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Borussia Mönchengladbach hat wieder eine Perspektive

27.11.2011 | 22:44 Uhr
Borussia Mönchengladbach hat wieder eine Perspektive
Foto: dapd

Essen.  Das Rheinderby beim 1. FC Köln war eine Demonstration Gladbacher Überlegenheit. Kaum vorstellbar, dass die Partie zwischen der Borussia gegen den Meister Borussia Dortmund eine einseitige Angelegenheit wird. Ein Kommentar.

Es soll ja Leute geben, die keine allzu starke Vereinsbrille auf der Nase tragen und die sich vor allem an einem schönen Fußballspiel erfreuen wollen. Für diesen Typ Anhänger war das Wochenende bitter. Von wegen Derby-Atmosphäre, von wegen Duell auf Augenhöhe, von wegen Spannung. Nichts von alledem. Dortmund war so hoch überlegen, dass man sich beinahe fragen musste, wie es die schlappen Schalker schaffen konnten, so weit oben in der Tabelle zu stehen...

"Glanzbach"

Eigentlich nicht zu glauben: Aber das Derby in Köln war beinahe noch langweiliger. Das ganze Spiel war eine einzige Demonstration Gladbacher Überlegenheit und so desillusionierend für alle FC-Fans, dass sich viele von ihnen die zweite Halbzeit schenkten und bereits nach gut einer Stunde aus dem Stadion stürmten. Spaß hatten allein die Gladbacher, die jetzt in Schlagzeilen als „Glanzbach“ oder „Borussia Barcelona“ gefeiert werden.

Einzelkritik
Gladbachs Arango gelang fast alles - Note 1

Hochverdient mit 3:0 setzte sich Borussia Mönchengladbach beim 1. FC Köln durch. Eine glatte 1 gibt es in unserer Einzelkritik für Mittelfeldspieler Juan Arango. Eine "1,5" verdienten sich Abwehrchef Dante und Stürmer Mike Hanke.

Über die Gründe für diesen Höhenflug ist viel geschrieben und viel erzählt worden. Wahrscheinlich spielt es eine Rolle, dass eine Mannschaft, die sich nach monatelangem Abstiegskampf in letzter Sekunde wundersam befreit, nichts mehr schocken kann und an die eigene Stärke glauben muss. Ganz sicher aber hat Lucien Favre eine Arbeit geleistet, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Aber natürlich gehört auch Glück dazu: Dass der Trainer so einschlägt und dass Marco Reus zur „Rakete Reus“ wird, dürfte selbst Sportdirektor Max Eberl in dieser Dimension überrascht haben – auch wenn er es persönlich war, der die beiden an den Niederrhein holte und damit dafür sorgte, dass die Borussia wieder eine Perspektive hat, von der dieser Klub so lange geträumt hat.

Reus wäre ein herber Verlust

Jeder weiß, dass die Bayern, egal was Präsident Uli Hoeneß aktuell erzählt , ein Auge auf den Gladbacher Himmelsstürmer geworfen und bei seinem Berater vorgefühlt haben. Und Reus wäre fraglos ein herber Verlust für Gladbach. Doch anders als in früheren Zeiten muss man den Verantwortlichen heutzutage zutrauen, weiter für Fortschritt sorgen zu können. Schon die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme (bis zu 20 Millionen Euro) ist ein sicheres Indiz für diese These.

Gladbach gewinnt Derby

Gladbach scheint wirklich auf einem guten Weg zu sein. Selbst der Meister, der am Samstag an den Niederrhein kommt, ist gewarnt. Borussia kontra Borussia – wie immer werden viele Fußball-Fans auch diesem Duell entgegen fiebern, zumal es diesmal kaum vorstellbar ist, dass die Partie eine einseitige Angelegenheit wird. Die Prognose sei erlaubt: Niemand wird nach der Pause vor Langeweile wegdösen, niemand wird frühzeitig aus dem Stadion flüchten.

Artur vom Stein

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Kommentare
28.11.2011
10:13
Kompliment ...
von runningvalentino | #2

an den Namensvetter vom Niederrhein!
Bisher spielen die Gladbacher eine außerordentliche Saison. Das Spiel gegen den BVB wird schon richtungsweisend sein; ausgenommen es endet unentschieden :-)

Es bleibt zu wünschen, dass die Borussen, damit meine ich beide Teams , die Meisterschaft möglichst lange spannend halten können, denn eigentlich glaube ich immer noch, dass der neue Meister (leider) aus München kommen wird.

Aber, manchmal geschehen ja auch noch wundersame Dinge im Fußball ...

27.11.2011
23:08
Gladbach
von Radfahrer | #1

Ich hoffe das sie nach der Winterpause auch so weiter spielen.

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