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Brutale Niederlage für Stefan Effenberg

29.05.2011 | 23:47 Uhr

Mönchengladbach.   Stefan Effenberg und die „Initiative Borussia“ scheiterten bei der Mitgliederversammlung von Borussia Mönchengladbach geradezu kläglich. Im Borussia-Park wurde gefeiert, weil Effenberg sämtliche Tigerzähne gezogen worden sind.

Wenn im Borussia-Park ein Tor für Gladbach fällt, verkündet eine sonore Lautsprecherstimme „Tor für die Borussia, Tor für die Borussia....“, und anschließend feiern die Anhänger mit einer „Dipp-der-dipp“-Melodie den ersehnten Treffer. So ist es bei jedem Gladbacher Tor. „Dipp-der-Dipp“, es ist ein altbekanntes Ritual, es ist die pure Freude, und es ist bezeichnend, dass dieser Text auch am Sonntag in der Arena gesungen wurde. Wieder einmal war der Jubel groß, doch diesmal nicht, weil Marco Reus, Igor de Camargo oder Mike Hanke ein wichtiges Tor geschossen hätten, diesmal wurde gefeiert, weil Stefan Effenberg sämtliche Tigerzähne gezogen worden sind.

Was für ein Signal. Effenberg, der über eine Satzungsänderung die Macht in Gladbach ergreifen wollte, hat auf dieser Jahreshauptversammlung eine brutale Niederlage hinnehmen müssen. Um 17 Uhr und elf Minuten war es amtlich. 4269 Mitglieder der Borussia stimmten gegen den Antrag, den Präsidenten künftig von der Mitgliederversammlung wählen zu lassen, und somit stimmten 4269 Mitglieder gegen die Putschisten um den ehemaligen Profi der Borussia. Lediglich 335 Fans, somit 7,2 Prozent, konnten sich durchringen, die Effenberg-Gruppe zu unterstützen.

Um kurz vor halb sechs Uhr suchte der Tiger das Weite, er verließ das Stadion. Angeblich mit einer vorbereiteten Rede im Gepäck, die er nicht mehr halten wollte. Offenbar hatte er genug Buhrufe an diesem Tag gehört. Eine öffentliche Rede wollte er sich nicht mehr antun. Wahrscheinlich war das die beste Entscheidung, die er treffen konnte.

Seine Ankündigung, Max Eberl aus dem Amt jagen zu wollen, hatte den Borussen Beine gemacht. Bereits um kurz nach elf Uhr stauten sich Autos aus den Zubringerstraßen und die Mitglieder vor den Drehkreuzen des Stadions. Doch es sollte noch bis 14.50 Uhr dauern, bis der entscheidende Punkt der Tagesordnung beginnen konnte, die „Aussprache.“

Zuvor hatten die Verantwortlichen die Bühne benutzt, um – wie bei Jahreshauptversammlungen üblich – alle mögliche Attacken schon im Vorfeld zu entschärfen. Vor allem Max Eberl konnte jede Menge Pluspunkte sammeln. „Ich stand hier vor zwei Jahren“, so der Sportdirektor, „und habe von Kontinuität gesprochen, da kann ich Michael Frontzeck doch nicht beim ersten Sturm vor die Türe setzen.“

Es gab vereinzelte Buhrufe, doch die große Mehrheit feierte Eberl, bedachte ihn mit langanhaltendem Applaus, und schon zu diesem Zeitpunkt war absehbar, wie diese Versammlung enden würde. Der Sportdirektor hatte plausible Argumente geliefert, er hat sachlich argumentiert, er hat Fehler eingeräumt und er hat den Mitgliedern – strategisch clever – zwei Zückerchen mitgebracht.

Zuerst erklärte er Dante, den Innenverteidiger, unmissverständlich für unverkäuflich, und anschließend verkündete er sogar noch einen vielversprechenden Neuzugang. „Wir werden Joshua King von Manchester United verpflichten, das ist ein 20-jähriger Norweger, der im Offensivbereich jede Position spielen kann.“

Steine und Beine

Zusammenfassend stellte der Sportdirektor fest, auch künftig den Weg der „kleinen Schritte“ verfolgen zu wollen. „Ich würde gerne mal die ominöse 40-Punkte-Marke knacken, und dann sehen, was noch möglich ist.“ Die Parole heißt eben nicht, sportlicher Erfolg um jeden Preis.

