Meiers rot-weiße Lotterie
14.08.2009 | 10:45 Uhr 2009-08-14T10:45:00+0200
Düsseldorf. Fortuna-Trainer Norbert Meier muss vor dem morgigen Gastspiel beim 1. FC Union Berlin noch einige Kicker aussortieren. Nur 18 von 23 Spielern werden heute im Flieger nach Berlin sitzen.
Nicht das Lotto-Motto 6 aus 49, sondern 5 aus 23 gilt am Freitag für Norbert Meier. Nach dem Vormittagstraining will der Fortuna-Cheftrainer entscheiden, welche 18 Kicker um 15.05 Uhr im Flieger gen Berlin sitzen. Dort steht Samstag Mittag bereits um 13 Uhr im modernisierten, gleichwohl immer noch legendären Stadion „An der Alten Försterei” das Zweitliga-Match bei Mitaufsteiger Union Berlin an.
Zwei Kicker sind nicht mit drin in der rot-weißen Personal-Lotterie. Für den nach einem Innenbandeinriss im rechten Knie genesenen Jens Langeneke kommt ein Einsatz zu früh. Kai Schwertfeger fehlt mit einer Kapselreizung im linken Knie.
Torhüterfrage ist noch offen
Offen ist die Torhüterfrage. Der angeschlagene Stammkeeper Michael Melka trainierte Donnerstag Morgen erstmals wieder nach der Gelenkkapselstauchung im linken Zeh, die er am vergangenen Samstag beim 3:0 gegen den SC Paderborn erlitten hatte.
„Melka sagt mir Bescheid, ob es geht oder nicht”, erklärte Meier am Donnerstag. Sollte der Schlussmann nicht einsatzfähig sein, stünde er als der erste der fünf Streichkandidaten fest. Dann würde Maximilian Schulze-Niehues aus der Regionalliga-Reserve den Ersatzmann hinter Michael Ratajczak geben.
Eine andere Personalfrage wurde indes abgeschlossen. Ranisav Jovanovic und Robert Palikuca, die am Mittwoch im Training wüst aneinander geraten waren, dürfen eine ordentliche Geldstrafe in die Mannschaftskasse zahlen.
Die Höhe wurde nicht genannt, soll aber spürbar über den sonstigen „Tarifen” liegen. „Die Spieler meinten nach der letzten Mannschaftsfahrt, dass die Reisen nach Mallorca langsam ausgelutscht sind. Wenn sie nach Acapulco wollen, müssen sie mir nur Bescheid sagen”, merkte der Übungsleiter zur Geldstrafe süffisant an.
Der wischte auch gleich Bedenken gegen einen Einsatz von Jovanovic beiseite. Der Angreifer hatte zuletzt über Rückenprobleme geklagt. „Im Training hat er gezeigt, dass er wettkampffähig ist”, so Meier.
Der 50-Jährige hofft, dass das Lauftraining, das er unmittelbar nach der Auseinandersetzung angesetzt hatte, einen Lehreffekt hat: „Die Spieler haben gesehen, dass bei solchen Geschichten die ganze Mannschaft bluten muss. Ich hoffe, sie überlegen in Zukunft vor solchen Aktionen.”
Ungeachtet seiner Personalfragen hat Meier Respekt vorm Samstags-Gastgeber: „Union ist eine abgezockte, routinierte Mannschaft. Wir müssen alles investieren, um gegen dieses Team zurecht zu kommen.”
Gleichwohl hat der Auftaktsieg gegen Paderborn die Fortunen-Brust nicht schmaler gemacht. „Wir wollen auch in Berlin gewinnen”, sagt Meier. Was wiederum fast wie ein „Sechser” im Lotto wäre – wären sechs Zähler zum Saisonstart doch mehr als achtbar.
09:26
****** Rassisten!!!
Caillas raus!