Kommentar

Für den FC Bayern München wird’s schwieriger

Hat den Ton verschärft: Bayern-Präsident Uli Hoeneß.
Hat den Ton verschärft: Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Das 0:2 gegen den FC Arsenal irritiert den Verein. In der Champions League warten jetzt die wahren Herausforderungen, die Bayern München in der Bundesliga nicht hat. Wie das in der Königsklasse geht, hat der FC Barcelona gerade gezeigt. Ein Kommentar.

Essen.. Vielleicht gibt es im Fußball eine ausgleichende Gerechtigkeit. Die Dortmunder könnten durchaus auf diese Vermutung kommen, sie haben in der Champions League eine Gruppenphase überstanden, die es in sich hatte. Im Gegenzug gilt der FC Malaga im Viertelfinale als Wunschlos, auch wenn das kein Borusse öffentlich zugeben kann.

Urplötzlich jedenfalls steht der BVB in der Königsklasse besser da als die Bayern. Ihr 0:2 im Achtelfinale gegen den FC Arsenal hat Spuren hinterlassen, es hat die Münchener mindestens irritiert, was sich auch an den Reaktionen ablesen lässt, die Juventus Turin als Gegner hervorruft.

Lässt man den kalkulierten Ausbruch von Uli Hoeneß beiseite, bleibt die Erkenntnis: Die wahre mentale Stärke der Bayern wird sich jetzt zeigen müssen, weil keine Mannschaft ohne Delle durch eine Saison kommt. In der Bundesliga wird nichts anbrennen, die unglaublichen 20 Punkte Vorsprung könnten sich in Europa aber noch als Bumerang erweisen. Es fehlte den Bayern bis jetzt an Rückschlägen, an Prüfungen, an denen sie wachsen mussten. Barcelona hat gerade gezeigt, wie das in der Champions League geht. Dieses Niveau ist Bayern Münchens selbst gewählter Anspruch. Und nun gilt’s.

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