Fußballgewalt – Minister streiten über Alkohol im Stadion

Kein Alkohol und mehr Puffer zwischen den Fans: Die Innenminister suchen Mittel gegen Gewalt in Fußballstadien.
Kein Alkohol und mehr Puffer zwischen den Fans: Die Innenminister suchen Mittel gegen Gewalt in Fußballstadien.
Foto: Archiv/Sebastian Konopka/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Kein Alkohol und weniger Gästekarten bei Risikospielen: Die Innenminister diskutieren ab Mittwoch über Maßnahmen gegen Gewaltexzesse im Fußball.

Mainz.. Die Gewalt in Fußballstadien wird auch bei der Innenministerkonferenz (IMK) zum Thema. Bei dem Treffen vom Mittwoch bis Freitag in Mainz geht es um Überlegungen, bei Hochrisiko-Spielen Alkohol zu verbieten und Gästekarten mehr zu limitieren, wie IMK-Chef Roger Lewentz (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dieser Vorschlag der Innenminister sei bereits bei einem Treffen mit den Spitzen des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Fußball Liga im Mai in Mainz angesprochen worden.

Weniger Gästekarten – mehr freie Plätze zwischen Fans

"Wenn es weniger Gästekarten gäbe, könnten mehr Pufferzonen in den Sitzblöcken eingerichtet werden", erklärte der rheinland-pfälzische Innenminister. "Das wäre ein gutes Mittel gegen Gewalt - genauso wie ein umfassendes Alkoholverbot bei Risikospielen auch im Umfeld des Stadions."

Vereine müssten mit Umsatzeinbußen leben

Lewentz ergänzte: "Wir wissen, dass das im Zweifel zwar mit Umsatzeinbußen verbunden ist, der positive Effekt für die Sicherheit würde aber überwiegen." Denkbar wäre auch, aggressiven Fußballanhängern zu verbieten, mit dem Zug anzureisen. (dpa)