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Frankreich zittert sich nach Südafrika

18.11.2009 | 23:45 Uhr

Paris. Durch ein Tor von William Gallas in der Verlängerung hat Frankreich im Play-off-Rückspiel gegen Irland das WM-Ticket gelöst. Nach 90 Minuten hatten die Iren 1:0 geführt.

Vize-Weltmeister Frankreich hat sich zur WM 2010 in Südafrika gezittert. Erst in der Verlängerung rettete Williams Gallas (103.) mit einem heftig umstrittenen Tor der "Equipe Tricolore" das 1:1 (0:1, 0:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Iren und damit Trainer Raymond Domenech den Job. Vor dem Ausgleich hatte Kapitän Thierry Henry allerdings den Ball klar mit der Hand gespielt. Schiedsrichter Martin Hansson aus Schweden erkannte den Treffer aber nach langer Beratung mit seinen Assistenten dennoch an.

Damit blieb den Franzosen die Schmach erspart, sich die WM-Endrunde wie zuletzt 1994 im Fernsehen ansehen zu müssen. Zuvor hatten die Iren den hohen Favoriten aber an den Rand einer nationalen Katastrophe gebracht. Kapitän Robbie Keane glich mit seinem Treffer in der 33. Minute das 0:1 aus dem Hinspiel aus und führte sein Team damit in die Verlängerung.

Irland mit dem besseren Start

Die Gäste waren nach der Heimniederlage mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ins Spiel gegangen, zumal Frankreichs Mittelfeldspieler Lassana Diarra die Iren unmittelbar nach der ersten Partie beschimpft und die Provokationen auch in den Tagen danach noch fortgesetzt hatte. Während die Franzosen in der hart und aggressiv geführten Partie zunächst überhaupt nicht ihren Rhythmus fanden, übernahmen die "Boys in Green" das Kommando.

In der 24. Minute klärte Frankreichs Torhüter Hugo Lloris noch in letzter Sekunde vor Keane, drei Minuten später kam Kevin Doyle völlig frei zum Kopfball, verfehlte aber knapp das Tor. In der 33. Minute war Lloris dann aber machtlos, als Tottenham-Angreifer Keane nach einer klasse Vorarbeit von Damien Duff zum Entsetzen der einheimischen Fans das 0:1 erzielte. Rund 15.000 Iren, viele davon per Zug von Köln aus angereist, waren dagegen im mit 85.000 Zuschauern voll besetzten Stade de France völlig aus dem Häuschen.

Domenech: "Haben die erste Halbzeit verschlafen"

"Wir haben die erste Halbzeit verschlafen", sagte Domenech unmittelbar vor Beginn der zweiten Halbzeit, verzichtete aber zunächst noch auf weitere Wechsel, nachdem schon nach neun Minuten Sebastien Squill den mit Nasenbeinbruch ausgeschiedenen Julien Escude ersetzt hatte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fanden die Franzosen vor den Augen ihres einstigen Superstars Zinedine Zidane und Staatspräsident Nicolas Sarkozy immer noch nicht zur erhofften Gefährlichkeit. Ein harmloser Weitschuss von Chelseas Stürmerstar Nicolas Anelka in der 54. Minute hatte fast schon Symbolcharakter, in der 62. Minute scheiterte Barcelonas Angreifer Henry in aussichtsreicher Position.

Die Iren drückten dagegen weiter aufs Tempo. In der 61. Minute vergab Damien Duff aus acht Metern, in der 73. Minute ließ sich Keane noch in letzter Sekunde von Lloris abdrängen und verpasste die mögliche Entscheidung. Bis zum Ende der regulären Spielzeit lieferten sich beide Teams dann noch einen offenen Schlagabtausch. (sid)

DerWesten

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Kommentare
19.11.2009
12:40
Frankreich zittert sich nach Südafrika
von M.W. | #2

I totally agree. That goal should not have been allowed!! Betrug, Betrug, Betrug!!

19.11.2009
11:28
Frankreich zittert sich nach Südafrika
von kommtklar | #1

Es ist eine Schande, dass die selbstgerechten Tatagreise die die Regeln machen, einfach keine Kamerabeiweise zulassen wollen.

Man will einfach keine Gerechtigkeit so wie z.B im Eishockey oder Tennis wo ganz klar wird, der Kamerabeweis hilft sehr. Besonders weil heutzutage die meisten Spieler betrügen, und ein Schiri kann doch nicht alle gleichzeitig im Auge haben. Wenn es um so viel geht wie die WM Quali Paly-Offs dann muss man alles nehmen was man hat um Gerechtigkeit und Fairness, die ja so hoch angeprangert wird, zu gewähleisten.

Ich finde auch schade, das in diesem Artikel das Handspiel von Henry nicht näher erläutert wird. Das ist absichtlicher Betrug und gehört auf jede Titelseite! Jeder Spieler der so handelt und nicht zugibt dass er gemogelt hat, sollte Nachts nicht mehr schlafen können. Aber das zeigt dass viele Sportler keine ehrenwerten Menschen sind, sondern gierige Söldner.

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