliebäugelt, wollte unbedingt auf der großen europäischen Bühne spielen. Geblieben ist er am Ende trotzdem, auch, weil die Borussia sein Gehalt kräftig aufstockte und ihn Manager Max Eberl schlicht für „unverkäuflich“ erklärte.
Dante will in die brasilianische Nationalmannschaft
Inzwischen ist aus der Borussia auch dank Dantes Hilfe einer dieser Klubs geworden, zu dem der Brasilianer unbedingt wollte. Europäisch sollte der Tabellenzweite aus Mönchengladbach angesichts des Vorsprungs in der Tabelle in der kommenden Saison unbedingt spielen, sogar die Champions League ist zum Greifen nah. Dann kann sich Dante auch endlich ins Blickfeld der brasilianischen Nationalmannschaft spielen und seinem Traum von der Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land ein Stück näher kommen.
Für einen Verbleib in Mönchengladbach spricht, dass Dante hier absoluter Führungsspieler und Publikumsliebling ist. Der Brasilianer, der gut deutsch spricht, ist auch Sprachrohr der Überraschungsmannschaft dieser Saison und redet Klartext: „Wir müssen uns auf jeden Fall verstärken. Die Erwartungshaltung wird eine ganz andere sein“, hatte Dante in den vergangenen Wochen gefordert und nachgelegt: „Wichtig ist auch, dass unser Trainer bleibt. Er ist überragend. Er ist ein ganz großer Trainer.“
Favre auf dem Wunschzettel der Bayern
Nicht ohne Ironie ist die Tatsache, dass der so hoch gelobte Favre selbst auf dem Wunschzettel des FC Bayern steht. Der ehemalige Zimmergenosse von Münchens Vorstandvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge bei Servette Genf könnte Nachfolger von Jupp Heynckes beim Rekordmeister werden. Dann würde Favre seinen Abwehrchef im Sommer wieder pünktlich zum Trainingsauftakt begrüßen können. In München. Und den Fans der Borussia blieben nur die Dantes Locken.

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