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Arango soll Marseilles Superbrüder Ayew alt aussehen lassen

08.11.2012 | 16:07 Uhr
Arango soll Marseilles Superbrüder Ayew alt aussehen lassen
Borussia Mönchengladbach gastiert am Donnerstagabend im Verfolgerduell der Europa-League-Gruppe C bei Olympique Marseille. Besonders in der Pflicht steht Schlüsselspieler Juan Arango.Foto: imago

Marseille.   Borussia Mönchengladbach gastiert am Donnerstagabend im Verfolgerduell der Europa-League-Gruppe C bei Olympique Marseille. Besonders in der Pflicht steht Schlüsselspieler Juan Arango. Der Venezolaner muss André Ayew in den Schatten stellen, um Gladbachs Chancen auf das Weiterkommen zu wahren.

Borussia Mönchengladbach gastiert am vierten Spieltag der Europa League bei Olympique Marseille (19.00 Uhr / live im DerWesten-Ticker). Im Verfolgerduell der punktgleichen Teams stehen die Schlüsselspieler André Ayew und Juan Arango besonders im Blickpunkt. Beide haben einen starken linken Fuß. Das ist allerdings schon die einzige Gemeinsamkeit der Ausnahmefußballer.

Ayew schoss Doublesieger Dortmund ab

Keine allzu guten Erinnerungen hat Doublesieger Borussia Dortmund an Marseille und André Ayew. Es ist der 28. September 2011: Der BVB spielt am zweiten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase im Stade Vélodrome. Es läuft die 20. Spielminute. Ayew bekommt den Ball in halblinker Position am Strafraumrand. Erster Kontakt: Ballannahme. Zweiter Kontakt: Trockener Flachschuss – 1:0. Später besorg Ayew die Entscheidung zum 3:0 per Elfmeter.

Kurios: Drei seiner vier Treffer in der Königsklasse (20 Spiele) erzielte der 44-fache ghanaische Nationalspieler (vier Tore) in den beiden Spielen gegen Borussia Dortmund.

Auch Ayews Vater Pelé spielte für Marseille

Ayew wurde am 17. Dezember 1989 in der Nähe von Lille (Seclin, Frankreich) als Sohn von Abédi Pelé geboren. Auch Pelé war Fußball-Profi, einer der besten afrikanischen überhaupt. Und auch Pelé spielte für Marseille, ehe er über Lyon nach München zu 1860 wechselte. Ayew ist auf dem besten Weg in die großen Fußstapfen seines Vaters zu treten. Bereits im August 2007 feierte der Junioren Weltmeister von 2009 als 17-Jähriger sein Profi-Debüt für Marseille. Ayew etablierte sich schnell in der Ligue 1. In den vergangenen Jahren ist er zu einem der Stars in Frankreichs Beletage des Fußballs aufgestiegen. In insgesamt 104 Ligaspielen erzielte Ayew 23 Treffer.

Marseilles Nummer zehn hat enormen Zug zum Tor, ist pfeilschnell und flink wie ein Wiesel. Ayew kommt über außen, wo er seine Gegner mit schnellen Dribblings düpiert. Der ghanaische Nationalspieler ist neben Mittelstürmer Loic Rémy der Shooting-Star der „Marseillais“.

Arango ist international noch unerfahren

Juan Arango hingegen ist ein ganz anderer Spielertyp , jedoch mindestens ebenso wertvoll für seine Mannschaft. Der Venezolaner ist ein Routinier, hat bereits 109 Länderspiele (23 Tore) auf dem Konto. Sein linker Fuß ist für Gladbach eine unverzichtbare Waffe. Neben genialen Pässen und starken Fernschüssen sind Freistöße Arangos Spezialität.

In Punkto internationale Erfahrung kann der 32-Jährige allerdings nicht mit dem zehn Jahre jüngeren Ayew mithalten. Nur viermal spielte Arango auf der großen Bühne – in dieser Saison mit Gladbach. Bei seinem Ex-Klub RCD Mallorca, für den Arango in 168 Ligaspielen 41 Treffer erzielte, wurde ihm diese Ehre nicht zu Teil.

Arango muss die Gebrüder Ayew in den Schatten stellen

Nach maximal durchschnittlicher Vorstellung im Hinspiel will Arango am Donnerstagabend umso mehr auf sich aufmerksam machen. Ebenso wie Ayew, der beim 0:2 im Borussia Park nur eingewechselt wurde. Für ihn stand vor zwei Wochen sein jüngerer, aber nicht minder talentierter, Bruder Jordan (21) in der Starformation – er ist Marseilles Ass im Ärmel. Die Spielweise der Ayew-Brüder ähnelt sich enorm – mit dem Unterschied, dass Jordan seine Treffer für gewöhnlich mit dem rechten Fuß erzielt.

Arango muss beide in den Schatten stellen, damit Gladbach in der Hammer-Gruppe C mit Fenerbahce Istanbul, AEL Limassol und eben Marseille die Chancen auf ein Weiterkommen wahrt. Hat der Venezolaner einen schlechten Tag, laufen die Fohlen Gefahr, wie Dortmund, im Hexenkessel von Marseille unterzugehen.

Niklas König


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