Meier: „Wir müssen mit allem rechnen”
11.01.2010 | 09:30 Uhr 2010-01-11T09:30:00+0100
Düsseldorf. Das Trainingslager und der Wintercup sind bei Fortuna Düsseldorf abgehakt. Der Rückrundenstart in Paderborn steht im Fokus. Am Montag wurde erstmals auf dem eingeschneiten eigenen Trainingsplatz geübt.
Das achttägige Trainingslager und der Wintercup verliefen für die Fortuna durchaus zufriedenstellend. Doch dies alles ist abgehakt. „Bis Freitag ist das alles Schall und Rauch”, betont Innenverteidiger Jens Langeneke. Dann steht der Auftakt zur Rückrunde in der 2. Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn (18 Uhr, Arena Paderborner Straße) an. Sowohl der Rasen im Stadion als auch die Zufahrtswege zur Spielstätte sind noch eingeschneit, doch nach telefonischer Auskunft der SCP-Geschäftsstelle rechnet man bei den Ostwestfalen fest mit einer Austragung der Partie.
Umstellung auf Schnee und Matsch
Dementsprechend mühen sich die Fortuna-Kicker nun, nach acht Tagen im spanischen Trainingslager und dem Wintercup am Sonntag unter besten Bedingungen in der geschlossenen Arena die Umstellung auf einen vom Schnee aufgeweichten, matschigen Untergrund zu meistern.
„Wir müssen mit allem rechnen”, warnt Cheftrainer Norbert Meier – und hat dabei den Rasen im Paderborner Stadion im Kopf. „Vor der Winterpause hat der SCP auch auf Schnee gegen St. Pauli gespielt und gewonnen.” Am 20. Dezember feierten die Blau-Schwarzen einen 2:1-Erfolg, der den Mitaufsteiger der Fortuna auf Rang neun hievte.
Unabhängig von den zu erwartenden schwierigen äußeren Bedingungen zeigt sich die Fortuna gut gerüstet. Im Test in Spanien gegen Schalke (5:5) sowie in den beiden Partien beim Wintercup gegen Leverkusen (1:0) und Mönchengladbach (0:1) trat das Team gut auf. Einzig beim 1:5 gegen Mainz waren die Rot-Weißen neben der Kappe, ließen alle bisher gezeigten Tugenden vermissen.
„Das war vielleicht sogar gut. Dadurch sind wir auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Wir haben gesehen, dass es nicht von alleine läuft”, bekennt Kapitän Andreas Lambertz im Rückblick auf die Niederlage gegen den Erstligisten in Spanien. So zeigte nicht nur der 25-Jährige mit der Leistungssteigerung beim Wintercup, dass er diese Niederlage als Weckruf begriff.
Als Option im Mittelfeld bot sich dabei auch wieder Marco Christ an, der in den 45 Minuten gegen Mönchengladbach nach seiner Verletzungspause wieder einige gute Ansätze zeigte. „Die Fitness kommt langsam wieder, es wird besser”, war der 29-Jährige zufrieden. „Ein Einsatz über 90 Minuten kommt am Freitag aber noch zu früh.”
Bangen muss derweil auch noch Ranisav Jovanovic. Wie berichtet war der Angreifer nach einer vermeintlichen Tätlichkeit beim 3:2 am 4. Dezember gegen Bielefeld für vier Meisterschaftsspiele gesperrt worden. Zwei Partien hat Jovanovic bereits ausgesetzt.
Am Freitag wird nun um zehn Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main ein Einspruch der Fortuna verhandelt. Hat dieser Erfolg, könnte Jovanovic in Paderborn auflaufen. Vorausgesetzt, er schafft es pünktlich bis zum Anpfiff dorthin.
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