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Martin Latka – ein Fels für Fortunas Abwehr

22.01.2013 | 18:03 Uhr
Martin Latka – ein Fels für Fortunas Abwehr
Gestern beim Fortuna-Training: Martin Latka überragt die Kollegen deutlich.Foto: Bernd Lauter

Düsseldorf.  Der 1,93 Meter große Verteidiger von Sparta Prag erinnert in mancher Hinsicht an seinen Landsmann Jan Koller – Nürnberg und Bochum blitzten bei dem 28-Jährigen ab.

Manch einer, der Fortunas neuem Abwehrspieler Martin Latka zum ersten Mal begegnet, denkt unwillkürlich an einen großen Landsmann des Tschechen: An Jan Koller. Nicht nur wegen der weitgehend Haar-freien Köpfe der beiden Fußball-Profis, sondern auch wegen ihrer schieren Länge. Zwar ist Latka mit gemessenen 1,93 Metern neun Zentimeter kleiner als der 2,02-m-Mann Koller, ähnlich beeindruckend ist seine Erscheinung aber in jedem Fall. Ob die Gegenspieler Angst vor ihm haben? Auf diese Frage zeigt Latka zuerst einmal, dass er auch freundlich und höchst charmant lächeln kann. „Keine Ahnung“, entgegnet er dann. Immerhin ein kleiner Widerspruch zu den Ausführungen von Sportvorstand Wolf Werner zu Fortunas neuem Abwehr-Riesen, der auf die Frage nach Latkas Stärken entgegnet: „Man muss ihn ja nur angucken.“

Petr Radas „Fels in der Brandung“

Keine Frage: Martin Latka wird schon alleine aufgrund seiner körperlichen Konstitution Respekt im Fortuna-Strafraum verbreiten. „Kopfballstärke“ ist eine weitere Eigenschaft, die Werner dem 28-Jährigen attestiert. Als in Fortunas Innenverteidigung ein Stammspieler nach dem anderen verletzungsbedingt die Segel strich, sah sich der Vorstand zum Handeln gezwungen – und ist jetzt davon überzeugt, mit dem „Import“ von Slavia Prag eine gute Wahl getroffen zu haben.

Latkas Trainer beim tschechischen Erstligisten war mit Petr Rada übrigens ein Ex-Fortune. Der bezeichnete den Verteidiger in seiner Abwehr als „Fels in der Brandung“ und hätte ihn gerne behalten. Im Sommer hatte er den wechselwilligen Latka zum Bleiben überredet, doch als jetzt dessen Eineinhalb-Jahres-Vertrag auslief, war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen.

Neben Düsseldorf hatten auch Bochum und Nürnberg Interesse an dem Nationalspieler gezeigt. Warum seine Wahl auf die Fortuna fiel, erklärt dieser so: „Hier waren die Leute ganz anders. Vom ersten Kontakt bekam ich in allen Gesprächen das Gefühl, dass sie mich wirklich wollen und dass sie überzeugt sind, dass ich dem Team helfen kann.“

Fortuna schwächelt

Schon am kommenden Samstag bei Borussia Mönchengladbach? „So oft wie möglich zu spielen ist hier mein erstes Ziel“, sagt Latka, betont aber auch: „Dass ich gegen Augsburg noch nicht dabei sein durfte, war normal. Ich hatte schließlich viel zu wenig mit der Mannschaft trainiert.“

Sollte sein erster Einsatz gleich in einem Derby erfolgen , würde ihn dies nicht weiter stören. Denn Lokalduelle sind ihm aus der Heimat bestens vertraut. „Wenn wir in Prag mit Slavia gegen Sparta spielten, war das auch immer etwas ganz Besonderes. In solchen Spielen ist die Atmosphäre einfach immer toll. Ich mag das.“

Walter Brühl

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  • (am 25.04.2013 um 15:36)
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