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Auch Gladbachs Borussen wollen lieber "schwere Beine"

15.02.2013 | 17:35 Uhr
Auch Gladbachs Borussen wollen lieber "schwere Beine"
Roel Brouwers bei der Kopfarbeit – anschließend hatte der Mönchengladbacher schwere Beine. Foto: dpa

Mönchengladbach.  Die Gladbacher Klagen über die Terminhetze zwischen Europa League und Bundesliga sind unberechtigt. Es können einfach nicht alle vier Bundesliga-Klubs nach ihrem Euro-Einsatz am Sonntag spielen. Daran können auch die Planer nichts ändern. Ein Kommentar.

Der Mönchengladbacher Roel Brouwers hat auf die Frage, was er denn aus der Europa-League-Partie gegen Lazio Rom in das Bundesligaspiel gegen Hamburg mitnehmen würde, geantwortet: schwere Beine. Und das war nicht nur pfiffig, das wird sicher auch nicht ganz falsch sein. Wer am Donnerstagabend einen schweren Kampf im internationalen Ring bestreiten muss, der ist am folgenden Samstagnachmittag eben gewöhnlich nicht so fit wie jemand, der stattdessen die Couch beehrt.

Gladbach braucht sich nicht über das Samstagspiel beschweren

Ein Kommentar von Frank Lamers.

Weil auch Borussen-Trainer Lucien Favre und Sportdirektor Max Eberl sich nicht erfreut darüber gezeigt haben, dass ihre Mannschaft  streng nach Spielplan bereits am Samstag wieder Rasenkontakt aufzunehmen hat, könnte nun erneut eine große Diskussion über Terminansetzungen geführt werden. Das aber lohnt sich einfach nicht. Gladbach, Hannover, Stuttgart, Leverkusen waren im Einsatz. Hannover und Stuttgart dürfen einen Tag später antreten. Was hätten die Planer tun sollen? Vier Begegnungen für den Sonntag anberaumen? Das mächtig zahlende Fernsehen und all die Fans, die ihre Wochenenden wahrscheinlich lang und sauber verplant haben, vor die Köpfe stoßen?

3:3-Torfestival in Mönchengladbach

Bundesliga-Klubs möchten trotz Anstrengung selbst gern im Wettbewerb bleiben

Genau. Weil aber das deutsche Quartett nicht einen Hinrundensieg hinbekommen hat, gilt nur vorerst noch das „Bitter, aber wir müssen da durch“-Motto. Demnächst wird es dann wohl ersetzt durch: „Bitter, wir wären doch so gern noch dabei“.

 

Frank Lamers

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