Frauen kicken anders
07.07.2011 | 15:59 Uhr 2011-07-07T15:59:03+0200Laut einer Studie legen Frauen ein anderes Spielverhalten an den Tag als Männer.
Sie ticken anders, und sie kicken auch anders. Sportwissenschaftler wie Karsten Görsdorf haben herausgefunden, dass die Fußball-Damen ein anderes Spielverhalten an den Tag legen als ihre männlichen Kollegen.
"Also wir haben eine hohe Abweichung zwischen Männer- und Frauenfußball. Und konnten dort zeigen, dass die Männer doch nach Foulsituationen, egal zu welchem Spielstand und zu welcher Spielminute, wesentlich länger liegen bleiben als Frauen. Jetzt kann man sagen, die Männer sind wesentlich cleverer, wenn sie führen und nutzen das aus. Oder man betrachtet es anders und sagt, die Frauen spielen einfach den faireren Fußball. Das obliegt dann dem Betrachter."
Und noch etwas haben die Experten bemerkt: "Also wir haben Situationen gefunden, wo Frauen dreieinhalb Minuten am Stück gespielt haben. Ohne eine Unterbrechung, ohne ein Foul, ohne einen Einwurf. So etwas werden sie im Männerfußball kaum finden, es sei denn Barcelona spielt und schiebt sich den Ball sicher zu."
Doch es gibt auch eine Annäherung des Frauenfußballs an den Männerfußball: "Die Spiele sind schneller geworden, wir erleben mehr Athletik am Ball. Das heißt, die Zweikämpfe sind auch härter geworden. Das sieht man auch bei dieser Weltmeisterschaft. Und das wird auch weiterhin zunehmen. Wir haben völlig andere taktische Maßnahmen in den vergangenen Jahren gesehen.
Das heißt, Frauen sind durchaus zunehmend in der Lage auch mal einen Diagonalball über 30, 40 Meter zu schlagen. Und das war vor ein paar Jahren zielgenau noch überhaupt nicht gängig oder nur von Einzelpersönlichkeiten. Und wir haben natürlich schon eben auch Maßnahmen, das Umsetzen der Vierer-Kette, das Hineinstoßen auch wiederum von Stürmern in die Nahtstellen. Das haben wir in den letzten Jahren so noch nicht gesehen." Die WM bietet den Wissenschaftlern derzeit genügend Anschauungsmaterial für ihre Studien. Hoffen wir, dass sie die deutschen Damen noch bis zum Finale beobachten können.
12:21
Warum wird denn dann so eine Randsportart, wie Frauenfußball von den Medien derart gepuscht ? Ein Sport in dem die Erste- Liga so im Schnitt 800-1000 Zuschauer pro Spiel zieht ist wohl mit Volleyball zu vergleichen, nun wenn bei den nächsten Volleyball Weltmeisterschaften die gleiche Werbetrommel gerührt wird, könnte ich das ganze lächerliche Theater wohl verstehen.