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Für diese Philosophie steht vor allem Klubchef Rolf Königs, der einen Rücktritt, zu dem er aufgefordert wurde, kategorisch ausschloss. „Jede in Investition, die wir tätigen“, versicherte der Präsident, „ist eine Investition in die Mannschaft.“ Bedeutet: Sämtliche Grundstückkäufe rund um den Borussia-Park sind gemacht worden, um etwas aufzubauen, um künftig Geldquellen zu erschließen, damit irgendwann der Profifußball effektiver unterstützt werden kann. „Wir investieren in Steine nur wegen der Beine“, lautet die griffige Formel von Königs. Dem hatte Stefan Effenberg nichts entgegen zu setzen.

Artur vom Stein

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Kommentare
31.05.2011
10:19
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von zeuchwaat | #9

@ Redaktion

Warum um alles in der Welt wurde mein Beitrag gelöscht. Kann es sein das Sie hier ein wenig Diktatur spielen? Mein Beitrag enthielt keine einzige Beleidigung und das Wort Wurst stand in Anführungsstrichen. Deren Bedeutung ist Ihnen wohl unbekannt!!!! Außerdem hat der feine Herr Eberl selber einen Schiedsrichter als Wurst bezeichnet und das haben Sie schön abgedruckt und dann ist es okay oder was??? Komisches Verständnis von freier Meinungsäußerung oder reichtder jeweilige Horizont dessogen. Moderators nicht aus dies richtig zu bewerten?? Und nicht vergessen dies auch zu löschen, denn Kritik ist das was die sogenannte freie Presse überhaupt nicht vertragen kann!! Einfach nur ein Armutszeugnis was da Ihre sogenannten Moderatoren abgeben!!

30.05.2011
15:33
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von zeuchwaat | #8

... na dann frohes weiterdümpeln unten drin mit einem ahnungslosen Präsidenten und einen noch unfähigerem Sportdirekttor Wurst Eberl. Ob Effe und Co es besser gemacht hätten bleibt dahingestellt, aber viel schlechter geht ja gar nicht mehr.

30.05.2011
09:37
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von MeidericherJung | #7

@3
Sehr gut. Ich lach mich kaputt!!!!!!

30.05.2011
08:27
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von JuergenLukat | #6

@jberg

düp düp düp ist von Mickie Krause und die Torhymne von einem Plastikverein.

30.05.2011
08:08
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von jberg | #5

Zu #3:
Wenn man schon zitiert, dann bitte richtig!

30.05.2011
07:56
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von jberg | #4

Und ich dachte immer, die singen düp-düp-düp, nicht döp-döp-döp und schon gar nicht dipp-der-dipp.
Wieder was dazugelernt.

30.05.2011
07:54
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von JuergenLukat | #3

...und noch was zu Effenberg... wie dumm ist der denn? Will in einem Verein die sportliche und finanzielle Leitung übernehmen, vergisst aber 3 Jahre lang seine Mitgliedsbeiträge zu zahlen und tippt für den Sender Sky regelmäßig hohe Gladbach-Niederlagen? Zum Glück sind Borussen Fans bzw. Mitglieder nicht so dumm wie Schalker. Bei denen wird man zum Präsidenten gewählt, nur weil man sich hinstellt und erzählt früher haben wir gegen Dortmund barfuß gewonnen.

Mit der Raute im Herzen

30.05.2011
07:47
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von JuergenLukat | #2

Dipp-der-Dipp Gesänge? Artur vom Stein schreibt schon lange Berichte über Borussia Mönchengladbach. Aber war er jemals im Stadion? Wohl kaum. Sonst wüsste er, dass die Torhymne von Scooter -Maria I Like it Loud ist
.
Döp döp döp und nicht dipp-der-dipp

Mit der Raute im Herzen

30.05.2011
06:20
Brutale Niederlage für Stefan Effenberg
von PhineasSchwarzGelb | #1

Bravo Borussia !!!

Was meint der Effe eiendlich was er für ein toller Experte ist und alles besser machen kann ?

Völlige Selbstüberschätzung !!

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