"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej!"
21.11.2008 | 22:52 Uhr 2008-11-21T22:52:00+0100
Düsseldorf. 13 000 Fortuna-Fans feierten hart erkämpften Sieg über Braunschweig. Jovanovic und Lawaree trafen.
Am Schluss dröhnte es selbst aus den Arena-Lautsprechern: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej, hej!” Und 13 000 Fortunafans auf den Rängen stimmten lautstark und glückselig mit ein: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej, hej!" Damit steht Fortuna durch den hart erkämpften 2:1 (1:1)-Sieg über Eintracht Braunschweig in der 3. Fußball-Liga auf Platz eins. Dies kann sich jedoch am Samstag wieder ändern, wenn Paderborn gegen Aalen gewinnt. Daher nahm Trainer Norbert Meier den Blick auf's weiße Tabellenformular gelassen: „Das ist schön, aber auch nur eine Momentaufnahme.”
Viele der insgesamt 13 881 Zuschauer steckten bei der Anfahrt zur Arena im großen (Unfall-)Stau, auf dem Rasen ging aber gleich die Post ab. Beide Teams begannen offensiv und bereits nach 6 Minuten und 48 Sekunden jubelten alle Rot-Weißen. Nach Zuspiel von Ahmet Cebe stand Ranisav Jovanovic frei vorm Braunschweiger Tor und überwand den Eintracht-Keeper mit dem schönen Namen Jasmin Fejzic. Fünftes Saisontor von „Jova”, 1:0 für Fortuna - damit war man Tabellenführer!
Aber nur für 33 Minuten. Anstatt die Führung auszubauen, kassierten die Düsseldorfer den Ausgleich. Per Sonntagsschuss am Freitagabend. In der 40. Minute überraschte Benjamin Fuchs mit einem strammen 35-Meter-„Hammer” auch Fortuna-Keeper Michael Melka, der zuvor zweimal glänzend gegen Lenze (25.) und Kruppke (32.) reagiert hatte.
Halbzeit zwei begann ebenfalls mit einem schnellen Tor. Nach 47 Minuten und 41 Sekunden beendete auch Axel Lawaree seine vier Spiele anhaltende „Ladehemmung”. Nach super Zuspiel von Olivier Caillas erzielte der Stürmer das 2:1. Und schoss Fortuna damit endgültig an die Spitze. Denn bis zum Schlusspfiff verteidigten die Düsseldorfer den knappen Vorsprung, wobei Michael Melka in der 58. Minute sein Team mit einer Fußabwehr gegen Rene Pfitzner zum dritten Mal vor einem möglichen Eintracht-Treffer bewahrte.
„Ein guter Torhüter gehört auch zum Erfolg”, lobte Trainer Meier, der trotz des Sieges nicht damit zufrieden war, dass sein Team sich das Leben selbst schwer gemacht hatte: „Wir haben unnötig mit langen Bällen operiert, Fehler gemacht und den Gegner zu Kontern eingeladen.”
Positiv bewertete der 50-jährige Coach die Einstellung seiner Truppe, die nach der trotz des 2:0-Sieges insgesamt schwachen Leistung sechs Tage zuvor in Dresden, gestern Abend aufopferungsvoll kämpfte: „Braunschweig hat gut gespielt, wir haben immer dagegen gehalten.”
Drei Siege in Folge, 32 Punkte aus insgesamt 16 Partien. „Das ist ein Schnitt von zwei Zählern pro Spiel”, hatte Abwehrroutinier Jens Langeneke schnell ausgerechnet. „Wenn wir den halten, dann steigen wir auf!”
0mitdiskutieren