Schafft Fortuna noch einmal den Anschluss an die Spitzengruppe?

Ein enger Kampf, der Fortuna mit einem Sieg an die Spitzengruppe zurückführen kann. Gegner ist der Abstiegskandidat St. Pauli.
Ein enger Kampf, der Fortuna mit einem Sieg an die Spitzengruppe zurückführen kann. Gegner ist der Abstiegskandidat St. Pauli.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Fortuna Düsseldorf startet in die Wochen der Entscheidung: Mit einem Sieg im Montagsspiel auf St. Pauli wäre der Anfang gemacht. Soares muss wohl Bodzek ersetzen.

Düsseldorf.. Noch vor wenigen Wochen konnte man bei der Fortuna gedanklich eigentlich schon einen Haken hinter die Saison setzen. Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit, die schließlich in einer 1:3-Niederlage in Leipzig gipfelte, verloren die Zweitliga-Fußballer die vorderen Tabellenplätze und somit das erklärte Saisonziel aus den Augen. Angesichts von neun Punkten Rückstand auf die Spitzengruppe drohte die Saison im bedeutungslosen Mittelmaß zu münden.

Aufgrund der gezeigten Leistungen verbiete sich jeder weitere Blick in die obere Tabellenhälfte, sagten die Fortunen damals selbstkritisch. Selbst kühnste Optimisten hätten wohl nicht mehr damit gerechnet, eventuell doch noch einmal vorsichtig nach oben schielen zu können. Doch sollte die Fortuna am Ostermontag (20.15 Uhr live in unserem Ticker) mit einem Sieg bei Schlusslicht FC St. Pauli aus der Länderspielpause starten, könnte das große Rechnen wieder einsetzen.

Rückstand ist geschrumpft

Personal Auf der Zielgeraden der Saison ist Fortunas Rückstand auf die Spitzengruppe geschrumpft. Mit einem 2:0-Erfolg gegen den SV Darmstadt gingen die Düsseldorfer in die Länderspielpause und verkürzten den Abstand zu den Südhessen auf dem Relegationsplatz auf sechs Punkte. Mit einem Sieg am Hamburger Millerntor könnte man weiteren Boden gut machen. Bei der Fortuna wird man diesen Umstand zwar wohlwollend registrieren. Nach den Rückschlägen der jüngeren Vergangenheit und der Beurlaubung von Ex-Trainer Oliver Reck ist man mit Erwartungshaltungen jedoch vorsichtig geworden.

Interimstrainer Taskin Aksoy trug mit sieben Punkten aus vier Partien unter seiner Regie seinen Teil dazu bei, dass die Fortuna acht Spieltage vor dem Saisonende noch nicht um die sprichwörtliche „Goldene Ananas“ kickt. Hinzu kommt, dass sich die vermeintlichen Aufstiegskonkurrenten ein Schneckenrennen liefern. Am letzten Spieltag vor der Länderspielpause war die Fortuna die einzige Mannschaft aus den Top-Sieben der Tabelle, die einen Sieg landen konnte.

Großes Fragezeichen über Bodzek

Bodzek Mit der Partie am Montag auf St. Pauli beginnen für die Düsseldorfer jedoch nicht nur aus sportlicher Sicht die Wochen der Entscheidung. Neben der ungeklärten Cheftrainerfrage ist auch die Zukunft von vier Spielern, deren Verträge am Saisonende auslaufen, zumindest offiziell noch immer ungewiss. Bis Ende März wollte Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte die Gespräche mit den betreffenden Spielern zum Abschluss gebracht haben. Wie es mit Erwin Hoffer, Bruno Soares, Andreas Lambertz und Oliver Fink weitergeht, ist noch offen.

Ein großes Fragezeichen steht auch hinter Adam Bodzek. Zumindest sportlich. Zwar konnte der Mannschaftskapitän nach seiner Innenbanddehnung im Knie schon wieder individuelles (Lauf-)Training absolvieren. Ein Einsatz dürfte für den Deutsch-Polen wohl aber noch zu früh kommen. Weshalb Interimscoach Aksoy in der Abwehrzentrale neben Jonathan Tah wieder auf Bruno Soares setzen dürfte, der zuletzt gegen Darmstadt mit Oberschenkelproblemen ausfiel.

„Für uns wird es darum gehen, von Anfang an dagegenzuhalten. Wir dürfen uns nicht davon blenden lassen, dass St. Pauli aktuell auf dem letzten Tabellenplatz steht“, warnt Aksoy.