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BVB-Star Marco Reus tröstete Gladbachs Tony Jantschke

30.09.2012 | 01:11 Uhr
BVB-Star Marco Reus tröstete Gladbachs Tony Jantschke
Früher Teamkollegen, am Samstag spielten Marco Reus (l.) und Tony Jantschke gegeneinander. Foto: dapd

Dortmund.   Ausgerechnet Marco Reus wurde im Borussen-Duell zwischen Dortmund und Mönchengladbach zum Spieler des Abends. Der ehemalige Gladbacher, der am Niederrhein zum Nationalspieler wurde, musste nach der Partie tröstende Worte für seinen alten Mannschaftskameraden finden.

Minutenlang stehen sie beisamen und immer wieder streichelt Marco Reus seinem alten Kollegen Tony Jantschke durch die Haare, spendet dem Abwehrspieler Trost. Es kam einer Entschuldigung gleich, dass Reus, der Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison in die Champions-League-Qualifikation geschossen hatte, seine alten Mannschaftskameraden fast im Alleingang zerlegte. Zwei Tore erzielte der Nationalspieler für seinen neuen Verein Borussia Dortmund; etliche mehr wären dazu gekommen, hätte Gladbachs Schlussmann nicht erneut einen guten Tag gehabt.

Von Trost wollte Jantschke aber nichts wissen. "Nein", sagte der Außenverteidiger, der auf seiner rechten Seite häufig Reus auf sich zu preschen sah. "Trost" brauche er nicht. "Wir waren einfach zu schlecht und haben zu Recht hier so hoch verloren."   

Gladbachs Situation "kritisch"

Drei Tore fallen nach Kontern, ärgert sich Jantschke. Auswärts. Bei Borussia Dortmund. "Keine Ahnung, warum wir da so offen stehen", zuckt der U21-Nationalspieler die Schultern. Das sei zu einfach für den Gegner. "Wichtig ist, dass wir jetzt wieder die Köpfe hoch bekommen", so Jantschke, denn die Situation sei "kritisch". Zwei Tage wolle der Gladbacher das Spiel jetzt sacken lassen, dann müsse man "einfach besser spielen."

Als "Warnschuss" wollte Jantschke die bittere 0:5-Pleite beim Double-Sieger nicht mehr interpretieren, "die Warnschüsse waren doch schon die beiden Spiele davor". Es sie eher eine Tendenz und "wir müssen es jetzt einfach begreifen und kompakter stehen."

Marko Reus mit der "Becker-Faust"

Kommentar
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Marco Reus machte es nichts aus, dass über 80.000 Augenpaar und unzählige Kameras auf ihn gerichtete waren. Unbekümmert zeigte er das, was seinem alten Verein, der Borussia aus Gladbach fehlt: die spielerische Leichtigkeit. Ein Kommentar.

Reus versuchte es in seinen sieben TV-Interviews, die er geben musste, erneut mit tröstenden Worten. "Für meine ehemaligen Teamkollegen tut es mir leid, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es in Dortmund ist, wenn man hier erst einmal 0:2 oder 0:3 zurückliegt."

Aus Anstand jubelte Reus bei seinen Treffern nicht. Nur eine "Becker-Faust" ist ihm "einfach so" rausgerutscht. Aber von dem Respekt kann sich weder die Borussia aus Mönchengladbach noch Tony Jantschke etwas kaufen. Vielleicht aber fand Reus nach dem Spiel in der Gladbacher Kabine ein paar aufmunternde Worte für einen ehemaligen Mitspieler. Die kann Jantschke wirklich brauchen.

David Nienhaus



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